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Rotlichtverstoß: Messfehler bei Ampelblitzern sind möglich

Erstellt am 27. Juli 2020
Text:
Verbraucherrechtskanzlei Von Rueden
Fotos:
Courtesy Verbraucherrechtskanzlei Von Rueden 
(2)
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2 Fotogalerie

Eine entspannte Städtetour mit dem Oldtimer soll möglichst lange im Gedächtnis bleiben. Schade und sehr ärgerlich ist es allerdings, wenn diese Erinnerung in Form eines Blitzerfotos im Briefkasten landet. An städtischen Kreuzungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen Ampelblitzer, die festhalten, wenn das Auto eine Ampel bei Rot überfährt. Doch nicht jede Buße ist gerechtfertigt.

Auto und rote Ampel
© Copyright / Fotograf: Courtesy Verbraucherrechtskanzlei Von Rueden

Im Vergleich: Strafen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Wer bei Rot über eine Ampel fährt, erhält ein Foto von sich im Oldtimer, das mitunter ziemlich teuer werden kann. Die geringste Strafe für ein Rotlichtvergehen erwartet Autofahrer in Österreich. Dort beträgt die Geldbuße mindestens 70 Euro – kann je nach Schwere des Vergehens aber auch höher ausfallen. Deutlich mehr kostet das Überfahren einer roten Ampel in der Schweiz. Die Ordnungsbuße liegt hier bei rund 230 Euro (250 CHF), wenn man von einem Blitzer an der roten Ampel aufgenommen wird. Handelt es sich um ein Ordnungsvergehen mit besonders schweren Folgen, sind auch härtere Strafen möglich, wie eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

In Deutschland entscheidet die Art des Rotlichtvergehens über die Konsequenz. Steht die Ampel weniger als eine Sekunde auf Rot, wenn der Autofahrer über die Kreuzung fährt, handelt es sich um einen sogenannten einfachen Rotlichtverstoß. Der bringt mindestens ein Bußgeld von 90 Euro und einen Punkt im Flensburger Fahreignungsregister – maximal 240 Euro Strafe, zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot. War die Ampel mehr als eine Sekunde lang rot, als sie überfahren wurde, spricht das deutsche Verkehrsrecht von einem qualifizierten Rotlichtverstoß. Dann werden mindestens 200 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot fällig. Entsteht im Zuge des qualifizierten Rotlichtverstoßes ein Sachschaden, erhöht sich das Bußgeld auf 360 Euro.

Blitzerfoto fehlt oder von schlechter Qualität

In vielen Fällen wird ein Rotlichtvergehen im deutschsprachigen Raum mithilfe eines Ampelblitzers aufgenommen. Sie sehen ähnlich wie Blitzanlagen zur Aufnahme von Geschwindigkeitsverstößen aus und registrieren Fahrzeug, Nummernschild und Fahrer. In der Regel blitzen diese Anlagen zweimal, um sicher festzustellen, dass das Fahrzeug nicht doch knapp unter der roten Ampel zum Stehen kam, sondern tatsächlich unerlaubt über die Kreuzung oder den Bahnübergang fuhr. Existiert kein zweites Foto, kann der Rotlichtverstoß nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Eine Strafe wäre dann ungerechtfertigt.

Zudem kann das Foto, das der Ampelblitzer aufgenommen hat, von einer mangelhaften Qualität sein, sodass der Fahrer nicht eindeutig identifizierbar ist. Reflektionen auf der Windschutzscheibe oder die heruntergeklappte Sonnenblende können markante Merkmale des Gesichts verdecken, sodass der Autofahrer nicht ausreichend zu erkennen ist. Auch dann kann Einspruch gegen die verhängte Buße eingelegt werden. Hier lohnt es sich, von einem Anwalt für Verkehrsrecht prüfen zu lassen, ob in der Fallakte der zuständigen Behörde weitere Fotos von besserer Qualität vorliegen oder ob Einspruch eingelegt werden sollte.

Messfehler bei Blitzern an roten Ampeln

Es kann vorkommen, dass die Gelblichtphase der Ampel nicht korrekt eingestellt ist und damit zu kurz ausfällt. In Deutschland gilt beispielsweise, dass eine Ampel bei einer zulässigen Geschwindigkeit von 50 km/h mindestens drei Sekunden lang gelb anzeigen muss. Bei 60 km/h muss die Gelbphase mindestens vier Sekunden und bei 70 km/h mindestens fünf Sekunden betragen. Aus dem Protokoll in der Fallakte lässt sich entnehmen, ob die Ampel korrekt eingestellt war und die Gelbphase ausreichte, um als Fahrer auf die veränderte Ampelfarbe zu reagieren.

Einige Ampelblitzer messen den Rotlichtverstoß mithilfe von Induktionsschleifen im Boden. Sind diese Schleifen oder der Blitzer, der an der Ampelanlage angebracht ist, nicht korrekt gewartet und geeicht, können die Messergebnisse verfälscht sein. Dann lohnt es sich, Einspruch gegen die verordnete Buße einzulegen. Die regelmäßige Wartung und Eichung der Blitzeranlage muss in einem Protokoll festgehalten werden. Dieses Protokoll ist der Fallakte des entsprechenden Rotlichtverstoßes beigelegt. Nur ein Anwalt für Verkehrsrecht enthält umfassende Akteneinsicht und kann prüfen, ob alle Angaben im Protokoll korrekt sind oder ob die Strafe für das Rotlichtvergehen ungerechtfertigt ist, weil die Messgeräte anfällig für Fehler sind.

Einspruch einlegen bei Rotlichtvergehen

Autofahrer haben das Recht, Einspruch gegen die Strafen für einen Rotlichtverstoß einzulegen. Besonders empfehlenswert ist das, wenn Fahrverbote oder der Entzug des Führerscheins sowie besonders hohe Geldbußen drohen. Auch Fahranfänger, die während der Probezeit geblitzt wurden, sollten prüfen lassen, ob sich die Strafe verhindern lässt. Andernfalls droht ihnen die Verlängerung der Probezeit, die in Deutschland zwei Jahre, in Österreich und der Schweiz sogar drei Jahre beträgt. Ein Anwalt für Verkehrsrecht kann Messfehler oder Unregelmäßigkeiten im Protokoll aufdecken und sich für die Aufhebung der verhängten Strafen einsetzen.

Über die Kanzlei von Rüden:
Ihnen wird ein Rotlichtvergehen in Deutschland vorgeworfen? Lassen Sie Ihren Fall von der Verbraucherrechtskanzlei Von Rueden überprüfen! Die Kanzlei vertritt Autofahrer in Verkehrsrechtsfällen und berät Sie kostenlos zu Ihren rechtlichen Möglichkeiten. Rufen Sie unter 030 / 200 590 770 an, schreiben Sie eine Mail oder nutzen Sie das Kontaktformular.

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