“Shuffle”-Ausstellung? Befragt danach, was es damit auf sich hat, bekennt der Hausherr und Kurator des Pantheon Basel, Stephan Musfeld, dass es sich etwas Neues habe einfallen lassen. Statt der Fokussierung auf nur ein Thema wie bisher wolle er sich künftig eher zufällig inspirieren lassen – und interessante Ausstellungen konzipieren, die ein breiteres Angebot umfassen. So bietet die erste “Shuffle”-Ausstellung gleich die Vielfalt von vier Ausstellungen.
Rennwagenschmiede Lotus
Einen grandiosen Einstieg in die Welt der bedeutendsten Rennwagenkonstrukteure bieten die beiden Sonderausstellungen. Die erste befasst sich mit den Fahrzeugen des Rennstalls Lotus. Dieser wurde vom genialen Tüftler und Techniker Colin Chapman 1948 im britischen Norfolk gegründet. Er erfand die die sogenannte Monocoque-Karosserie und war zudem der erste Konstrukteur, der eine keilförmige Karosserie mit seitlichen Kühlern schuf.
Im Pantheon ausgestellt sind elf aussergewöhnliche Fahrzeuge der Marke Lotus: Von Preziosen aus den Anfängen der Motorsportgeschichte in den 50er-Jahren bis zum Lotus Elise mit Baujahr 2000.
Sonderausstellung Jaguar
Das Anfang der 20er-Jahre von William Lyons in der englischen Küstenstadt Blackpool unter dem Namen “Swallow Sidecar Company” gegründete Unternehmen trat ab 1945 unter dem Marken- namen «Jaguar» auf. Die sich durch eine sportlich-elegante Linienführung auszeichnenden Sport- limousinen galten zu jener Zeit als vergleichsweise preiswert und fungierten ab 1951 als Hoflieferant des britischen Königshauses.
Im Pantheon sind elf Fahrzeuge der Marke Jaguar zu sehen, vom Vorkriegsrennwagen SS100, dem C Type, dem E Type Semi Lightweight bis zum Formel-1-Fahrzeug aus dem Jahre 2000.
Begeisternde Dauerausstellungen
Nebst den beiden Sportwagen-Sonderausstellungen ist im Pantheon nun die begeisternde Fahrradsammlung des ehemaligen schweizerischen Sportmuseums zu sehen. Diese zeigt eindrücklich auf, was aus zwei Rädern, einem Rahmen, einem Sattel und einem Lenker alles entstehen kann. Zu bewundern sind vom ersten Laufrad, über Hochräder, auch Rennräder, bis hin zum Carbonrad.
Die zweite Dauerausstellung ist dem Thema “Kinderfahrzeuge” gewidmet. Seit jeher zauberte ein schönes Fahrzeug nicht nur bei Erwachsenen ein Lächeln auf die Lippen, sondern liess auch Kinderaugen strahlen. Im Pantheon sind Exponate mit zwei, drei und vier Rädern sowie Tretautos – und sogar erste Elektroautos für Kinder zu bestaunen.
Ein Besuch lohnt sich
Im Pantheon in Muttenz sind nebst den erwähnten Sonder- und Dauerausstellungen, die bis im 14. April 2024 dauern werden, im Museum auch Fahrzeuge aus allen Epochen der Mobilität zu bestaunen, vom skurril anmutenden, hölzernen Fortbewegungsmittel aus den Anfängen des Autos bis zum Rennwagen der Neuzeit.
Das Pantheon ist unter der Woche von 10:00 bis 17:00 Uhr, an Wochenenden sowie Feiertagen von 10:00 bis 16:30 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen gibt es auf der Website des Pantheons.













































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