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Bild (1/6): Sechs Generationen 3er-Reihe, vorne E21, E30, E36, es folgen E46, E90 und die neueste Version F30 (© BMW AG, 2015)
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40 Jahre Freude am Fahren mit der BMW 3er-Reihe

Erstellt am 13. Mai 2015
Text:
Bruno von Rotz
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Als BMW im Herbst 1975 an der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt die neue 3er Reihe, intern E21 genannt, vorstellte, hatte wohl mancher Verantwortlicher ein mulmiges Gefühl. Denn die neue Limousine sollte den sehr beliebten BMW 2002 ablösen, die deutsche Sportlimousine der Mittelklasse damals schlechthin.

Sechs Generationen 3er-Reihe, die frühen Exemplare stehen aussen
© Copyright / Fotograf: BMW AG

Designmässig lehnte sich die zweitürige Limousine am bereits drei Jahre vorher vorgestellten 5er an. Paul Bracqs Wurf wirkte auf den ersten Blick deutlich größer als sein Vorgänger. In Wirklichkeit überragte der 4355 Millimeter lange, 1610 Millimeter breite und 1380 Millimeter hohe Zweitürer den BMW 02er jeweils nur um wenige Zentimeter. Vorne dominierte die markante BMW-Niere, die Topmodelle erhielten von Anfang an Doppelscheinwerfer. Von der Seite erinnerte der 3er eher an ein Coupé, was auf die ausschliesslich zweitürige Bauweise und die Gestaltung des hinteren Seitenfensters zurückzuführen war. Innen dominierte Sportlichkeit und erstmals neigte BMW den mittleren Teil der Armaturentafel deutlich zum Fahrer hin, um bessere Sicht und Bedienbarkeit zu gewährleisten.

BMW 320i (1975) - der erste Dreier der Baureihe E21 hatte einen Vierzylinder, der in der Topmotorisierung eine Einspritzung erhielt
© Copyright / Fotograf: BMW AG

Bei der offiziellen Vorstellung des BMW 3er am Tag vor der Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung (IAA) 1975 in Frankfurt hob der Vorstandsvorsitzende der BMW AG, Eberhard von Kuenheim, vor allem den BMW 320i hervor. „Dieser Wagen ist für uns der würdige und zeitgemäße Nachfolger des berühmten BMW 2002 tii.“

Dank Einspritztechnologie stellte sein Vierzylinder-Triebwerk 92 kW/125 PS zur Verfügung. Damit preschte der BMW 320i nicht nur innerhalb der neuen Baureihe, sondern auch in der Gunst der Autofans an die Spitze. Im Jahr nach seinem Debüt wählten die Leser des größten europäischen Fachmagazins für Automobile das Top- Modell zur „besten Limousine der Welt“ in der Klasse bis zwei Liter Hubraum.

Darüber hinaus waren zur Markteinführung die Modelle BMW 316, BMW 318 und BMW 320 verfügbar. Auch ihre Modellbezeichnungen waren aus der Größe des Hubraums abgeleitet: 1573, 1766 und 1990 Kubikzentimeter. Die aufwändig konstruierten Vierzylinder-Vergasermotoren kombinierten eine sportliche Leistungscharakteristik mit einem moderaten Verbrauch. Bereits die 66 kW/90 PS starke Basismotorisierung verhalf dem 1010 Kilogramm schweren BMW 316 zu begeisternder Agilität und einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, obschon der 3er gegenüber dem Vorgänger deutlich an Gewicht zugelegt hatte.

Vom Vier- zum Sechszylinder

Im Jahr 1977 wurde die Motorenauswahl auf spektakuläre Weise ergänzt. Erstmals waren in Fahrzeugen der unteren Mittelklasse nun Sechszylinder-Motoren erhältlich. Die Antriebseinheiten mit einem Hubraum von 2,0 Litern für den BMW 320 und 2,3 Litern für den von Sportfahrern begeistert aufgenommen BMW 323i waren speziell für die BMW 3er Reihe konstruiert worden.

BMW 323i (1982) - das Topmodell der 3-er-Reihe E21
© Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Der Reihensechszylinder im BMW 323i wies unter anderem ein elektronisch gesteuertes Motormanagement und eine Transistor-Zündung auf, leistete 105 kW/143 PS und beschleunigte den Zweitürer in nur 9,0 Sekunden von null auf 100 km/h.

Das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung mit Querlenkern und Federbeinen vorn sowie Schräglenkern und Federbeinen hinten, trug ebenfalls dazu bei, dass die Modelle im Mittelklassen-Segment schnell eine sportliche Alleinstellung innehatten. Die Querlenker der Vorderachse wurden nach dem McPherson-Prinzip von Stabilisatoren geführt. Dabei bot die neue Vorderachskonstruktion ideale Voraussetzungen für eine hohe Lenkpräzision. Mit dem BMW 3er erlebte außerdem ein völlig neues Konstruktionsmerkmal bei BMW seine Premiere: die elastisch gelagerte Zahnstangenlenkung. So manifestierte schon die erste 3er Reihe den bis heute geltenden Ruf, ein Höchstmaß an Fahrdynamik und Agilität zu bieten.

Gelungene Wachablösung - 3er wird zum Bestseller


Als neues Einstiegsmodell wurde 1981 der BMW 315 eingeführt, der von einem 1,6 Liter-Vierzylindermotor mit 55 kW/75 PS angetrieben wurde. Noch im selben Jahr waren eine Million Fahrzeuge der BMW 3er Reihe verkauft. Damit war die neue Baureihe nach nur sechs Jahren an ihrem Vorgänger vorbeigezogen und zum erfolgreichsten Modell in der Geschichte des Unternehmens geworden.

Auch die Kundenzufriedenheit war ausnehmend hoch. Laut einer Umfrage von 1980 fanden 80 Prozent der Fahrer eines BMW 3er, dass an ihrem Auto „nichts verbesserungswürdig“ sei.

BMW 320 (1978) - äusserlich liessen sich die beiden Sechszylinder 320 und 323i nur an Details unterscheiden
© Copyright / Fotograf: Archiv BMW AG

Bis 1983 wurden insgesamt 1’364’039 Exemplare der BMW 3er Reihe verkauft, davon 4 595 als Topcabriolets. Diese Variante entstand beim Karosseriebauspezialisten Baur in Stuttgart, der den BMW 3er in allen verfügbaren Motorvarianten zu einem offenen Viersitzer mit massivem Überrollbügel umgestaltete.

Überzeugender Zweitauflage

Als würdiger Nachfolger des Trendsetters und Bestsellers präsentierte sich 1982 mit der Baureihe E30 die zweite Generation der BMW 3er Reihe. Das neue Modell verkörperte Fortschritt und Vielfalt in jeder Hinsicht: ein neues Design, optimierte Aerodynamik, mehr Platz und Komfort, mehr Leistung, zusätzliche Karosserie- und Motorvarianten.

BMW 324d (1984) - den zweiten Dreier der Baureihe E30 gab es auch mit vier Türen
© Copyright / Fotograf: BMW AG

Die Linienführung wirkte im Vergleich zum Vorgänger deutlich gestrafft und geglättet. Der Luftwiderstandsbeiwert war um fast 15 Prozent gesenkt worden. Unabhängig von der Motorisierung waren nun alle Modelle serienmäßig mit Doppelscheinwerfern bestückt. Obwohl der Neue innen vier Zentimeter mehr Platz bot, war die Karosserie sogar um drei Zentimeter kürzer geworden. Die vorderen Blinkleuchten waren von der Kotflügelspitze in die Stoßfänger gerückt. Die charakteristische Seitenansicht wurde neu interpretiert, und in der Mitte stand eine breitere, stabiler wirkende und mattschwarz lackierte B-Säule. Die um 35 Millimeter breitere Spur verhalf dem neuen BMW 3er zu einem kraftvollen Auftritt. Obendrein hatten die BMW Entwickler rund 30 Kilogramm Gewicht pro Fahrzeug eingespart – trotz erweiterter Ausstattung.

Weiterentwickelte Motoren

Der neue BMW 3er ging mit weiterentwickelten Vier- und Sechszylinder- Motoren an den Start. So erreichte der BMW 316 mit 66 kW/90 PS und nunmehr elektronisch gesteuertem Vergaser eine Spitzengeschwindigkeit von 175 km/h. Mit 77 kW105 PS aus dem mit einer mechanischen Einspritzung bestückten Vierzylinder brachte es der BMW 318i jetzt auf ein Höchsttempo von 184 km/h. Die Sechszylinder verfügten bereits über eine elektronisch geregelte Einspritzanlage. Der 102 kW/139 PS starke BMW 323i erreichte ein Höchsttempo von 202 km/h. Dank eines Fünfgang-Getriebes mit Schongang-Charakteristik der höchsten Fahrstufe begnügte er sich mit einem Durchschnittsverbrauch von 8,9 Litern je 100 Kilometer.

Für noch mehr Effizienz sorgte 1984 ein neues, konsequent auf Drehmoment und Wirtschaftlichkeit ausgerichtetes Motorenkonzept. Der eta- Reihensechszylinder-Antrieb erzeugte aus einem Hubraum von 2,7 Litern 90 kW/122 PS. Der BMW 325e kam damit auf einen Durchschnittsverbrauch von lediglich 8,4 Litern Normalbenzin je 100 Kilometer. Als erstes Modell der BMW 3er Reihe wurde der BMW 325e ausschließlich mit Katalysator geliefert.

Darüber hinaus verfügte die BMW 3er Reihe in den 1980er Jahren über das breiteste Angebot an Kat-Fahrzeugen in ihrem Segment. Im BMW 325e sowie ein Jahr später auch im BMW 325i mit 126 kW/171 PS starkem Sechszylinder-Motor wurde darüber hinaus eine weitere Neuentwicklung eingeführt. Die Digitale Motor-Elektronik sorgte für eine Optimierung von Einspritzung und Gemischaufbereitung.

Mehr Technik für den 3er

Mitte der Achtzigerjahre nahm dann auch der Dieselmotor Einzug in den BMW-Bug. Das ABS wurde auf Wunsch für die Sechszylindermodelle angeboten, ab 1992 war es Serienausstattung aller BMW 3er.

1985 kam mit dem 325ix der erste vierradangetriebene 3er auf den Markt.

Variantenvielfalt

Bereits 1983 war der 3er mit vier Türen präsentiert worden, 1985 kam das Cabriolet, das als bügelloser offener Wagen mit Eleganz und Dynamik glänzte und den vollen Genuss des Reihensechszylinder-Sounds ermöglichte.

1987 kam mit dem Touring auch noch ein Kombi ins Programm. Der wahre Überflieger aber war der BMW M3, der ab 1985 als Evolutionsmodell mit vier Zylindern und viel Rennsporttechnologie einen Siegeszug ohne gleichen im Tourenwagen-Motorsport einläutete.

BMW M3 E30 (1988) - Ausführung Evolution I
© Copyright / Fotograf: BMW AG

Kein Wunder glänzte die zweite Generation des 3ers auch im Verkauf. Insgesamt 2’339’251 Exemplare fanden einen Abnehmer, der Vorgänger war damit locker um eine Million übertroffen worden.

Gerundete dritte Generation

Die dritte Generation der BMW 3er Reihe trat als E36 1990 mit einer außerordentlich eleganten Kontur und gründlich erneuerter Technik auf. Und sie debütierte erstmals (und ausschliesslich) als Viertürer. In den Außenmassen hatte die Karosserie zum Nutzen einer noch komfortableren und sichereren Fahrgastzelle deutlich zugelegt. Sie bot den Insassen spürbar mehr Platz. So durften sich die Fondpassagiere über einen um 30 Millimeter erweiterten Knieraum freuen. Dennoch war die Grundform eindeutig sportlich ausgefallen.

BMW 323i (1995) - vom dritten Dreier der Baureihe E36 gab es erstmals auch ein Coupé
© Copyright / Fotograf: BMW AG

Neben der schlanken Silhouette fiel sofort die glatte Front des Neuen auf: Die Doppelscheinwerfer saßen hinter je einem gemeinsamen Deckglas. Mit dieser bis heute üblichen Konstruktionsweise wurde unter anderem der Fußgängerschutz optimiert. Überhaupt wurde großer Wert auf die Sicherheit gelegt. Alle Varianten des neuen BMW 3er erhielten neuartige Türverstärkungen für besseren Schutz bei seitlichen Kollisionen.

Erstarkt

Die zur Markteinführung verfügbaren Motoren leisteten ausnahmslos mindestens 100 PS. Der 1,6 Liter große Basismotor des neuen BMW 316i ging mit 74 kW/100 PS an den Start, der BMW 318i mit 83 kW/113 PS. Die beiden innovativen Reihensechszylinder verfügten jetzt über zwei Nockenwellen sowie über vier Ventile pro Brennraum und brachten es auf 110 kW/150 PS im BMW 320i beziehungsweise auf 141 kW/192 PS im BMW 325i.

Als innovative Technologie zur Steigerung der Fahrleistungen und zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs wurde die variable Nockenwellensteuerung VANOS präsentiert Sie wurde erstmals 1992 im 210 kW/286 PS starken Sechszylindermotor des BMW M3 der zweiten Generation und anschließend auch in den weiteren Sechszylinder-Modellen eingeführt.

1995 folgte die neue Generation der Reihensechszylinder-Ottomotoren – dank Aluminium-Kurbelgehäuse deutlich leichter als bisher und zudem nicht nur kraftvoller, sondern auch effizienter. Zudem wurde der Hubraum des Spitzentriebwerks von 2,5 auf 2,8 Liter erweitert. Das neue Topmodell trug die Bezeichnung BMW 328i, unter der Motorhaube wurden 142 kW/193 PS und ein maximales Drehmoment von 280 Newtonmetern aktiviert.

Erstmals als Coupé

Zur viertürigen Limousine gesellte sich 1992 ein Coupé als Zweitürer, der, obwohl optisch ähnlich gestaltet, mit der Limousine nur eine Handvoll baugleicher Karosserieteile aufwies. Dieses Coupé war auch die Basis für den zweiten M3.

1993 erschien das Cabriolet, das wiederum durch eine niedrige Schulterlinie sehr elegant wirkte.

BMW 328i (1997) - Baureihe E36 als Cabriolet, Coupé und Limousine
© Copyright / Fotograf: BMW AG

1994 präsentierte BMW den 3er compact, eine auf 4,21 m gekürte Variante mit zwei Türen und Heckklappe. 1995 komplettierte der Touring die Palette.

Auch die dritte Auflage war ein voller Erfolg, insgesamt wurden 2’745’780 Einheiten an den Mann oder die Frau gebracht.

Kontinuität zur Vierten

Mit stilistischer Kontinuität und konsequentem technischen Fortschritt machte sich im Frühjahr 1998 die vierte Generation E46 der BMW 3er Reihe auf den Weg ins nächste Jahrhundert. Proportionen, Linienführung und Stilelemente brachten elegante Sportlichkeit zum Ausdruck und machten deutlich, dass der BMW 3er endgültig zum unverwechselbaren Original in seinem Segment gereift war. In Länge und Breite lag der neue BMW 3er, der erneut als viertürige Limousine debütierte, um jeweils vier Zentimeter über dem Vorgänger. Die BMW Niere war jetzt in die Motorhaube integriert und machte gemeinsam mit den Doppelrundscheinwerfern hinter klaren Abdeckscheiben den ausdrucksstarken Charakter der Front aus. Die Dynamik der neuen Limousine wurde durch die gestreckte Linienführung und die stärker bogenförmig geführte Dachlinie betont. Als weiteres markentypisches Designmerkmal kamen die L-förmigen Heckleuchten hinzu. Der Innenraum war entsprechend den Außenmaßen gewachsen. Sowohl die vorderen als auch die hinteren Sitzplätze boten mehr Bewegungsfreiheit. Die Kniefreiheit im Fond wurde um 20, die Kopffreiheit um 10 Millimeter gesteigert.

BMW 320d (1998) - der vierte Dreier der Baureihe E46 war optisch nur ein kleiner Schritt nach vorne
© Copyright / Fotograf: BMW AG

Mehr denn je profitierte der BMW 3er vom Knowhow aus der Entwicklung von Modellen höherer Segmente. Die Abstimmung von Karosserie und Fahrwerk, die Ausstattung des Innenraums und das Sicherheitskonzept orientierten sich an der BMW 7er Reihe. Die neu gestaltete Instrumententafel wirkte modern, großzügig und hochwertig, Ausstattungsmerkmale wie Multifunktionslenkrad, Seiten-Airbags im Fond, Regensensor oder Navigationssystem setzten neue Maßstäbe im Segment. „In der 3er Reihe ist das Wesen von BMW konzentriert“, stellten die Tester des Fachmagazins „Autorevue“ direkt nach der ersten Begegnung mit dem neuen Modell fest.

BMW M3 E46 (2003) - als CSL - Leichtbau-Coupé
© Copyright / Fotograf: BMW AG

Nochmals wies der im Jahr 2000 präsentierte M3 sechs Zylinder auf, die für 343 PS gut waren. Später kam eine CSL-Version dazu, die als Leichtbauvariante auf der Rennstrecke eine noch bessere Figur machte.

Auch vom E46 gab es wiederum Coupé-, Cabriolet- und Kombi-Varianten. Die Motoren wurden stärker und sparsamer, erstmals gab es einen 330i mit 2979 ccm und 231 PS und auch den Diesel gab es nun mit sechs Zylindern.

Die Kunden dankten den Fortschritt und die elegante Optik mit 3’266’885 abgesetzten Fahrzeugen.

Wachstum zum Fünften

Auf dem internationalen Automobil-Salon in Genf 2005 feierte die fünfte Generation der BMW 3er Reihe als E90 ihre Weltpremiere. Wie inzwischen gewohnt, ging zunächst die viertürige Limousine an den Start. Ihr markantes Erscheinungsbild mit kurzen Karosserieüberhängen, dynamischen Linien und einer progressiven Formensprache verhalf ihr auf Anhieb zu einem unverwechselbaren Charakter. Die neue Symbiose aus leistungsstarken und effizienten Motoren, dynamischen und zugleich kultivierten Fahreigenschaften, dem markanten Design mit BMW typischer Formensprache, einer verwindungssteifen, geräumigen Karosserie und innovativen Ausstattungsmerkmalen stieß weltweit auf große Zustimmung. Im ersten Jahr nach der Markteinführung erhielt der neue BMW 3er in New York die Auszeichnung als „World Car of the Year“.

BMW 335i (2009) - aus der Baureihe E90
© Copyright / Fotograf: BMW AG

Die im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich präsentere und kraftvollere Ausstrahlung der BMW 3er Limousine war das Resultat eines markanteren Designs und gewachsener Abmessungen. Um 49 Millimeter in der Länge,
78 Millimeter in der Breite und 10 Millimeter in der Höhe hatte die Neuauflage zugelegt. Dieses Wachstum kam dem Insassenkomfort und auch der Sicherheit zugute. Dank intelligenten Leichtbaus konnte das Mehr an Größe und Ausstattung jedoch gewichtsneutral gestaltet werden.

Auch vom E90 gab es wieder Coupé-, Kombi- und Cabriolet-Varianten. Der M3 schöpfte seine Kraft nun von einem neu entwickelten V8-Motor mit 420 PS. Mit “EfficientDynamics” Technologie wurden die Verbräuche trotz sicherheits- und komfortbedingtem Gewichtszuwachs stetig gesenkt.
Mit dem 335i steigerte BMW die Leistung des inzwischen legendären Reihen-Sechszylinders mit Twin Turbo auf 286 PS.
Auch der fünfte 3er war beliebt, 3’102’345 Einheiten konnten verkauft werden.

Neuzeit mit Downsizing

Anfang 2012 kam die sechste Generation des 3ers als F30 auf den Markt. Angesichts immer strengerer Umweltgesetze verschwand der Achtzylinder aus dem Motorraum des Mittelklasse-BMWs, auch der Sechszylinder wird zunehmend durch Vierzylinder ersetzt. Für das Baujahr 2016 ersetzt sogar ein Dreizylinder mit Turbo den Vierzylindermotor. Mehr Innenraum bei nur unwesentlich grösseren Aussenabmessungen und möglichst geringem Gewichtszuwachs war das Ziel der Entwickler beim aktuellen Dreier.

BMW 340i (2015) - Baureihe F30, erstmals gibt es den 3er auch als Dreizylinder, das Foto zeigt aber das schnellste Modell
© Copyright / Fotograf: BMW AG

Coupé, Kombi und weitere Varianten erhielten eigene Baureihen-Codes, die zweitürige Version figurierte fortan als 4-er in den Preislisten.

Die Erfolgsgeschichte aber ist nach rund 15 Millionen noch lange nicht abgeschlossen.

Die 3-er im Vergleich

 Baureihe E6/E10/E20 E21 E30 E36 E46 E90 F30/F80
Typisches Modell 2002 320 325i 328i 330i 328i 328i
Bauzeit von 1966 1975 1982 1990 1998 2005 2012
Bauzeit bis 1977 1983 1994 2000 2007 2013  
Länge mm 4220 4355 4325 4433 4492 4580 4624
Breite mm 1590 1610 1645 1698 1739 1782 1811
Höhe mm 1360 1380 1365 1335 1434 1395 1429
Gewicht (ab) kg 940 1010 990 1140 1360 1425 1490
Hubraum l von 1.6 1.6 1.6 1.6 1.8 1.6 1.5
Hubraum l bis 2 2.3 2.7 3.2 3.2 4 3
Leistung kW von 55 55 55 60 77 90 100
Leistung kW bis 125 105 175 245 265 309 317
Stückzahl   1364039 2339251 2745780 3266885 3102345  
Preis CHF (ca) 14100 15850 19250 29850 35800 39900 44600
Als Modell 1602 (1973) 316 (1976) 318i (1984) 316i (1992) 316i (2000) 318i (2006) 320i (2015)

 

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