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Rallye Peking-Paris 2016 - eine ganz besondere automobilistische Erfahrung

Erstellt am 23. Dezember 2016
, Leselänge 41min
Text:
Daniel Reinhard / Christian Diillier
Fotos:
Daniel Reinhard 
8
Gerard Brown 
89
Stephan Traber 
4
Chrysler 70 (1930) - vor dem Verschiffen - Rallye Peking-Paris 2016
Chrysler 70 (1930) - die beiden Rallye-Teilnehmer Christian und Beppi Dillier - Rallye Peking-Paris 2016
Chrysler 70 (1930) - Beppi Dillier und sein Bruder Chrstian - Rallye Peking-Paris 2016
Rallye Peking-Paris 2016 - Roadbook der Rallye Peking-Paris 2016
Rallye Peking-Paris 2016 - Die "Chinesische Mauer" beim Start in der Nähe von Peking

Wie wäre ihre Reaktion auf folgende Vorschlag eines Freundes: "Lass uns doch unsere Kollegen in Peking besuchen. Ich werde mit meinem Chrysler 70 (Jahrgang 1930) fahren." Es sind keine 500 km wie mal kurz ins Südtirol, nein es wären rund 13’000 km und man müsste so an die 36 Tage Fahrzeit einplanen. Die meisten würden wohl denken, dass der Kollege nun komplett von der Rolle ist. Nur wenige würden und könnten sich eine derartige Reise im alten Auto vorstellen. Aber es ist tatsächlich machbar. Allerdings nicht ganz so von heute auf morgen, denn ein derartiges Unternehmen braucht doch so einiges an Vorbereitung.

Bild Holden Monari (1971) - Tag 10 - Chjargas Lake - Olgiy - Rallye Peking-Paris 2016
Holden Monari (1971) - Tag 10 - Chjargas Lake - Olgiy - Rallye Peking-Paris 2016

Zwei Jahre vorher fast ausgebucht

Alle drei Jahre findet die von der "ERA" (The Endurance Rallye Association) organisierte Rallye von Peking nach Paris statt. Wer nun glaubt, man könne sich da einfach so anmelden und mitmachen, der täuscht sich gewaltig. Die Startplätze sind beschränkt und trotz sehr hohen Teilnahmegebühren begehrt. So war die Rallye für 2016 bereits Ende 2014 praktisch ausgebucht. Das Schweizer Bruder-Team Dillier wurde beinahe ausgelacht, als es sich mit einem im Internet ersteigerten Jaguar Mark II einschreiben wollte.

Mit viel Schokolade im Gepäck wurde ihnen beim persönlichen Vorsprechen in England eine Möglichkeit, mit einem Vorkriegsauto teilzunehmen, eröffnet. Daraufhin wurde ein Packard 8 Zylinder mit drei Litern Hubraum im Internet gefunden, gekauft und am 10. Februar 2015 auch gemeldet, ohne das Auto je gesehen zu haben. Der Handel mit dem Packard klappte dann aber doch nicht, doch fanden die Brüder kurz darauf in Michigan einen Chrysler 70. Das Auto wurde gekauft und in die Schweiz transportiert, worauf es als erstes für den Strassenverkehr zugelassen und danach für die Anmeldung fotografiert wurde. Hinterher wurde es in aller Ruhe bis auf die letzte Schraube zerlegt und wieder neu und verstärkt aufgebaut.

Bild Chrysler 70 (1930) - die beiden Rallye-Teilnehmer Christian und Beppi Dillier - Rallye Peking-Paris 2016
Chrysler 70 (1930) - die beiden Rallye-Teilnehmer Christian und Beppi Dillier - Rallye Peking-Paris 2016

Trotz grosser Fahrzeugkenntnis der beiden Brüder Christian und Beppi Dillier, immerhin führen sie ein Transportunternehmen mit einem ansehnlichen Fuhrpark, musste auch professionelle Fremdhilfe in Anspruch genommen werden, um den Wagen so vorbereiten zu können, wie es geplant war. So wurden unter anderem neue Lager und Bremstrommeln gegossen. Die ganze Elektrik wurde neu verkabelt, ein Zweikreis-Bremssystem eingerichtet, Kotschutzlappen montiert und die Windschutzscheibe auf Verbundglas umgerüstet. Das Fahrwerk wurde verstärkt und eine Metallplatte zum Schutz der Ölwanne montiert.

Folgende Kriterien werden von der “ERA” für die teilnehmenden Fahrzeuge vorausgesetzt:  Originalität und alle dazugehörenden Ausweis-Papiere, funktionierendes Licht, Kotschutzlappen und Verbundglas. Mitgeführt werden müssen: Medizinpaket, Satellitentelefon, Abschleppseil, Navigationssystem mit Tracker, so dass eine Verfolgung möglich ist.

Am 16. Februar 2016 wurde das Auto fertig gestellt und musste nun auch noch auf Herz und Nieren ausgetestet werden, bevor es am 21. März auf das Schiff nach China verladen wurde.

Probelauf

Da die Brüder nicht die geringste Rallye-Erfahrung hatten, schob man im Juli noch schnell die "Costa Brava-Rallye" mit dem Jaguar MKll dazwischen. Die Dilliers erkannten schnell, dass so eine Rallye-Navigation auch nicht ganz ohne ist und bekam dann doch etwas kalte Füsse, da man sich in der Mongolei ja sicherlich noch viel besser verirren konnte als an der gut ausgeschilderten Costa-Brava.

Aber Beppi und Christian Dillier liessen sich nicht mehr abhalten, schliesslich waren sie ein Jahr zuvor im Tessin auf den Geschmack gekommen, als sie einen film über das wohl letzte grosse Abenteuer (Peking-Paris) angeschaut hatten. Und auf den 60. Geburtstag Beppis wollten sie genau dieses Abenteuer erleben. Das bisschen Navigation sollte jetzt sicher nicht noch alles zunichte machen.

Während "Heiri", so der Name des Chrysler, zusammengesetzt aus den beiden Vornamen ihrer Gattinnen "Hei" von Heidi und "Ri" von Rita, über das Wasser nach Peking reiste, begann Christian, ein Rallye-Tagebuch zuführen, das er bis zum Schluss nutzte, um seine Eindrücke und die Geschehnisse der Rallye zu notieren. Mit Ausschnitten aus diesem Tagebuch reisen wir nun virtuell mit dem Rallye-Team mit:

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10. Juni

Heute ist der Tag, an dem die Frage aufgelöst wird, ob und in welchem Zustand unser Heiri in Peking angekommen ist. Wir konnten den Zeitpunkt kaum erwarten und stiegen schon in den 10 Uhr-Bus anstelle des Mittags-Busses (damit nicht alle auf einmal das Lagerhaus stürmen, versuchte die Organisation uns in Gruppen aufzuteilen….. und einige Teilnehmer waren ganz erstaunt, dass der 10 Uhr Bus komplett überfüllt war.)
Im Lagerhaus angekommen fanden wir Heiri in bester Verfassung. Kaum zwei, drei Umdrehungen und der Motor brummte. Ab zur nächsten Tankstelle. Die Chinesen waren überfordert mit dem Ansturm und scheinbar auch eine deutsche Crew, die Diesel in ihren 450 SL Benziner füllte. Am Abend trafen sich alle Schweizer Teams zum gemeinsamen Nachtessen.

Bild Rallye Peking-Paris 2016 - Der Hang mit den Klassikern in Peking
Rallye Peking-Paris 2016 - Der Hang mit den Klassikern in Peking

Ergänzung der Redaktion: Erstmals sollte es nun auch noch eine Teamwertung geben. Diese Neuheit wurde erst kurz vor dem Start bekanntgegeben. So mussten sich Dreier-Teams bilden um an der Wertung teilzunehmen. Wieso nicht ein Chrysler-Team dachten die Brüder und sprachen die beiden anderen Chrysler-Piloten darauf an. Diese erfahrenen Rallye-Teilnehmer zeigten sich vorerst kritisch. Da die Dilliers ausser der Costa Brava keine Rallyeerfahrungen vorzuweisen hatten, waren die Paris-Peking-geprüften anderen Chrysler-Fahrer wenig erpicht darauf, Rookies mit im Team zu haben. Doch man fand sich und bis zum Schluss zeigte sich diese kühne Entscheidung als sehr erfolgreich.   

11. Juni

Heute war der grosse Tag des "Scrutineerings", sprich die technische Abnahme und Kontrolle von den vorschriftsgemässen Zubehören, wie Abschleppseil, SOS-Kit, Satellitentelefon, etc. Wir führten auch etliche Gespräche und Diskussionen mit anderen Rallye-Teilnehmern, unter anderem auch über die richtige Einstellung und Bedienung des Garmin GPS. Wir beide haben immer noch grossen Respekt vor der Navigation….

Bild Alfa Romeo Giulia Super 1300 (1973) - beim Vorstart - Rallye Peking-Paris 2016
Alfa Romeo Giulia Super 1300 (1973) - beim Vorstart - Rallye Peking-Paris 2016

Zu unserer Beruhigung gab es dann aber noch eine gute Stunde offizielle Aufklärung über das Navigieren, miteingeschlossen Roadbook und GPS, sowie Anweisungen für den morgigen Start.

Beppi und ich machten noch letzte Fitness-Anstrengungen, verbunden mit einem Saunaaufguss, danach ein kurzes Nachtessen und anschliessend frühe Nachtruhe.

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12. Juni

04:15 Weckruf und Duschen. Dann mit dem Gepäck zum Auto und versuchen, all die schweren Säcke aufzubinden. Schon bald kamen Fragen wie: Macht ihr nach der Rallye noch ein paar Monate Urlaub? Welche Leichen schleppt ihr da noch mit? Oder, seid ihr von euren Frauen mit Sack und Pack aus dem Haus gejagt worden?

Noch ein schnelles und nervöses Frühstück, dann um sechs Uhr Abfahrt in Richtung Great Walls. Dort angekommen wurden für uns chinesische Drachentänze aufgeführt.

Der offizielle Start der Rallye ist Punkt 8:00 und im Minutentakt geht die Fahrt von Peking nach Datong, eine Stadt die mit 1,5 Mio. Einwohner für China eher Provinzcharakter hat.

Bild Rockne Six 75 (1932) - Schweizer Team am ersten Tag, auf der Route Great Wall - Datong - Rallye Peking-Paris 2016
Rockne Six 75 (1932) - Schweizer Team am ersten Tag, auf der Route Great Wall - Datong - Rallye Peking-Paris 2016

Dieser erste Tag diente hauptsächlich dazu, sich an die Umgebung, das Auto und die Navigation zu gewöhnen. Ausserhalb von Peking war die Fahrweise der Einheimischen noch viel chaotischer und wir teilten die Strassen mit vielen exotischen Lastwagen, die in der Schweiz augenblicklich aus dem Verkehr gezogen würden …

Die erste Etappe von 400 km stellte für uns keine Probleme dar und wir hatten Spass. Das reichhaltige Abendessen mit den Hühnerfüssen neben der chinesischen Schwarzwäldertorte war jedoch etwas gewöhnungsbedürftig.

13. Juni

Heute standen rund 600 km von Datong nach Erenhot in der inneren Mongolei der Volksrepublik China auf dem Programm. Bereits am zweiten Tag die erste grosse Schrecksekunde: Nach dem Auftanken konnten wir Heiri nicht mehr starten und mussten ihn anschieben.

Zurück imHotel machten wir die ersten Analysen und dachten, dass entweder die Batterie infolge eines Alternator-Schadens entladen sei oder, dass der Anlasser den Geist aufgegeben hätte. Es stellte sich dann aber heraus, dass es nur ein Problem der Batterie war.

14. Juni

Tagwache um 5:00 Uhr. Die Etappe führt nach Undershireet, rund 400 km lang, mit Grenzüberschreitung und weiter in die Wüste Gobi. Vor dem Start musste Heiri erneut angeschoben werden. Dann folgte eine riesengrosse Prozedur bei der Ausreise aus China. Bei mir wurde der Einreisestempel nicht gefunden und schon sass ich im Büro. Schon wurde mir der Vorwurf der illegalen Einreise gemacht, doch die Chefin fand schliesslich den ominösen Stempel und alles war wieder gut.

Bild Chevrolet Coupe (1939) - am Tag 3 - Erenhot to Camp - Rallye Peking-Paris 2016
Chevrolet Coupe (1939) - am Tag 3 - Erenhot to Camp - Rallye Peking-Paris 2016

Als erstes grosses Abenteuer folgte dann das Zeitrennen in der Wüste Gobi. Doch oh Schreck, noch vor dem ersten Zeitfahren riss die Fixierung des hinteren rechten Stossdämpfers ab. Mit Klebeband wurde er an die Karosserie gepappt……und weiter ging`s mit bis zu 80km/h durch die Wüste alles auf Sand und Stein…. wir kamen durch.

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15. Juni

Nach der ersten Nacht im Zelt ging die Fahrt weiter nach Ulan Baatar, der Hauptstadt der Mongolei, welche mit 1,4 Millionen Einwohner nahezu die Hälfte der Gesamtpopulation der Mongolei beherbergt.

Bild Porsche 356A (1956) - Tag 6 - Ulaan Baatar - Bulgan - Rallye Peking-Paris 2016
Porsche 356A (1956) - Tag 6 - Ulaan Baatar - Bulgan - Rallye Peking-Paris 2016

Im Zeitrennen auf schwieriger - unvorhersehbare Löcher und Furchen, sandige und zum Teil steinige Unterlage - brach uns die untere hintere Fixierung beider Stossdämpfer ab. Wie sich später herausstellte war es ein Konstruktionsfehler. Ging der Wagen auf Block so fehlten rund sieben Millimeter zum Gummipuffer. Da der Schlag so nicht abgefedert werden konnte brachen die Halterungen. Mit Klebeband wurden beide Dämpfer an der hinteren Stosstange festgeklebt, bis später ein Mongole die beiden Halterungen von unten wieder ans Auto schweisste und zur Endkontrolle hüpften alle anwesenden Mongolen auf dem Auto herum.

Eines der grösseren Zeitrennen hatte es wirklich in sich und beinhaltete eine steile Bergfahrt. Heiri schaffte diese leider nicht, trotz all dem Ansporn der mongolischen Zurufen. Beppi musste umdrehen, runterfahren und eine weniger steile Strasse suchen. Wir verloren viel Zeit.

Unsere Freunde Claus und Tjorven hatten viel Glück im Unglück als an ihrem Bentley die Spurstange kurz nach dem Zeitrennen brach. Die beiden verbrachten die Nacht in der Kabine eines russischen Lastwagens, der ihren havarierten Bentley in eine Garage nach Ulaan Baatar brachte, notabene für vier Dollar pro zurückgelegten Kilometer.

Am Ziel angekommen suchten wir sofort eine Werkstatt auf und schweissten von 18:00 Uhr bis Mitternacht. Unter anderem bekam Heiri eine komplett neue Anpassung der hinteren, oberen Stossdämpfer-Fixierung. Diese wurde nach hinten versetzt, so dass der schrägere Winkel den beiden Dämpfern einen längeren Weg gibt, um bei komplettem Einknicken das Einschlagen in die Endarretierung verhindert.

16. Juni

Aus dem ersten Ruhetag wurde ein richtig harter Arbeitstag. Der Geheimtipp von Ruedi, einem Schweizer-Kollegen, dass die Mercedes Werkstatt von Ulan Baatan gut für Reparaturen ausgerüstet sei, wollten wir nutzen. Den Geheimtipp kannten aber alle anderen auch und so waren wir nicht ganz allein da. Eine genauere Analyse zeigte nun, dass unsere Gelbatterie defekt war. Ich konnte einen anwesenden deutscher Tourist überzeugen, mich mit seinem Nissan auf den Markt zu fahren, um eine neue Batterie zu kaufen. Das Abenteuer im chinesischen Verkehr dauerte rund zwei Stunden. Aber die neue Batterie auf Säurebasis erweckte Heiris Anlasser zu neuem Leben. Dazu checkten Beppi und ich noch alle Hauptkomponenten durch und machten die nötigen Servicearbeiten. Durch die argen Strapazen der letzten Tage mussten viele der Schrauben am Auto nachgezogen werden.

17. Juni

Von Ulaan Baatar ging die Reise weiter nach Bulgan, eine Strecke von 340 km mit völlig unterschiedlichen Gesichtern. Die erste Hälfte verlief auf einer relativ guten Asphaltstrasse, jedoch mit mühsamer Kolonnenfahrt aus der Stadt. Der zweite Abschnitt hatte es aber in sich, mit typischer Wüsten-Rallye-Fahrt auf steinigem, sandigem und gefährlichem Furchen-Untergrund.

Bild Chevrolet 210 (1957) - in der Weite der Landschaft - Rallye Peking-Paris 2016
Chevrolet 210 (1957) - in der Weite der Landschaft - Rallye Peking-Paris 2016

Fast alle Schweizer schafften den Tag mit Bravour und so feierten wir am Abend mit Wein und Bier in der Schweizer Zeltburg. Nur zwei fehlten dabei. Manu und Röbi, die unglücklicherweise einen grösseren Schaden an ihrem Rockne Six erlitten. Das linke Vorderrad wurde in einer der Furchen weggerissen. Mongolische Lastwagenfahrer kamen zu Hilfe und schweissten mit Hilfe von zwei Lastwagenbatterien den Achsschenkel wieder zusammen, was zumindest für die nächsten 50 km hielt.

18. Juni

Die 350 km von Bulgan nach Murun waren eine weitere Tortur für alle Fahrzeuge. Sehr steinige und hügelige Strecken führten uns durch die beeindruckende mongolische Landschaft.

19. Juni

Für die 390 km von Murun nach Uliastai war es von Vorteil, genügend Bodenfreiheit zu haben. Einmal mehr bestätigte sich die gute Wahl mit unserem Chrysler Roadster. Wir hatten den Eindruck, dass wir alles durchleben konnten, was die Wüste Gobi zu bieten hat. Wir durchquerten Flüsse, hügelige Gegenden, fuhren auf tieffurchigem Gelände (Furchen bis zu 40 cm Tiefe) und auf sehr steinigen Wegen, die ohne weiteres das Differential hätten aufschlitzen können …

Bild Mini Cooper (1968) - Servicearbeiten unterwegs am Tag 4 - Camp - Ulaan Baatar - Rallye Peking-Paris 2016
Mini Cooper (1968) - Servicearbeiten unterwegs am Tag 4 - Camp - Ulaan Baatar - Rallye Peking-Paris 2016

Und wie es sich gehört auch Zeitabschnitte auf weichen, sandigen und kurvenreichen Strecken. Ein Bravo an alle, die diese Strecke in Autos mit kleiner "ground clearance" (Bodenfreiheit) geschafft haben, wie unsere Freunde Beat und Peter mit ihrem Mustang oder andere Autos wie der Mini oder auch der Morgan.

Am Abend war noch unserer Hilfe gefragt für eine Teamarbeit am Chevy Coupé von Renate und Andreas. Beide Blattfedern waren gebrochen. Mit vereinten Kräften gelang es uns das Gefährt wieder fahrtüchtig zu machen. Es war beeindruckend wie andere Chevy-Teams sofort bereit waren ihre Reservefedern abzugeben.

20. Juni

Da der Drucker streikte, mussten wir, bei strömendem Regen, früh morgens Handy-Kopien von den Routenänderungen machen. Heute ging es von Uliastai nach Chjargas Lake, ca. 350 km. Die Wüste Gobi zeigte einmal mehr ihre Gegensätze. Start bei kaltem und feuchtem Wetter mit Horizontalregen auf 1770 Meter über Meer bis auf 2000 Meter und dann wieder hinunter auf 1000 Meter zum Camp mit angenehmeren Temperaturen aber viel Wind.

Beppi fuhr sehr gute Zeitabschnitte, aber beim dritten Time Trial versagte der Navigator (Chris) und wir mussten nach einer kleinen Bergfahrt wieder umdrehen und das Ziel von der entgegengesetzten Richtung anfahren. Wichtig aber war, dass wir noch immer auf Kurs für eine Goldmedaille waren.

Bild Rallye Peking-Paris 2016 - Nachtlager mit Zelten und Nomaden
Rallye Peking-Paris 2016 - Nachtlager mit Zelten und Nomaden

Im Camp von Chjargas Lake angekommen, mussten wir knapp drei Stunden auf den Tanklastwagen warten, dabei waren wir das sechste Auto in der Schlange. Das Benzin floss nur mit Fliehkraft (keine Pumpe) und der Tankschlauch war mehr für Mofas konzipiert. Das heisst, dass das Betanken die ganze Nacht in Anspruch nahm und eine Zeittabelle für die Teilnehmer erstellt werden musste.

Unser Chrysler war wieder etwas angeschlagen. Der vordere rechte Stossdämpfer war abgerissen. Wir mussten eine neue Fixierung kreieren, was rund zwei Stunden in Anspruch nahm. Fünf Autos konnten das Camp nicht aus eigener Kraft anfahren, ein weiteres Dutzend Fahrzeuge hatte mittlere bis schwere Probleme.

Ich selber hatte mit Problemen anderer Art zu kämpfen. Mit dem Aufkommen eines heftigen Sturmes wurde das Aufstellen des Zeltes zur Herausforderung. Der Sturm wurde so heftig, dass die Zelte wieder abgebrochen werden mussten. Leider ging bei dieser Prozedur eine Zeltstange zu Bruch und die Aussenhülle wurde leicht aufgeschlitzt.

21. Juni

Der letzte Tag in der Mongolei und die verbleibenden 350 km in Richtung russischer Grenze waren sehr beeindruckend. Wir gewannen stetig an Höhe und fuhren vielfach auf Sandpisten, zu vergleichen mit einer 6-spurigen Autobahn. Einfach "geil" zu fahren und eine einmalige Erfahrung. Unser letztes Camp in Olgiy lag auf 2100 m Höhe. Bei Heiri mussten wir nur die Fixierung der Stossdämpfer mit der Schraube, die wir am Mittag beim Zeitfahren gerade noch retten konnten, neu festschrauben.

Bild Datsun 240Z (1973) - Gesamtsieger bei den "Classics" - unterwegs in Europa - Rallye Peking-Paris 2016
Datsun 240Z (1973) - Gesamtsieger bei den "Classics" - unterwegs in Europa - Rallye Peking-Paris 2016

Sicher ein halbes Dutzend Autos schafften es nur auf der Ladefläche, einer dieser älteren mongolisch/russischer Laster ins Tagesziel. Die halbe Nacht wurde geschweisst und gehämmert. Die Nacht war kalt und in der Früh war das Aussenzelt mit Reif belegt.

22. Juni

Um acht Uhr fuhren wir im Convoi volles Rohr in Richtung russische Grenze. Zum Glück hatten die Organisatoren viel Zeit einberechnet und nur 120 km nach der Grenze das nächste Camp in Altai eingerichtet.

Für die Grenzüberschreitung brauchte es enorm viel Geduld. Erst beim Verlassen der Mongolei und dann für die russische Einreise. Wie kann man fünf Stunden extrem ineffizient verbringen….? Glücklicherweise waren heute insgesamt nur 180 km zu fahren.

Bild Mercedes-Benz 450 SLC (1973) - Service-Halt nach Zusammenbruch am Tag 3 - Erenhot to Camp - Rallye Peking-Paris 2016
Mercedes-Benz 450 SLC (1973) - Service-Halt nach Zusammenbruch am Tag 3 - Erenhot to Camp - Rallye Peking-Paris 2016

Wir kamen früher als üblich ins Camp und fast keine Schreibereien waren nötig. Am meisten freute uns, dass Ruedi mit seinem Chevrolet auch wieder zu uns gestossen war, wenn auch nur auf vier Zylindern. Am Abend vorher hatte vor allem Claus alles versucht, um Ruedi`s Chevy wieder in Gang zu bringen: Vom Zündverteiler, Zündung, Kabelwechsel, Kerzen, bis hin zur Benzinzufuhr. Frustrierend!

23. Juni

Heute stand eine etwas längere Fahrt von Altai nach Aya auf dem Programm. Heiris Start war genau um 7:24 Uhr. Die Distanz wäre auf Asphalt kein Problem, aber fast die Hälfte wurde auf Schotterstrassen gefahren. Dazu kam noch ein Zeitfahren mit vier Sektionen, wo man punktgenau ankommen musste. Die Durchschnittsgeschwindigkeit war sehr hoch gesetzt für diese Strassenbedingungen, es handelte sich ja eigentlich um eine reine Forststrasse. Zudem war im zweiten Abschnitt ein Steilstück, das Heiri an die Grenzen seiner Kräfte brachte. Insgesamt waren wir in drei Sektionen in der Zeit, nur in der vierten wurde uns wegen des Steilstücks eine Zeitstrafe von zwei Minuten aufgebrummt.

Bild Alfa Romeo Giulia (1973) - Tag 2 - Datong - Erenhot - Rallye Peking-Paris 2016
Alfa Romeo Giulia (1973) - Tag 2 - Datong - Erenhot - Rallye Peking-Paris 2016

Es musste richtiggehend gerast werden, was Beppis Begeisterung in Grenzen hielt.

24. Juni

Gut ausgeruht ging es heute weiter auf eine 560 km lange Etappe von Aya nach Novosibirsk, der drittgrössten Stadt Russlands. Miteingeschlossen waren zwei Zeitrennen auf sandigem Boden durch den Wald, was für unseren Chrysler sehr kräfteraubend war. Es war eine sehr staubige, aber grossartige Fun-Angelegenheit. Pech nur, wenn man eine Panne hatte; ein paar Teams schluckten sehr viel Staub! Der Dreck wurde dann am Abend an der Hotelbar so richtig weggespült. Zwei Zeitrennen mussten infolge eines heftigen Gewitters am Vortag annulliert werden.

Bild Ford 62 (1938) - 3. Platz für Nigel Lee und Richard Turner - Rallye Peking-Paris 2016
Ford 62 (1938) - 3. Platz für Nigel Lee und Richard Turner - Rallye Peking-Paris 2016

P.S. Aus unerklärlichen Gründen lief Ruedi`s Chevy wieder wie geölt und zeigte das nötige Drehmoment und genügend Power. Vielleicht eine Kombination von besserem Benzin und weniger Höhe.

25. Juni

Sogenannter Ruhetag, aber eigentlich besser Service und Reparaturtag, Wellness für Heiri. Frühstück um 7:00 mit Quentin, dem Chef vom lokalen CAT-Händler. Um 8:00 direkt zum CAT-Workshop. Dort erwartete uns ein gutes halbes Dutzend Mechaniker, Elektriker und Schweisser, angeführt vom Service-Direktor Simon. Das Hauptproblem war eine gute Lösung für die Fixierung der vorderen Stossdämpfer zu finden. Nach etlichen Diskussionen und unter Einbezug eines Feinmechaniker-Ateliers, dessen Chef speziell für uns zur Arbeit kam, fanden wir die passende Lösung. Heiri bekam den verdienten Vollservice: alle Flüssigkeiten und Filter wurden gewechselt, die Fettpresse reichlich genutzt, Reserveradhalterung mit einiger Mühe wieder zurecht gehämmert, die Türen gerichtet, so dass sie wieder normal geschlossen werden können.

Fazit: Heiri sah wieder aus wie neu. Am Abend stand noch ein klassisches Konzert der Philharmonie von Novosibirsk auf dem Programm.

26. Juni

Um 8:00 war offizieller Start vor dem Marriott Hotel. Für uns hiess dies 8:35, da wir Ränge gut gemacht haben. Je besser, je später der Start. Wir lagen zu diesem Zeitpunkt auf dem 12. Rang in der Vintageant Category und auf dem 3. Platz in unserer Klasse 1929/30.

Es wurde ein langer und anstrengender Tag, mit unseren ausser Programm gefahrenen Zusatzschlaufen spulten wir über 700 km, von Novosibirsk nach Omsk, ab.

Bild La France Tourer Speedster (1917) - Tag 17 - Tyumen - Ekaterinberg - Rallye Peking-Paris 2016
La France Tourer Speedster (1917) - Tag 17 - Tyumen - Ekaterinberg - Rallye Peking-Paris 2016

Wir hatten uns so richtig verfahren und befanden uns irgendwo im Nirgendwo auf Flur- und Ackerwegen. Eigentlich waren wir auf der Suche nach einer Sonderprüfung, die dann aber sowieso infolge schlechten und matschigen Bedingungen buchstäblich ins Wasser fiel.

Am Abend in Omsk, musste als Erstes die Fixierung des vorderen linken Stossdämpfers wieder gewechselt werden. Zum Glück gab uns der CAT-Händler zwei zusätzliche, komplette Sets der neuen Version mit.

27. Juni

Heute fuhr Beppi die lange und ermüdende Strecke von Omsk nach Tyumen, ca. 680 km und sehr viel Asphalt, mit nur einem grösseren, schönen Abstecher in die Dörfer. Zwischendurch hatte es ziemlich stark geregnet und die Sicht war gefährlich eingeschränkt. Wie üblich hielten wir auch dieses Mal nur zum Tanken und am frühen Nachmittag für einige Snacks an.

Bild Chevrolet Coupe (1940) - JEff Barden und LInda Bellinger aus Grossbritannien am Tag 15 - Novosibirsk - Omsk - Rallye Peking-Paris 2016
Chevrolet Coupe (1940) - JEff Barden und LInda Bellinger aus Grossbritannien am Tag 15 - Novosibirsk - Omsk - Rallye Peking-Paris 2016

Am Abend wurde noch das Differential-Oel kontrolliert und wir waren glücklich, dass entgegen unseren Befürchtungen kein grosser Verlust zu erkennen war. In Novosibirsk mussten wir rund 1,5 Liter Öl nachfüllen, was relativ viel auf ein Gesamtvolumen von 2,5 Liter war.

28. Juni

Wieder Änderungen im Roadbook. Wegen starkem Regen wurde der Time Trial abgesagt, aber wir konnten zwei Einzelwertungen auf einer Autocross-Piste fahren. Das machte grossen Spass. Ansonsten war es für uns mit “nur" 380 km ein relativ ruhiger und relaxter Tag. Im Gegensatz zum zurückliegenden Team von Jan und René, die mit ihrem Buick Cabriolet einen ganzen Tag und die ganze vorherige Nacht, rund 1300 km von Novosibirsk bis Ekaterinburg durchfahren wollten, aber wieder vom Pech gestoppt wurden. Ein Loch im Kolben des 7. Zylinders hinderte den Buick am Vorankommen.

29. Juni

Alles in allem war die Fahrt der 480 km von Ekaterinburg nach Perm ziemlich gemütlich und auch nicht zu anstrengend. Nur das Wetter war heute sehr unfreundlich, aber wir wussten uns entsprechend anzuziehen.

Bild Porsche 356A (1956) - Tag 2 - Datong - Erenhot - Rallye Peking-Paris 2016
Porsche 356A (1956) - Tag 2 - Datong - Erenhot - Rallye Peking-Paris 2016

Eine weitere Diskussion wegen unseres defekten Trackers, der uns seit rund 10 Tagen unsere Fahrt nicht mehr verfolgen liess, trug endlich Früchte und wir bekamen einen neuen.

30. Juni

Ein sehr anstrengender Tag von Perm nach Kazan mit nahezu 700 km …

Mehrere hundert Kilometer lang war die Strasse übersät von Schlaglöchern, wo man schon von weitem dachte, dass ein Feldhase sich drin verstecken würde, doch dann musste man einem Loch ausweichen, worin sogar ein Esel gut Platz gefunden hätte. Wir sprechen hier übrigens von Asphalt-Schnellstrassen.

Vielfach führten unsere Strecken auch durch wunderschöne Landschaften und kleinere Dörfer. Teer kannte man dort aber noch nicht. Es fühlte sich an, als ob wir durch Felder und Wiesen fuhren, wo irgendwelche alten russische Bulldozer eine Fahrschneise gepflügt hatten, so dass man sich durch ausgekarrten Sand und Lehmboden mit vielen Furchen und Löchern durchschlängeln musste. Unser Heiri schüttelte sich selbst und seine Crew arg durch.

Bild Chervolet Coupe (1939) - Tag 19 - Perm - Kazan - Rallye Peking-Paris 2016
Chervolet Coupe (1939) - Tag 19 - Perm - Kazan - Rallye Peking-Paris 2016

Dazu kamen noch zwei Sonderprüfungen gegen die Zeit auf Sand und Lehm. Die Nummer war nicht ungefährlich, da der Gegenverkehr, zum Teil auch Lastwagen, nicht immer sofort ausweichen wollten. Auf flotter Fahrt, passierte dann, was wir schon länger befürchteten. Ein lauter Knall und der Alternator gab seinen Geist auf.

Bild Chrysler 70 (1930) - ein defekter Alternator stoppt die Fahrt - Rallye Peking-Paris 2016
Chrysler 70 (1930) - ein defekter Alternator stoppt die Fahrt - Rallye Peking-Paris 2016

Die Batterie ist stark genug für den Stromverbrauch, aber die Wasserpumpe muss angetrieben werden. Da hatte Beppi die zündende Idee und band drei Kabelbinder zusammen, die als Keilriemen zwischen Kurbelwelle und Wasserpumpenpulley dienen sollten. Damit schafften wir die 80 km problemlos bis zur Kazan Rennstrecke und fuhren auch hier noch gute Rundenzeiten.

1. Juli

Erstaunlich wie an diesem Servicetag (und wieder nicht Ruhetag) die meisten Teams schon vor sechs Uhr zum Frühstück kamen. Bruce, der Kiwi-man, zögerte nicht eine Sekunde und übergab uns seinen Ersatzalternator. Auch Mike kontaktierte die Serviceleute um einen Rat bezüglich der losen Speichen einzuholen. Graeme, der lokale CAT-händler, holte uns ab und wir folgen ihm zu Mantrac`s Workshop.

Dort erwarten uns bereits vier oder fünf Leute und machen sich sofort an die Arbeit, um eine neue Halterung für den Alternator zu konstruieren. Wie schon beim letzten Ruhetag wurde Heiri auf Herz und Nieren überprüft. Gegen 16 Uhr brachten wir Heiri, der wieder in altem Glanz erstrahlt, zurück auf den Hotel-Parkplatz, wo ein riesiger Menschenauflauf unsere Autos bestaunte.

2. Juli

Die 420 km von Kazan nach Nizhny Novgorod verliefen ausnahmsweise komplett auf Asphalt. Die ursprünglich vorgesehene Route hätte über Sand-, Kies- und Schotterstrassen geführt, musste aber, wie auch die Sonderprüfungen, infolge des starken Regens kurzfristig geändert werden.

3. Juli

Heute waren 480 km von Nizhny Novgorod nach Zavidovo mit mehreren Sonderprüfungen bei super schönem und warmem Wetter angesagt. Wir konnten den Tag mit dem Zeitrennen auf dem offiziellen Rundkurs von Nizhny Novogorod, ca. 30 km ausserhalb der Stadt beginnen.

Bild Chrysler 70 (1930) - "Heiri" muss einiges aushalten - Rallye Peking-Paris 2016
Chrysler 70 (1930) - "Heiri" muss einiges aushalten - Rallye Peking-Paris 2016

Zusätzlich gab es noch Sonderprüfungen auf einer Sandbahn mit Steigungen und vielen Schlangenkurven. Zum Schluss auch noch eine auf Asphalt. Wie sich spätabends herausstellte,  konnten wir unseren 11. Platz gut verteidigen. Wir befinden uns im Sandwich von drei Bentleys, zwei vor und einer hinter uns. Alle drei haben aber mindestens das Doppelte an Pferdestärken vorzuweisen. Beim Fahrzeugcheck wurde vorne rechts ein undichter Bremszylinder entdeckt.

4. Juli

Den grössten Teil der Strecke von Zavidovo nach Smolensk absolvierten wir auf guten Asphaltstrassen. Leider begann es wieder zu regnen und die letzten 200 der insgesamt 540 km schüttete es wie aus Kübeln. Wir konnten kaum noch etwas sehen. Auf zwei Rennstrecken fuhren wir weitere Sonderprüfungen. Am Abend half uns ein Taxi das Hotel zu finden, was nur an der schlechten Wegbeschreibung liegen konnte. Das Taxi wurde sofort beschlagnahmt und mit Zeichensprache und einer Adresse sollte er uns zu einer Garage führen, die etwas von Speichenrädern verstehen musste. Zum Schluss aber: ausser Spesen nicht`s gewesen, da die Leute nur erstaunt die Speichen anfassten und untereinander diskutierten….
Zurück auf dem Hotelparkplatz bauten wir den Thermostat wieder ein und führten die üblichen Checks durch. Leider fanden wir eine weitere lockere Speiche am vorderen rechten Rad, die wir nur mit Mühe etwas nachziehen konnten. Die Speichen bereiten uns momentan die grössten Sorgen.

5. Juli

Der heutige Tag war wieder ein echter Marathon. Über 700 Kilometer unter verschiedensten Wetter- und Strassenbedingungen liess uns erst nach 20:00 Uhr das Ziel Minsk erreichen. Aber die Sonderprüfungen auf Sand machten viel Spass. Mit den 60 Pferdchen realisierten wir sehr akzeptable Zeiten, was uns half, Willy (ein Platz hinter uns) mit seinem Bentley Derby auf 8 Minuten zu distanzieren. In Polatsk, dem geografischen Mittelpunkt von Europa, hatten wir eine Stunde Mittagspause.

6. Juli

Noch immer herrschten frische Temperaturen und auch die Sonne wollte sich nicht zeigen. Wir entschlossen und, mit geschlossenem Dach zu starten. Wie sich später herausstellen sollte, war dies eine gute Idee. Die Fahrt von Minsk nach Brest betrug rund 450 km. Bereits 60 km nach dem Start war bereits die erste Sonderprüfung auf Sand. Beppi fuhr eine sehr gute Zeit und im zweiten Lauf verbesserten wir uns noch um 8 Sekunden. Wieder gab es eine obligate Mittagspause.

Es folgten gute 150 Autobahnkilometer, davon die Hälfte auf schnurgerader Strecke, was bei der Navigation half, da es teilweise extrem stark regnete, was uns Aquaplaning und miserable Sicht bescherte. Kurz vor Brest fand eine weitere Sonderprüfung unter ganz schlechten Bedingungen auf einer Strecke mit riesigen Schlaglöchern statt. Heiri musste leiden. Was die Sache noch verschlimmerte, war, dass wir dieselbe Strecke zweimal fahren mussten. Es waren keine ideale Bedingungen, da langsamere und schnellere Autos mit kurzen Abständen auf die Piste geschickt wurden. Ein Überholen war extrem schwierig, was zu Szenen mit Stinkefinger und "Autoschubsen" führte.

Es lohnt sich wirklich, am Ende eines jeden Tages das Auto zu überprüfen. Heute fanden wir unnatürlich viel Spiel in der Lenkung. Die Lenkstange auf der linken Seite hatte sich gelöst und das Gewinde war durch die Schläge arg strapaziert. Glücklicherweise konnten wir zwei zusätzliche Umdrehungen links reindrehen und auf der rechten Seite dementsprechend lösen um die Spur beizubehalten. Wir hofften, dass dieser Trick eine bleibende Lösung sein würde, zumindest bis Paris.

7. Juli

Heute verschob sich der ganze Tross von Weissrussland nach Polen, miteingeschlossen eine Fahrt von ungefähr 320 km nach Rezeszow. Die Grenzüberschreitung nahm "nur" knapp zwei Stunden in Anspruch. Zunächst die Ausreiseformalitäten, wobei mich dieses Prozedere immer wieder verwunderte, vor allem wenn man doch das Land verlässt. Wir mussten mindestens viermal den Pass zeigen….. Arbeitsbeschaffung…

Es gab vor allem zwei Sorten von Uniformierten, solche mit steifem Hut und solche mit Perret. Wir konnten den genauen Unterschied nicht exakt eruieren, aber steifer Hut bedeutete sicher "scharfer Hund"!  Apropos Hund, ein paar Dackel waren auch da, um nach Drogen zu schnüffeln, aber unsere Schmutzwäsche schreckte sie ab.

8. Juli

Von einer extra gebauten Startrampe wurden wir vom Stadtmarktplatz in Rezescow mit viel Applaus auf die Weiterreise geschickt. Das tollste an dem Tag war, dass wir bei Sonnenschein und ohne Regen nach Kosice fahren durften. Eine wahre Wohltat im offenen Chrysler durch die schöne Landschaft zu fahren. Die vier Sonderprüfungen des Tages verlangten wieder volle Konzentration. Heiri wurde mit den Steigungen und Abfahrten wieder so richtig gefordert. Einige PS und stärkere Bremsen hätten heute geholfen. Zum Glück hatten wir noch die Handbremse…..

Bild Rallye Peking-Paris 2016 - Alpenpässe in Europa am 34. Tag auf der Route von St. Moriitz nach Lausanne
Rallye Peking-Paris 2016 - Alpenpässe in Europa am 34. Tag auf der Route von St. Moriitz nach Lausanne

All diese Rennen sind nicht ganz ungefährlich, was wir heute auch zu sehen bekamen. Ein Ford Escort überschlug sich, zum Glück ohne Personenschaden. Die lokalen Helfer versuchten den Hundeknochen mit Hammer und Brechstangen wieder in seine alte Form zu bringen.

Bild Ford Escort Mexico Mk1 (1969) - mit deutlichen Kampfspuren an Front und Heck nach einem Überschlag - Rallye Peking-Paris 2016
Ford Escort Mexico Mk1 (1969) - mit deutlichen Kampfspuren an Front und Heck nach einem Überschlag - Rallye Peking-Paris 2016

Ein Mustang, der in der Classic-Wertung auf Platz zwei lag, kam von der Strecke ab, überschlug sich, rammte Bäume und rutschte 30 m den Hang hinunter und kam zum Glück nur knapp vor dem See zum Stillstand. Der Beifahrer kam mit dem Schock davon, der Fahrer hingegen musste mit leichten Rücken- und Schulterproblemen hospitalisiert werden. Der Mustang war wohl ein Totalschaden.

Am Abend in Kosice entdeckten wir mindestens fünf lose Speichen am rechten Vorderrad und entschieden uns, dieses durch das letzte verbliebene Reserverad zu tauschen.

9. Juli

Und weiter ging’s bei gutem Wetter nach Ungarn, genau in dessen Hauptstadt Budapest. Kleine Pässefahrten gaben uns einen Vorgeschmack auf die bevorstehenden Alpen. Die Sonderprüfungen fanden wieder auf sehr schlechten Strassen statt, was unseren Heiri wieder arg quälte. Unser grösstes Problem aber blieben die Speichen.

Wir konnten weiterhin unseren 11. Platz alten. Nach hinten hatten wir uns zwei Minuten mehr Luft verschafft und nach vorn würde wohl nicht mehr allzu viel zu machen sein, ausser es fiele noch einer aus. Und wir mussten ja auch noch durchkommen.

10. Juli

Um das Risiko eines Ausfalls so gering wie nur möglich zu halten, brachten wir den Heiri sowie den Chevy mit der Startnummer 40 und den Mustang Nummer 68 zum HUNTRACO CAT Workshop. Andreas muss an seinem Chevy das Lager der Antriebswelle auswechseln. Zum Thema der Materialbeschaffung: Andreas Sohn Simon und seine Frau Yvonne kamen mit einem Bus voll mit Ersatzteilen schon einen Tag früher nach Budapest. Unter anderem wurden auch Emmanuels neue Vorderachse, sowie für uns vier neue Stossdämpfer, ein Alternator plus Kleinteile und für Ingos La France eine neue Kette und vieles mehr mitgebracht.

Das Highlight war für Beppi und mich natürlich die Ankunft vom Speichendoktor Moser, der alle sechs Räder prüfte und an fünf der sechs Speichen ersetzen musste.

Zusätzlich nutzten wir die Gelegenheit des Abspeckens: Wir demontierten den vorderen Panzerstahlschutzes sowie die beiden Kanister auf den Seiten. Einiges an Material sowie an Kleidern wurde entfernt. Jedes Kilogramm zählt, da der Heiri mit seinen 60 PS durch die Alpenpässe mit sich allein schon genug zu tun hatte.

11. Juli

Bei stahlblauem Himmel ging die Rallye weiter ins 440 km entfernte Maribor. Wieder hatten wir spannende Zeitrennen auf Kies und Schotter und auch wieder quer durch Wälder. Dabei kam wieder einer von der Strecke ab. Diesmal traf es ein Ford Coupé von 1938. Bei rund 36 Grad Hitze warteten wir über eine Stunde bis die Strecke geräumt war. Heiri bereitete uns je länger, je mehr Kopfzerbrechen. Mehrere Speichen vorne rechts hatten sich wieder gelöst und das Rad machte dementsprechend Lärm. Weitere Geräusche, die uns bis jetzt nicht aufgefallen sind, kamen vom Chassis oder der Aufhängung. Aber vielleicht hörten wir schon Geräusche, wo gar keine waren.

12. Juli

Heute war der Tag der Sonderprüfungen. Eine Strecke von 300 km auf vielen kleinen Strassen mit ständigem Auf und Bb, auf kleinen Pässen ergab eine Gesamtfahrtzeit von 8,5 Stunden. Als Vergleich war die direkte Fahrt von Maribor nach Ljubljana mit rund 180 km in rund 2,5 Stunden zu schaffen. Es lief derart kreuz und quer, dass ich schon glaubte, das eine oder andere Dorf, den einen oder anderen Bauernhof zwei- oder dreimal zu passieren.

Bild AMC AMX (1968) - Tag 24 - Smolensk - Minsk - Rallye Peking-Paris 2016
AMC AMX (1968) - Tag 24 - Smolensk - Minsk - Rallye Peking-Paris 2016

Die Sonderprüfungen auf abgesperrten Schotterstrassen machten aber wieder mächtig Spass. Unsere grosse Sorge galt weiterhin den Speichen, auch die innere Reihe begann sich nun zu lösen. In der Mittagspause bei über 30 Grad versuchte ich, sie so gut es nur ging festzuziehen. Auf dem einen Rennkurs mussten wir auf Zeit einen Geschicklichkeitsparcours mit Slalom durch extrem versetzte Pillonen absolvieren. Es wurden wesentlich mehr Pilonen abgeschossen als durchfahren.

Leider gab es beim sechsten Zeitfahren einen schweren Unfall. Unsere deutschen Freunde Helmut und Copilot Michael überschlugen sich mit ihrem offenen Bentley. Angeblich wurden beide aus dem Auto geschleudert, doch Helmut kam dabei unter das Auto. Die Übung wurde sofort abgebrochen. Aber zur Freude aller Teilnehmer konnte Helmut schon drei Tage später nach Frankfurt überführt werden und er befand in stabilem Zustand. Fazit: Brustkorb eingedrückt, diverse Rippenbrüche und weitere kleine Brüche, aber alle wichtigen Organe intakt. Immerhin.

13. Juli

Als erstes Team holten wir heute Heiri aus der Tiefgarage. Aber oh Schreck, schon auf den ersten zwanzig Metern mussten wir feststellen, dass auch beim neuen Vorderrad die Speichen lose waren. Nach einem Fast-Breakfast machten wir uns auf die Suche nach einer Garage mit Hebebühne oder Wagenheber, um die Räder auf der rechten Wagenseite gegenseitig auszutauschen. Dann noch schnell auftanken, die Roadbook-Änderungen eintragen und ab zum Start.

Bild Rallye Peking-Paris 2016 - Die Gegend in Italien, am 32. Tag auf der Etappe von Ljubljana nach San Martino di Castrozza
Rallye Peking-Paris 2016 - Die Gegend in Italien, am 32. Tag auf der Etappe von Ljubljana nach San Martino di Castrozza

Die bevorstehende Tagestour hatte den Länge von 500 km und führte von Ljubljana nach San Martina di Castrozza. Kaum überquerten wir die italienische Grenze, begann es, zum Teil so heftig zu regnen, dass die Sicht auf weniger als fünf Meter schrumpfte. Dazu kam auch noch Nebel. Infolge dieser miesen Verhältnisse wurden zwei Sonderprüfungen über die Pässe gestrichen, die Fahrt führte aber trotzdem auf der vorgegebenen Route. Wir fuhren nach Vorschrift, andere Teams kürzten ab und wählten den direkten Weg. Dafür wurden sie schwer bestraft, da in den Bergen anstelle der Zeitprüfungen "Passage-Controls" stattfanden.

14. Juli

Fahrt in die Heimat. Die Wettervorhersage versprach allerdings Schnee und es hatte auch tatsächlich geschneit, aber am Abend vorher. Beim offiziellen Start um 7:30 war es noch ziemlich bewölkt. Wider Erwarten schien die Sonne immer stärker durch die Wolken und nach den beiden Sonderprüfungen konnten wir das Dach öffnen. Am Lago di Molvena gab es eine kurze Mittagspause. Die letzten beiden Sonderprüfungen wurden abgesagt. Über weitere Pässe näherten wir uns der Schweizer-Grenze.

Bild Bristol 403 (1954) - in der Schweizer Passwelt - Rallye Peking-Paris 2016
Bristol 403 (1954) - in der Schweizer Passwelt - Rallye Peking-Paris 2016

Nach einem kurzen Stopp und einer Umarmung der anwesenden Schweizer Teams ging es weiter über den Bernina-Pass nach St. Moritz, wo wir von vielen Obwaldener-Freunden mit Fahnen und Fanfaren empfangen wurden.

15. Juli

Zum letzten Mal stand eine grosse Etappe mit mehreren Pässen von St. Moritz nach Lausanne und einer Streckenlänge von 450 km auf dem Plan. Schon vor dem Start war eine grosse Nervosität zu spüren. Eine handgeschriebene Notiz liess verlauten, dass der Albula-Pass infolge Schneefall geschlossen werden musste, so wurden wir über den Julier, Oberalp und Furka umgeleitet. Heute herrschte das absolute Wetterchaos. Beim Start leichter Regen, auf den Pässen Schnee und je mehr wir uns Lausanne näherten umso wärmer und sonniger wurde der Tag.

Die allerletzte Sonderprüfung der Rallye von Peking nach Paris fand am Croix de Coeur von Tzoumaz nach Verbier auf Schotter statt. Mein persönliches Ziel war, vom achten auf den siebten Rang vorzustossen. Wir mussten also gute zwei Minuten schneller sein als Vater und Sohn Matt und John Pecham auf ihren Chevy Coupe.

Das Motto war Vollgas und Heiri gab alles. Ich kann schon vorwegnehmen, dass wir eine der besten Zeiten überhaupt fuhren, uns am Ende aber “scheissige" sieben Sekunden fehlten. Die vergaben wir in einer Haarnadel, bei der eine steile Strasse 90 Grad wegführte, die wir fälschlicherweise hochschossen und somit dann wieder zurück auf die eigentliche Strecke rollen mussten.

16. Juli

Die zweitletzte Etappe führte über 520 km nach Reims in die Champagne. Der Tag war kühl, aber sonnig. Trotzdem fuhren wir mit offenem Dach raus aus der Schweiz und weiter durch Frankreich. Da keine Sonderprüfungen mehr anstanden, mussten wir einzig noch die "Passage-Controls" rechtzeitig passieren.

17. Juli

Es blieben nur noch die 200 km nach Paris zu fahren, trotzdem wurde die Fahrt zu einer Tortur, zumindest für mich als Navigator, aber auch für Heiri. Wir durchfuhren in dieser letzten Etappe hunderte von kleinen Dörfern, alles auf Nebenstrassen und ich hatte das Gefühl tausende von Ampeln und Kreisverkehre passieren.

In Paris angekommen, mussten wir uns in eine Warteschlaufe einfügen und wurden in Zehnergruppen losgelassen. Es war schon ein tolles, aber auch erleichterndes Gefühl, nach fast 14’000 km heil und in guter Verfassung, auf den eigenen vier Rädern anzukommen und das Zielportal zu durchfahren. Unsere Chrysler-Freunde hatten schon einen Platz für Heiri reserviert und so stand er zwischen dem Erst- und Zweitplatzierten.

Das Galadinner zog sich hin mit all den Preisvergaben. Trotz unserer Müdigkeit waren Beppi und ich überglücklich, wurden wir doch mehrere Male zur Bühne gebeten: Eine Goldmedaille für die Einhaltung und Erfüllung von strikten Tagesvorgaben. Nur 30 von 102 konnten diese straffen Bedingungen erfüllen. Sieger der Chrysler-Teamwertung, dritter in unserer Klasse (konnten aber den ersten Preis entgegen nehmen, da die ersten zwei in unserer Klasse, Bruce und Mike schon die ersten zwei in der Vintageant-Kategorie waren). Insgesamt belegten wir den 8. Rang mit 284 Stunden 53 Minuten und 39 Sekunden. Es fehlten uns nur gerade diese verfluchten sieben Sekunden zum siebten Gesamtrang. Für die 32 echten Rallyetage (ohne die 4 Ruhetage) hatten wir pro Tag neun Stunden fahrend im Auto verbracht.

18. Juli

Als ob das nicht schon genug gewesen wäre, fuhren die drei (mit Heiri) in aller Ruhe noch von Paris zurück nach Sarnen in unsere Heimat. So kamen noch weitere 650 km dazu. Ein grosser Empfang spielte sich auf dem Dorfplatz des Kantonshauptortes von Obwalden ab.

Bild Chrysler 70 (1930) - zweite Siegerehrung zuhause - Rallye Peking-Paris 2016
Chrysler 70 (1930) - zweite Siegerehrung zuhause - Rallye Peking-Paris 2016

Die richtige Vorbereitung ist die halbe Miete

Wir alle konnten nun, dank des Tagebuches, hautnah einem der letzten Abenteuer beiwohnen.

Nun verstehen wir auch, dass eine perfekte Vorbereitung der Weg zum grossen Ziel ist. Es beginnt bereits mit der richtigen Wahl des Autos. Bei neun Stunden am Tag im selben Auto auf Rüppelpisten ist ein gewisser Sitzkomfort von grosser Wichtigkeit. Mit Rückenschmerzen, oder unbequemer Sitzposition wird die Rallye zur absoluten Tortur. So bekam Heiri die Sitze eines Jaguar XJS verpasst. Die Mühe, genau diese Sitze extra aus England einzufliegen, hatte sich schwer gelohnt. Kein Rücken schmerzte und auch so boten sie den nötigen Komfort.

Auch die eigene körperliche Fitness ist nicht zu unterschätzen, so begannen die beiden Rallyeteilnehmer bereits zum Zeitpunkt der Einschreibung für die Rallye, ihre Körper auf ein gewisses sportliches Niveau zu trimmen.

Wie wir hören konnten, hatten die Dilliers ihre grössten Probleme mit den Speichen. Nicht einen einzigen Reifenschaden stoppte das Team. Mit den achtfach verwobenen Reifen (normal nur 2- oder 3-fach verwoben) traf man die perfekte Wahl. Auch zeigte der Motor dank eines neuen Kühlers mit 5-fachem Ventilator keinerlei thermische Probleme.

Wo das Team 17 aber masslos übertrieb war bei der Werkzeugauswahl. Man hätte damit jederzeit und überall eine Garage eröffnen können. Selbst Werkzeuge wie ein Spezialbohrer oder eine nie verwendete Sandschaufel wurden mitgeführt. "Wir haben total überreagiert, das Auto war hinten komplett gefüllt mit Ersatzteilen und Werkzeug. Eigentlich schleppten wir viel zu viel unnötigen Ballast mit."

“Schon am ersten Tag verloren wir hinten links viel Öl. Am zweiten Tag dann hinten rechts. Wir konnten uns anfänglich beim besten Willen nicht erklären, woher das Öl kam. Aber dann wurde alles klar, denn die mitgeführten Ersatzöl-Büchsen wurden auf den Holperstrassen zerschlagen und liefen aus”, erinnerten sich die Rallyefahrer. "Das meiste Werkzeug haben wir schliesslich unterwegs verschenkt."

Pro Insasse blieb nur Platz für je einen Seesack. Eigentlich viel zu wenig für rund 40 Tage. So suchte man nach den idealen Kleidern und fand diese in einer atmungsaktiven Unterwäsche. Getestet wurde alles schon Monate vor der Rallye. So trieb Beppi 6 Monate lang in der nie gewaschenen atmungsaktiven Unterwäsche Sport, nur um zu sehen, ob sie nun den Körpergeruch annimmt, oder eben nicht. Auch die Wahl von Zelt und Schlafsack wurde nicht dem Zufall überlassen. Anstelle eines grösseren Zweierzelts entschied man sich, in Hinsicht auf eine bessere Nachtruhe, für zwei kleinere Einzelzelte.

Chris und Beppi können auch stolz auf ihren Chrylser (“Heiri”) sein. Sie kamen durch, ohne neue Motoren oder Getriebe für viel Geld einfliegen lassen zu müssen. Andere Teams mussten dies sogar zweimal tun. Ein Bentley-Team liess sogar zwei Mal Mechaniker aus England einfliegen.
Natürlich können auch gesundheitliche Probleme die Rallye zur Qual machen. Die Dillier-Brüder hatten Glück, ausser etwas Schnupfen und leichtem Durchfall blieb alles unter Kontrolle und konnte mit leichten Medikamenten behoben werden. Der Copilot eines anderen Teams aber kämpfte rund drei Tage lang mit einer schweren Lebensmittelvergiftung, liess sich aber nicht davon abhalten weiterzumachen, obwohl diese Fahrten unter diesen Umständen sicher keine grosse Freude bereiten konnte.

Chris schrieb als letzten Satz ins Tagebuch: Das Rallye war eine "Life Time Experience" und macht Appetit auf mehr ….”
Vielleicht bringt er ja damit auch noch andere auf den Geschmack.

Die Ergebnisse

  • Gesamtrangliste “Vintageants”
    1. Bruce Washington/Harry Washington auf Chrysler 75 Roadster (1929)
    2. Mike Thompson/Andrew Davies auf Chrysler 75 Roadster (1929)
    3. Nigel Lee/Richard Turner auf Ford 62 (1938)
  • Gesamtrangliste “Classics”
    1. Mark Pickerung/Dave Boddy auf Datsun 240 Z (1973)
    2. Ludovic Bois/Julia Colman auf Volvo Amazon (1969)
    3. Murray Jackson/Adam Jackson auf Mercedes-Benz 450 SLC (1974)

Klassensieger

  • Class 1 “Pioneer Cars pre-1919”: Ingo Strolz/Werner Gassner auf La France Tourer (1917)
  • Class 2 “Vintage Cars 1920-1928”: Max Stephenson/Julie Stephenson auf Vauxhall OD 23/60
  • Class 3 “Vintage Cars 1929-1930”: Chris Dillier/Joe (Beppi) Dillier auf Chrysler 75 Roadster (1930)
  • Class 4 “European Vintage Cars 1931-1941”: Alex Vassbotten/Ole Havn auf Alvis Firefly (1933)
  • Class 5 “American Vintage Cars 1931-1941”: Colin Weekley/James Weekley auf Dodge Business Coupe (1939)
  • Class 6 “Classic Cars unter 2 Liter 1942-1964”: Paul Hickman/Sebastian Gross auf Bristol 403 (1954)
  • Class 7 “Classic Cars unter 2 Liter 1965-1966”: Patrick Sommer/Christine Sommer auf VW Karmann-Ghia (1966)
  • Class 8 “Classic Cars unter 2 Liter 1967-1976”: Adrian Hodgson/Mark Bramall auf Peugeot 504 TI (1978)
  • Class 9 “Classic Cars über 2 Liter 1942-1960”: David Roberts/Jo Roberts auf Sunbeam Alpine (1954)
  • Class 10 “Classic Cars über 2 Liter 1961-1976”: David Gainer/Peter St George auf Datsun 240 Z (1972)

Weitere Resultate sind auf der Website der Veranstaltung zu finden.

Teilnehmerfahrzeuge 2016

Kategorie St-Nr Fahrzeug Jahr Team
Vintage cars (1920-1931) 1 American La France 1915 Steve Trafton(USA)/Katherine Trafton(USA)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 2 La France Tourer Speedster 1917 Ingo Strolz(A)/Werner Gassner(A)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 3 Bentley 4½ Tourer 1926 Keith Ashworth(GB)/Norah Ashworth(GB)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 4 American La France 1925 Tim Taylor(USA)/Ike Trafton(USA)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 5 Vauxhall OD 23/60 1923 Max Stephenson(AUS)/Julie Stephenson(AUS)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 6 Bentley 3-4½ 1925 Bill Cleyndert(GB)/Jacqui Norman(GB)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 7 Bentley Super Sports 1928 Helmut Rothenberger(D)/Michael Schmidt(D)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 8 American Nash 1927 Lloyd Reddington(CAN)/Treacy Reddington(CAN)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 9 Bentley Le Mans 1927 Marco Rollinger(LU)/Marianne Hengesch(LU)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 10 Lancia Lambda 1927 Remon Vos(NL)/Emma Vos(NL)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 11 AC 16/40 Weymann Sedan 1928 Steve Gray(GB)/Chaz Gray(GB)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 14 Chrysler 75 Roadster 1929 Bruce Washington(NZ)/Harry Washington(NZ)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 15 Chrysler 75 Roadster 1929 Mike Thompson(GB)/Andrew Davies(GB)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 16 Chevrolet Int. Tourer 1930 Mattia Nocera(I)/Giacomo Foglia(I)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 17 Chrysler 70 Roadster 1930 Chris Dillier(CH)/Joe Dillier(CH)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 18 Ford Model A 1930 Rod Wade(AUS)/Austen Ritchie(AUS)
Vintage cars (1920 to 1931 type cars) 19 Ford Model A 1930 Andrew Boland(IRL)/Ann Boland(IRL)
Vintageant cars (1932-1941) 20 Alvis Firefly 1933 Alex Vassbotten(N)/Ole Havn(N)
Vintageant cars (1932-1941) 21 Rolls Royce Phantom II 1933 Hok Kiang Sia(MY)/Eric Kuan Rong Sia(MY)
Vintageant cars (1932-1941) 22 Alvis Silver Eagle Sport 1935 Richard Bowser(GB)/Paul Rivlin(GB)
Vintageant cars (1932-1941) 23 Bentley Derby 3½ 1935 Willy Van Loon(B)/Koen Van Den Broeck(B)
Vintageant cars (1932-1941) 24 Bentley Sport Special 1935 Claus Coester(CH)/Tjorven Schroeder(D)
Vintageant cars (1932-1941) 25 Bentley Sport Special 1936 Daniel Schoch(AUS)/John Young(AUS)
Vintageant cars (1932-1941) 27 Rockne Six 75 1932 Manuel Dubs(CH)/Robi Huber(CH)
Vintageant cars (1932-1941) 28 Hudson Terraplane Convertible 1934 Colin Smith(NZ)/Hernan Zanghellini(AUS)
Vintageant cars (1932-1941) 29 Ford Coupe V8 1937 Scott Tucker(USA)/Dave Stuart(USA)
Vintageant cars (1932-1941) 30 Buick Special Convertible 1936 Richard Nicholl(GB)/Neil Lawson-May(GB)
Vintageant cars (1932-1941) 31 Ford Model A 4 door 1935 Steve Lambert(AUS)/Ruth Lambert(AUS)
Vintageant cars (1932-1941) 32 Ford 62 1938 Nigel Lee(GB)/Richard Turner(GB)
Vintageant cars (1932-1941) 33 Ford Coupe 1936 Jim Clarke(GB)/Tanya Clarke(GB)
Vintageant cars (1932-1941) 35 Chevrolet Coupe 1938 Clint Smith(GB)/Trevor Finn(GB)
Vintageant cars (1932-1941) 36 Chevrolet Fangio Coupe 1938 Tim Eades(USA)/Willie McNickle(USA)
Vintageant cars (1932-1941) 37 Ford Coupe 1938 John Whitelock(GB)/Dyl Thomas(GB)
Vintageant cars (1932-1941) 38 Plymouth Coupe 1939 Antonio Viana-Baptista(PT)/Joao Baptista(PT)
Vintageant cars (1932-1941) 39 Chevrolet Master Coupe 1939 Bruce Power(AUS)/Jill Robilliard(AUS)
Vintageant cars (1932-1941) 40 Chevrolet Coupe 1939 Renate Hanselmann(LI)/Andreas Gabathuler(CH)
Vintageant cars (1932-1941) 41 Chevrolet Coupe 1939 Joe Robillard(USA)/Alzbeta Katuscakova(SK)
Vintageant cars (1932-1941) 42 Chevrolet Coupe 1939 Mike Butler(GB)/Georgie Machell(GB)
Vintageant cars (1932-1941) 43 Chevrolet Coupe 1939 Matt Peckham(USA)/John Peckham(USA)
Vintageant cars (1932-1941) 44 Chevrolet Master Coupe 1939 Philip Lindsten(SE)/Charles Cook(GB)
Vintageant cars (1932-1941) 45 Dodge Business Coupe 1939 Colin Weekley(GB)/James Weekley(GB)
Vintageant cars (1932-1941) 46 Chevrolet Coupe 1940 Guido Balocco(USA)/Edward Beiner(USA)
Vintageant cars (1932-1941) 47 Cadillac La Salle 1940 Jeff Barden(GB)/Linda Bellinger(GB)
Vintageant cars (1932-1941) 48 Pontiac Coupe 1940 Andrew Laing(GB)/Ian Milne(GB)
Vintageant cars (1932-1941) 49 Studebaker Coupe 1940 Richard Thomson(GB)/Paul Dilley(GB)
Vintageant cars (1932-1941) 50 Buick Super 8 1941 Jan Vyskocil(CH)/Rene Kuhni(CH)
Vintageant cars (1932-1941) 51 Chevrolet Business Coupe 1941 Vincent Duhamel(CAN)/Jean Mouret(F)
Vintageant cars (1932-1941) 52 Chevrolet Super Deluxe Coupe 1941 Rudy Hug(CH)/Andreas Astaller(D)
Vintageant cars (1932-1941) 54 Ford Super Deluxe 1941 Barry Shelton(AUS)/Marti Shelton(AUS)
Vintageant cars (1932-1941) 55 Ford Deluxe Coupe 1940 Jan Pettersson(SE)/Jonas Kohlscheen(SE)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 56 Bristol 403 1954 Paul Hickman(AUS)/Sebastian Gross(AUS)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 57 Peugeot 203 C 1955 Michel Beaussier(F)/Louise de Courreges(F)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 58 Porsche 356A 1956 Tony Connor(USA)/Jill Kirkpatrick(USA)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 59 Morgan plus 4 1960 Bjorn Schage(N)/Trond Brathen(N)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 60 Alfa Romeo Giulia Super 1971 Giorgio Schon(I)/Pierre Tonetti(I)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 61 Porsche 356C 1964 Charbel Habib(LB)/Walid Samaha(LB)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 62 Porsche 356SC 1964 Juan-Carlos Torres(CH)/Henri Sanchez(F)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 63 Volvo PV544 1964 Dom Bernaz(F)/Jean-Yves Di Martino(F)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 64 Volvo Amazon 122 1965 Claudine Bloom(GB)/Andrew Twort(GB)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 65 Volkswagen Karmann Ghia 1966 Patrick Sommer(D)/Christine Sommer(B)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 66 Porsche 911 1965 Peter Lovett(GB)/Tim Smith(AUS)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 34 Austin Mini 1972 Paul Hartfield(GB)/Chris Hartfield(GB)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 67 Alfa Romeo Giulia Super 1973 Roberto Chiodi(I)/Maria-Rita Degli Esposti(I)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 69 Alfa Romeo Giulietta TI 1969 Marco Cajani(I)/Alessandro Morteo(I)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 70 Volvo Amazon 122S 1968 Joanne Worth(NZ)/Heather Worth(NZ)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 71 Volvo PV544 1967 Arno Schenk(CH)/Philipp Schenk(CH)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 72 Volvo Amazon 123 GT 1968 Richard Allen(GB)/Graham York(GB)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 73 Ford Escort Mexico Mk1 1969 Simon Spinks(GB)/Jim Grayson(GB)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 74 Volvo 142 1969 Kerry Finn(AUS)/Andrew Webster(SGP)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 75 Volvo Amazon 1969 Ludovic Bois(F)/Julia Colman(GB)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 76 Ford Escort Mexico Mk1 1971 Nigel Farmer(GB)/Stephen Lovell(GB)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 78 Ford Capri 1972 Justin Fleming(GB)/Kristian Fleming(GB)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 79 Hillman Hunter 1974 Tony Sowerby(GB)/Dean Parsons(GB)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 80 Alfa Romeo Giulia Super 1973 Giancarlo Puddu(I)/Lorenzo Castellini(I)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 81 Alfa Romeo Giulia SuperBerlina 1973 Francesco Guasti(I)/Alessandro Guasti(I)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 82 BMW 2002 TII 1973 Ib Sorensen(DK)/Mogens Lauritsen(DK)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 83 Fiat 125P Polski 1973 Stephane Vandermolen(F)/Jurg Hugli(CH)
Classic Cars up to 2 litres (1942-1975) 84 BMW 518 1974 Angelo Cavalli(I)/Gianni Gentile(I)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 53 Ford Mustang 1967 Marc Buchanan(USA)/Mike Heywood(GB)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 68 Ford Mustang Fastback 1968 Peter Weigelt(CH)/Beat Hirs(CH)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 86 Bentley Petersen Speed 6 1951 Martin Lamb(GB)/Martyn Reeves(GB)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 88 Sunbeam Alpine 1954 David Roberts(GB)/Jo Roberts(GB)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 89 Peugeot 504 Ti 1978 Adrian Hodgson(GB)/Mark Bramall(GB)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 90 Lancia Aurelia B12 1955 Bryon Fusini(USA)/Stephen Waudby(USA)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 91 Chevrolet 210 1957 Jeff Urbina(USA)/Chris Pike(NZ)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 92 Jaguar MkII 1959 Matt Watson(GB)/Doug Atherley(GB)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 93 Mercedes 230 SL 1964 Nick Sleep(GB)/Jessica Sleep(GB)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 94 Mercedes 230 SL 1966 Mick de Haas(NL)/Anthony Verloop(NL)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 95 Aston Martin DB6 1967 James Alexandroff(GB)/David Jones(GB)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 96 Mercedes 250 SL 1967 Isobel Mathew(GB)/Nicola Mathew(GB)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 97 AMC AMX 1968 Jim Valentine(GB)/Jonathan Lodge(GB)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 98 Datsun 240Z 1971 David Hartley(GB)/Stephen Hardwick(GB)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 99 Ford Mustang Mach 1 1969 Gunther Schmidt-Lindner(AUS)/Jillian Schmidt-Lindner(AUS)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 100 Mercedes 280 SL 1969 Tom Van Den Berg(NL)/Femke Schepers(NL)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 101 Ford Mustang 1970 Rob Garnsworthy(AUS)/John Teasdale(AUS)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 102 Mercedes 350SL 1971 Hudson Lee(HK)/Samson Chow(HK)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 103 Datsun 240Z 1972 Rene Declercq(B)/Eric Claeys(B)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 104 Datsun 240Z 1972 Chris Bury(USA)/Tjerk Bury(USA)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 105 Datsun 240Z 1973 Mark Pickering(AUS)/Dave Boddy(AUS)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 106 Datsun 240Z 1972 David Gainer(AUS)/Peter St George(AUS)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 107 Mercedes 450 SLC 1972 Joost Van Cauwenberge(B)/Jacques Castelein(B)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 108 Holden Monaro 1971 Jan Sinclair(AUS)/Anne Sinclair(AUS)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 109 Mercedes 450 SLC 1973 Alain Faymonville(B)/Yves Faymonville(B)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 110 Leyland P76 1974 Gerry Crown(AUS)/Matt Bryson(AUS)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 111 Mercedes 280S 1974 Andrew Chan(MY)/Morris Ku(HK)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 112 Mercedes 450 SLC 1974 Murray Jackson(AUS)/Adam Jackson(AUS)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 113 Porsche 911 1974 Jan Hradecky(CZ)/Dana Hradecka(CZ)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 114 Volvo 164 1974 Manuel Enes(PT)/Alexandra Pombo(PT)
Classic Cars over 2 litres (1942-1975) 115 Mercedes 280E 1977 Paul Smith(AUS)/Martin Kass(AUS)

 

Bilder zu diesem Artikel

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Bild Chrysler 70 (1930) - Beppi Dillier und sein Bruder Chrstian - Rallye Peking-Paris 2016
Bild American La France (1915) - Tag 0 - Scruteneering - Rallye Peking-Paris 2016
Quelle:
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von am******
01.09.2017 (21:16)
Antworten
Herrlicher und motivierender Bericht, toll, dass es so etwas gibt für die immer ein wenig verrückten "echten" Oldies in ihren alten Karren. Das Ganze geht nur mit absolut vollständiger und umfassender Vorbereitung von Mensch und Maschine, Hut ab vor denen, die sich trauen!!!
von ar******
17.01.2017 (16:27)
Antworten
13.000 km durch die Wüste Gobi, Steppen, Schotterstraßen und Gebirge, durch Länder in denen man vorher nie war und deren Sprache man nicht spricht? In einem 86 Jahre alten Gebrauchtwagen? Und Fahrer und Beifahrer sind zusammen auch etwa 120 Jahre alt?
Hmm, da ich hätte gerne eine Flasche von dem, was die Herren unmittelbar vor der Entscheidungsfindung getrunken haben!
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