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    Prolog zum Eigenthal-Historic 2018 - oder die Vorschau auf das, was 2019 kommen soll

    17. September 2018
    Text:
    Thomas Suter
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (54)
     
    54 Fotogalerie

    Eigentlich war geplant, am letzten Wochenende vom 15./16. September 2018 mit dem Eigenthal-Historic an die vor 50 Jahren zu Ende gegangene Tradition anzuschliessen: In den Zwanziger- bis anfangs der Dreissigerjahre und dann wieder 1964, 1966 und 1968 war das kleine Bergtal, das sich vom Luzerner Vorort Kriens zum Pilatus hin erstreckt, Schaubühne des Automobil-Rennsportes. Durchaus nicht nur als kleine nationale Veranstaltung, sondern bei den beiden letzten Austragungen mit dem Prädikat „Rennen zur Tourenwagen-Europameisterschaft“ mit grosser internationaler Affiche. Entsprechend renommierte Piloten fanden damals den Weg in die Innerschweiz.

    Eindrücke vom Prolog zum Eigenthal-Historic am 16. September 2018
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Dass das Eigenthal Historic geplant wird, heisst aber noch nicht, dass es schliesslich auch funktioniert. Dem OK ging die Zeit aus und um nicht einen grossen Teil von potentiellen Startern zu vergraulen, wurde kurzerhand der „Prolog“ aus der Taufe gehoben und das Eigenthal Histioric um ein Jahr auf den 14. und 15. September 2019 verschoben.

    Eindrücke vom Prolog zum Eigenthal-Historic am 16. September 2018
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Gut bestellter Prolog

    Über 100 vierrädrige Oldtimer, zu denen sich noch einige Dutzend Motorräder gesellten, steuerten am Sonntag Morgen den Ausgangspunkt, das Verkehrshaus in Luzern an – wo sie von Verkehrshausdirektor Martin Bütikofer in Empfang genommen wurden.

    Eindrücke vom Prolog zum Eigenthal-Historic am 16. September 2018
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Der Tross machte sich anschliessend mitten durch die Stadt Luzern auf den Weg ins Eigenthal, für einen Apéro Riche wurde im Krienser Bell-Park Halt gemacht, dies natürlich mit der Idee, im Bell-Park-Museum die noch bis zum nächsten März andauernde Ausstellung „Bergrennen Kriens-Eigenthal“ zu besichtigen.

    Begeisterung beim Publikum

    Der Prolog fand in der Bevölkerung – für Schweizer Verhältnisse – eine verblüffend grosse Beachtung. Auf dem Parkplatz vor dem Bell-Park flanierten zahlreiche Kibitze, den Strassenrand von Kriens ins Eigenthal säumten winkende und applaudierende Zuschauer – man wähnte sich ob soviel Begeisterung fast schon an einer historischen Rallye in Italien!

    Eindrücke vom Prolog zum Eigenthal-Historic am 16. September 2018
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Weil sich ansonsten zum Prolog wenig sagen lässt, wollen wir unseren Blick in die Vergangenheit richten und über Reminiszenzen zum damaligen Bergrennen Eigenthal philosophieren:

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    Berühmte Piloten am Start

    Ein Blick in die Start- und Resultatlisten der Austragungen in den 60er Jahren liest sich wie das who-is-who der Rennsportszene der damaligen Zeit. 1966 und 1968 zählte das Bergrennen, eigentlich ein Anachronismus, zur Tourenwagen-Europameisterschaft. Allerdings wurde im Gegensatz zu den Rundstreckenrennen, die zum Championat zählten, nur die halbe Punktzahl vergeben.

    Im verschlafenen Tal oberhalb von Kriens, einem Vorort von Luzern, traten nebst den Schweizer Spitzenfahrern auch die damalige „Tourenwagen-crème de la crème“ an. Deutsche Spitzenpiloten wie Hubert Hahne, Helmut Kelleners, Dieter Basche, der Australier Frank Gardner oder der Österreicher Dieter Quester fanden den Weg in die Innerschweiz. Aus Italien kamen der nachmalige Formel-1-Pilot Arturo Merzario nach Kriens, der noch bescheiden einen kleinen Fiat-Abarth pilotierte. Für Autodelta, die Rennabteilung von Alfa Romeo, war Werksfahrer Teodore Zeccoli mit einem Alfa Romeo GTA unterwegs.

    Zu diesen internationalen Cracks gesellte sich die Spitze eidgenössischer Piloten, angefangen mit Clay Regazzoni, Silvio Moser (beide in einem Formel-2-Tecno), Jürg Dubler (Formel-3-Brabham), Karl Foitek, Sigi Lang, Karl Vögele (alle Porsche 910), Sigi Zwimpfer (Ferrari – und gleichzeitig noch Chronist für einen Bericht für die Luzerner Neusten Nachrichten), Peter Mattli (im Ex-Jim Clark Formel-1-Lotus). Und mit einem VW Käfer war auch ein gewisser Peter Sauber am Start…

    Luzerner Garagisten-Dynastien

    Mit Philipp Koch (Opel Kadett Rallye), Jürg Koch (Opel Kadett Rallye) oder Hans-Peter Schwerzmann (Mini), Heinz Macchi (Austin Mini) und Guido Wermelinger (Chevrolet Corvette) waren Angehörige renommierter Luzerner Autogaragen vertreten.

    Lorenz Fischer, Mitglied des damaligen ACS-Vorstandes und selbst Teilnehmer am Bergrennen, meinte denn auch in einem Interview: „An der Fahrweise dieser Herren konnte man ablesen, dass das Auto nach einem Rennunfall problemlos in der heimischen Garage wieder gerichtet werden konnte“. Guido Wermelinger, Verkaufsleiter in der Garage Koch, holte im Laufe seiner Karriere das goldene ACS-Rennsport-Abzeichen. Und Jürg Koch erinnert sich ans Eigenthal 1968: „Es war mein erstes Rennen überhaupt und für mich deshalb natürlich etwas Besonderes“.

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    Selbst-ist-der-Mann (… oder Pilot)

    Der Bauer Bucheli, heute immer noch auf seinem Bauernhof im Streckenabschnitt „Stalden“ wohnhaft, erinnert sich an eine Szene aus dem Training 1968. Silvio Moser, immerhin Tagessieger 1966, nahm die Kurvenkombination um den Bauernhof herzhaft in Angriff – etwas zu herzhaft, wie sich zeigen sollte, denn der Formel 2 kam versetzt zur Strasse zum Stehen.

    Moser fackelte nicht lange, entstieg seinem Boliden, begutachtete das Malheur, legte selbst Hand an und wuchtete den Rennwagen dann selbst wieder auf die Piste, stieg wieder ein und fuhr weiter… Am Samstag verwandelte übrigens ein heftiges Unwetter Buchelis Land in eine morastige Fläche. Zuschauer fielen auf dem nassen, steilen Gelände permanent um und trugen das ihre zur Verunstaltung des Landwirtschafts-Landes bei.

    Formel-1-Lotus am Susten

    Vor Saisonbeginn 1968 wollte sich Peter Mattli, nachmaliger Urner-Regierungsrat, fit für die Rennen machen. Eine Rennstrecke wie Monza oder Hockenheim für die Testfahrten war weit entfernt. Mattli wusste sich zu helfen: Der Familienbetrieb Mattli war nämlich verantwortlich für die Schneeräumung des Susten-Passes. Was lag also näher, als die Strecke fein säuberlich vom Schnee zu räumen, aber nicht allzu früh für den Verkehr freizugeben und die Zeit für rennmässiges Fahren mit dem Formel-1-Lotus zu nutzen. Immerhin war es das Auto, das in der vorhergehenden Saison  mit Jim Clark in der Weltmeisterschaft eingesetzt wurde.

    Es kam dann, wie es kommen musste: Auf einer schnellen Trainings-Fahrt touchierte Mattli einen Wehrstein und riss dabei die Hinterradaufhängung an seinem Lotus ab… Dass der Urner ein schneller Rennfahrer war, notierte sich auch Autodelta. Mattli erhielt ein Angebot, als Werksfahrer bei Langstreckenrennen an den Start zu gehen. Die Geschichte scheiterte am Veto von Mattli Senior, der den Junior neben den Rennen lieber im Familienbetrieb arbeiten sah. 1971 holte sich Mattli mit einem Porsche 907 beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans den Klassensieg.

    Englischer Adel siegte

    1966 war Sir John Whitmore das Mass der Dinge im internationalen Tourenwagen-Rennsport. Er dominierte die gesamte Szene. Oft wurde er „Virtuose der Rennlimousinen“ betitelt. Gegen ihn war kein Kraut gewachsen. Auch beim Eigenthaler-Bergrennen brillierte er und nahm auf der kurzen, etwas über 3 Kilometer langen Strecke seinem Teamkollegen Bo Ljungfeldt vom Allan-Mann-Racing-Team 2 Sekunden ab, Gerd Schüler wurde mit seinem Alfa Romeo GTA  als Dritter bereits mit 4 Sekunden penalisiert. 

    Ende Saison 1966 gab er als erst 29-jähriger überraschend den Rücktritt vom Automobil-Rennsport bekannt. Dies hinderte den britischen Adeligen nicht, 1968 zumindest als Zaungast ins Eigenthal zu kommen. Er hatte nicht mehr einen so weiten Weg in die Innerschweiz, denn zwischenzeitlich war er in Genf wohnhaft. Letztes Jahr verstarb er im Alter von 80 Jahren.

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    Grosse Zahlen aus dem Jahr 1966

    Das Eigenthal-Bergrennen mit seinem für damalige Verhältnissen hohen Sicherheitsstandard hielt sämtlichen internationalen Vergleichen stand. Einige Details: 4000 Meter Seil für Absperrungen, 280 Tafeln mit dem Hinweis „Sperrzone für Zuschauer“, 140 Wegweiser mit dem Hinweis „Zuschauer“, 150 Parkverbotstafeln, 30 Fahrverbotstafeln, 110 Feuerwehrleute, 25 Polizisten, zahlreiche Freiwillige für Hilfsdienste. Über 20‘000 Zuschauer honorierten diesen Aufwand – ein riesiger Erfolg für die Veranstalter.

    Jürg Dubler im F3 schneller als die F2-Boliden

    Bekannt war der Zürcher in der Formel 3 und später auch in der Formel 2 als sehr schneller Rundstrecken-Pilot. Wenn das Auto hielt, hatte er kaum Gegner. Niki Lauda, James Hunt, Emerson Fittipaldi oder Ronnie Peterson hatten einige Male das Nachsehen. Dass er auch am Berg zu den schnellsten gehörte, bewies er am Eigenthaler Bergrennen 1964 mit der tagesschnellsten Zeit und 1968 mit dem zweiten Platz hinter Xavier Perrot. Das Herausragende bei diesem Rennen: Perrot bewegte einen Formel-2-Brabham, Dubler schlug mit seinem Formel-3-Brabham Silvio Moser in seinem Formel-2-Tecno um genau eine Hunderstelssekunde…

    Alle 54 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    bt******:
    17.09.2018 (23:16)
    Vielen herzlichen Dank, Thomas Suter, für diesen brilliant recherchierten Artikel und natürlich die aussergewöhnlichen Schnappschüsse von Daniel Reinhard. Der Prolog ist gelungen und das OK höchst motiviert, das Eigenthal-Historic möglich zu machen! Bernhard Taeschler
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