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Blick nach drüben ins IFA-Land (Buchbesprechung)

Erstellt am 23. Oktober 2017
Text:
Holger Merten
Fotos:
Motorbuch Verlag / Archiv Frank Rönicke, Stefan Gulitz, Uwe Udo Jacob, Kay Wutzmann, Volker Pötsch, Ralf Weinreich 
(9)
 
9 Fotogalerie

Bevor die DDR über Jahrzehnte im Einerlei des Wartburg und Trabant versank, blühten Ende der 40er Jahre und in den 50er Jahren nochmals die Innovationskräfte der Auto Union und von BMW auf. Zunächst durch die Wiederaufnahme der Produktion von Vorkriegskonstruktionen und einige Jahre später auch durch mutige Fahrzeugentwicklungen aus Eisenach, Zwickau und Chemnitz. 

Kenner der Materie

Frank Rönicke ist ein Kenner der Fahrzeuggeschichte auf dem Boden der ehemaligen DDR.  Der Autor, selbst ein Kind der Arbeiter- und Bauernstaats, hat sich mit dem bei Motorbuch verlegten Buchs an die Geschichte von IFA F8, F9 und den P 70 gemacht.

Drei IFA F8 Limousinen vor dem ehemaligen Audi Werk in Zwickau, das nun VEB Fahrzeugwerk Audi hiess - aus Buch "IFA F8, F9, P70" - Seite 45
© Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag / Archiv Frank Rönicke, Stefan Gulitz, Uwe Udo Jacob, Kay Wutzmann, Volker Pötsch, Ralf Weinreich

Damit richtet er seinen Blick auf die frühe Fahrzeugproduktion in Zwickau und später mit der Verlegung der F9 Fertigung ins EMW-Werk auch auf Eisenach. Knapp 100 Seiten illustrieren den Weg der „Effis“ in den Anfangsjahren des zweiten deutschen Staates.

Aller Anfang war schwer

Vor Ausbruch des 2. Weltkrieges galt die Auto Union mit ihren Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer als zweitgrösste Automobilfabrik nach Opel in Deutschland. Das Unternehmen war mit 2-Takt-DKW bis zum 8-Zylinder-Horch vom Kleinwagen bis zur Luxuskarosse ein Vollanbieter, der auch noch als grösste Zweiradfabrik der Welt galt. Kein Wunder also, dass man auch in der sowjetisch besetzten Zone beim Beginn der Fahrzeugproduktion auf die Produkte der Auto Union zurückgriff.

Insbesondere natürlich auf die einfachen Lösungen von DKW mit 2-Zylinderzweitaktmotor und Frontantrieb. Zunächst baute man den DKW F8 nach, später dann auch den F9, der kriegsbedient nicht mehr in Produktion ging, aber als einziges deutsche Modell couragiert gegen den geplanten Volkswagen entwickelt worden war. Die Produktionszahlen des IFA F8 stiegen rasch an, das galt nach der Verlegung der Produktion im Jahr 1953 von Zwickau nach Eisenach auch für den F9.

Eine IFA F9 Cabriolimousine auf Probefahrt. Teile der Karosserie(z. B. Kotflügel) waren mit Pressstoff beplankt, um Bleche zu sparen, die komplexe Karosserieform des F9 setzten dem Versuch allerdings schnell ein Ende - aus Buch "IFA F8, F9, P70" - Seite 55
© Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag / Archiv Frank Rönicke, Stefan Gulitz, Uwe Udo Jacob, Kay Wutzmann, Volker Pötsch, Ralf Weinreich

Alter Wein in neuen Schläuchen

Stahl und mithin Tiehziehbleche waren in der ehemaligen DDR absolute Mangelware und wenn vorhanden, dann nicht für die Automobilproduktion vorgesehen. So griffen die Entwickler in Zwickau eine alte Idee der Auto Union aus den späten 30er Jahren auf und begannen die Fertigung einer Kunststoffkarosserie zu entwickeln. 

Auf Basis der alten DKW-Technik entstand der P 70, der mit einer Karosserie aus Duroplastteilen beplankt wurde. Dieses Modell überbrückte die Zeit bis zur Fertigungsaufnahme des neuen DDR-Kleinwagens, dem „Trabant“. Die Zeit der Innovation ging damit zu Ende. Bis zum Untergang der DDR prägte der „Trabant“  das Strassenbild der DDR und war darüber hinaus das Symbol der erzwungenen Grenzöffnung.

Die Modelle IFA F8, F9 und P 70

Rönicke stellt uns die verschieden Modelle in chronologischer Abfolge vor. Dabei geht er auf die Vielfalt der Modellpalette genauso ein, wie auf einzelne Entwicklungsschritte, die für den Automobilbau der DDR von Bedeutung waren. Die knapp 100 Seiten teilen jedem der drei Modelle eine knappe Beschreibung sowie zahlreiche Abbildungen, insbesondere auch zeitgenössische Prospektabbildungen zu.

Eine Holzgerippe und darauf die Duroplastbeplankung. Nur die Radkästen wurden bis zum Produktionsende aus Blech montiert - aus Buch "IFA F8, F9, P70" - Seite 71
© Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag / Archiv Frank Rönicke, Stefan Gulitz, Uwe Udo Jacob, Kay Wutzmann, Volker Pötsch, Ralf Weinreich

Immer wieder blitzt das Fachwissen des Autors auf, der in Bildunterschriften oder Nebensätzen auf bedeutsame Entwicklungen wie Kunststoffkarosserietests am IFA F9 oder spezielle Ausstattungskombinationen wie den IFA p 70 Kombi aufmerksam macht. Ansonsten überwiegen die Abbildungen vor dem Text und illustrieren eher die Geschichte als das sie vorgetragen wird.   

Fazit - eine illustrierte Zeitreise

Frank Rönicke sieht sein Buch als illustrierte Zeitreise. Eine Zeitreise in die Vergangenheit der DDR und den Beginn der Aufnahme der Automobilproduktion. Wer bereit ist, mit auf diese Reise zu gehen, erhält in der Tat mehr als 150 Abbildungen auf knapp 100 Seiten und dazu eine Kurzeinführung in den frühen DDR-Automobilbau. Dazu noch eine Menge an Ostalgie, die der Autor, auch mit den eingeflochtenen eigenen Erfahrungen, nicht ausblenden kann.

Leider verzichtet der Autor aber auf konkret fassbare Daten und selbst die Tabelle mit technischen Daten und Produktionszahlen verzichtet auf nötige Details zu Gunsten eines einfachen aber nicht umfassenden Überblicks. Da gerade der Beginn der Automobilproduktion in der ehemaligen DDR ein spannendes und komplexes Kapitel der deutschen Fahrzeuggeschichte ist, bleibt zu wünschen, dass der Autor dieser kleinen illustrierten Zeitgeschichte nochmals ein umfassenderes Werk zum Thema folgen lässt. Das im Buch manchmal erscheinende Wissen um interessante Fakten und Zusammenhänge wäre sonst verloren wie viele der IFA F8, F9 und P 70 Modelle. Und das wäre doch schade …  

Bibliografische Angaben

  • Titel: IFA F8 F9 P 70
  • Autor: Frank Rönicke
  • Sprache: Deutsch
  • Verlag: Motorbuch Verlag
  • Auflage: 1. Auflage 2017 
  • Format: Gebunden, 220 x 240 mm 
  • Umfang: 96 Seiten, 90 Farbfotos und 58 Schwarzweiss-Abbildungen 
  • ISBN: 978-3-613-03907-0
  • Preis: EUR 12,95
  • Kaufen/bestellen: Online bei amazon.de , online beim Motorbuch Verlag oder in der gut assortierten Buchhandlung

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Quelle:

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