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Bild (1/1): Toyota Supra Gruppe A (1987) - der japanische Tourenwagen, der gegen Mercedes-Benz, BMW und Ford antrat (© Daniel Reinhard, 2016)
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    Toyota Supra Gruppe A - die schnellste Reisschüssel in Deutschland

    23. März 2017
    Text:
    Daniel Reinhard
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (44)
    Toyota / Werk 
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    1986 holte das Schweizer Bemani-Team (Be=Bernhard, ma=Marcel und ni=Nicolas) mit dem Toyota Corolla den Markentitel in der Tourenwagen-EM. So kam es zu einer engeren Zusammenarbeit mit Toyota Schweiz und man machte sich an die Vorbereitung eines Toyota Supra für die Tourenwagen-EM 1988.

    Toyota Supra (1987) - bei den 24 Stunden von Spa
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Der Serien-Supra als Basis

    Während der erste Toyota, der als Teil der Celica-Modellgenation A40 (1978 bis 1981) den Beinamen Supra trug, hierzulande kaum in Erscheinung trat, erfreute sich sein Nachfolger (A60, 1981 bis 1986) durchaus einiger Beliebtheit.

    Toyota Celica Supra (1984) - noch nach an der Celica
    © Copyright / Fotograf: Toyota / Werk

    Vom Parallelmodell Celica unterschied er sich durch Klappscheinwerfer und den grundsätzlich verbauten Reihen-Sechszylinder.

    Toyota Supra (1986) - europäische Version zusammen mit Vorläufern Toyota Sports 800 und Toyota 2000 GT von 1967
    © Copyright / Fotograf: Toyota / Werk

    Mit der Baureihe A70 entfernte sich der Toyota Supra dann ab 1986 deutlich von der Celica, die inzwischen auf Frontantrieb gewechselt hatte.

    Toyota Supra (1987) - mit Targadach, ein US Modell - Durchsichtszeichnung
    © Copyright / Fotograf: Toyota / Werk

    Beim Supra blieb es beim Reihen-Sechszylinder mit Vierventiltechnik, der zudem nun mehr und mehr auch mit Turboladern zwangsbeamtet wurde. Natürlich gab es die dritte Supra-Generation mit Handschalt- und Automatikgetriebe.

    Toyota Supra (1987) - europäische Version
    © Copyright / Fotograf: Toyota / Werk

    Gegen 250’000 Exemplare des über 1,5 Tonnen schweren Coupés, das es auch mit herausnehmbarem Targadach gab, entstanden zwischen 1986 und 1993.

    Toyota Supra (1995) - mit Twin-Turbo
    © Copyright / Fotograf: Toyota / Werk

    Der Nachfolger hiess A80 und wurde unter anderem durch seinen riesigen Heckflügel bekannt.

    Die ersten Testfahrten und Renneinsätze

    Philipp Müller erinnert sich noch genau an die ersten Testfahrten mit Jo Zeller 1987 im südfranzösischen Nogaro. Müller und Bühler läuft schon beim Gedanken an den Test wieder der Schweiss von der Stirn: "Es war unglaublich heiss."

    Toyota Supra (1987) - Philipp Müller in der DTM
    © Archiv Automobil Revue

    Die Rennpremiere folgte dann beim ersten Tourenwagen EM-Lauf der Saison 1988 im Autodromo di Monza. Saisonhöhepunkt war das 24 Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps, wo man mit einem Auto (Hölzl/Hollinger/Ménage D/CH/B) hinter je zwei M3 und Sierra Cosworth auf den beachtlichen fünften Gesamtrang fuhr.

    Die EM-Premiere war auch der Automobil Revue eine umfangreiche Berichterstattung wert:

    “Nach einem erstaunlich problemlosen Wochenende platzierte sich das Schweizer Bemani-Team bereits auf dem 5. Schlussrang vor dem überlebenden Schnitzer-BMW. Im Gegensatz zu BMW wandte Bühler das Reglement nach dem Buchstaben an und verlor dadurch deutlich Leistung. So verfügte der 3-Liter im Supra in Monza wohl über weniger als 300 PS. Ausserdem klagten die Piloten Philipp Müller und Ruedi Schmidlin wegen einer zu kurzen Achse und der geänderten Motorcharakteristik über eine ungenügende Spitzengeschwindigkeit auf der Geraden. Das etwas längere neue Aluminium-Differential erwies sich im Training als zu schwach dimensioniert.

    Dafür lobten die beiden das stark verbesserte Handling des Coupés. In den Kurven vermochten sie auch mit den schnellsten BMW M3 locker mitzuhalten. Ausserdem beanspruchte das Fahrwerk die eigens für das Bemani-Team entwickelten japanischen Dunlop-Reifen sehr wenig. Nach der halben Renndauer wiesen sie kaum Abnützungserscheinungen auf; man hätte problemlos eine weichere Mischung montieren können. Mit fortschreitender Renndauer näherten sich die Zeiten des Toyota immer mehr jenen der Spitzen M3 und der Wagen zeigte keinerlei Ermüdungserscheinungen.

    Da laut dem FISA-Delegierten Servais auch Bühler beim nächsten Rennen mit einem modifizierten Ansaugsystem à la BMW antreten darf, was rund 20 PS bringen wird, blickt das kleine Bemani-Team mit berechtigtem Optimismus in die Zukunft.”

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    Von Europa nach Deutschland

    Nach einem Jahr Tourenwagen-EM wechselte man 1989 nach Deutschland in die DTM. Nachdem sich das kleine Bemani-Team von Teamchef Beni Bühler mit Erfolg in der Tourenwagen EM engagiert hatte, war das erste DTM-Jahr erwartungsgemäss eine harte Erfahrung. Müller dazu:
    "Gegenüber den Werken mit ihren Evolutionsmodellen hatten wir schon zum Saisonbeginn einen Entwicklungsrückstand, der sich im Verlauf der Saison noch vergrösserte. Allein das werkunterstützte AMG-Mercedes-Team mit den Piloten Klaus Ludwig und Kurt Thiim beschäftigt 35 Personen. Bemani besteht aus fünf Leuten. Getestet haben wir während der ganzen Saison drei bis vier Tage. AMG bereitete sich während einer vollen Woche allein auf das letzte Rennen auf dem Nürburgring vor."

    Toyota Supra (1987) - in der Tourenwagen-EM in Monza
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Da war die Abstufung der Mindestgewichte eine der tragenden Reglementsbestimmungen zur Erreichung der Chancengleichheit. So durfte der Opel Kadett GSi 16V mit 800 kg mit dem geringsten Gewicht starten. Die BMW M3 sowie der Mercedes 190E 2.3-16 mussten dagegen 1020 kg auf die Waage bringen.

    Toyota Supra (1987) - beim DTM-Lauf in Hockenheim 1989
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Der Toyota Supra des Schweizer Bemani-Teams konnte nach einer einstimmig beschlossenen Gewichtsreduktion um 80 kg schliesslich auf 1040 kg abgespeckt werden, und auch bei den Ford Sierra Cosworth durfte sein Startgewicht nach Diskussionen um 100 kg auf 1100 kg senken.

    Angenehm zu fahren

    Der Supra lief auf nasser Fahrbahn generell hervorragend. Bei Regen-Tests in Jerez war Müller hinter den Sierra Cosworth von Eggenberger mit dem Supra Schnellster. Der sehr elastische Motor mit breit nutzbarem Drehzahlband, der lange Radstand und das Fehlen eines Turbolochs begünstigten den Japaner.

    Stefan Lüscher notierte in der Automobil Revue:

    “Grosse Fortschritte in kürzester Zeit hat die einzige Schweizer Delegation neben Eggenberger, nämlich das vom Toyota Importeur unterstützte Bemani Team, mit dem Aargauer Philipp Müller als Fahrer, gemacht. Beni Bühler’s Supra bildet als einziges japanisches Auto den exotischen Farbtupfer der Serie. Erst im letzten Moment mit dem Aufbau des Autos fertiggeworden, musste die kleine Mannschaft bei den ersten Rennen noch Erfahrungen sammeln, während die etablierte Konkurrenz über den Winter bereits tausende von Testkilometern abgespult hatte.

    Umso erstaunlicher ist es, dass der Toyota Supra, welcher offensichtlich ein grosses Potenzial besitzt, trotz vergleichsweise bescheidener Mittel bald den Anschluss schaffte. Beni Bühler: «Toyota Deutschland versprach uns andauernd ihre Unterstützung, damit wären auch die Japaner bei uns eingestiegen, was uns ein Budget von rund 7 Millionen beschert hätte. Doch leider hielten sie nicht Wort und so blieben wir auf unserem bescheidenen Budget mit Toyota Schweiz sitzen."

    Schon beim zweiten Einsatz auf dem Nürburgring in den Punkterängen markierte Bemani in Mainz-Finthen einen weiteren Schritt nach vorn. Endlich erhielt man für das Dreiliter-Coupé die gleichen weichen Mischungen, die auch den übrigen Dunlop-Teams zur Verfügung standen und damit qualifizierte der Reinacher den rund 330 PS starken Supra erstmals locker für das Top-Qualifying der 16 Schnellsten (im Top Qualifying stand jedem der Fahrer in umgekehrter Reihenfolge eine einzige fliegende Runde zu, während der er sich allein auf der Piste befand. Diese Zeiten entschieden dann über die Plätze 1 bis 16 in der Startaufstellung. Wer keine Aufnahme unter die Top-16 fand, musste am Samstag nachmittag bei einem 50 Kilometer-Sprint um die Startplätze dahinter kämpfen).

    Noch eindrucksvoller war dann die Leistung im Rennen. Nach dem ersten Lauf auf Rang 10, hatte sich Müller im zweiten Rennen schon bald auf die 6. Position vorgekämpft, als der Lauf wegen starkem Regen abgebrochen wurde. Beim Neustart auf Regenreifen packte er die Chance erneut und schob sich direkt hinter Ravaglia auf Rang zwei. Die Sensation wäre perfekt gewesen, wenn nicht ein Defekt am Hewland-Getriebe die Schweizer Aussenseiter um den Lohn ihrer Anstrengungen gebracht hätte.”

    Schnell unterwegs, mit Blick zur Seite

    Dass Mainz keine Eintagsfliege gewesen war, zeigten auch die Avus-Rennen, wo der Toyota mit seiner hohen Spitze glänzte. Aus der fünften Reihe gestartet, kämpfte Müller bald um die sechste Position, eine Auffahrkollision in der berüchtigten Haarnadel zwang ihn jedoch an die Boxen. Für den zweiten Lauf musste er daher ganz hinten Aufstellung nehmen, was ihn aber nicht daran hinderte, schon bald wieder in der Verfolgergruppe hinter Leader Niedzwiedz an zweiter Stelle aufzutauchen. Einen sicheren Platz auf dem Podium vor Augen wurde dann allerdings Müller vom zur Überrundung anstehenden Mercedes-Piloten Manuel Reuter geblockt und zum Schluss noch ins Outback befördert, wofür dem Deutschen übrigens eine Busse von 2500 DM aufgebrummt wurde. Beni Bühler dazu:
    "Aufrecht (Mercedes) soll damals über Funk Reuter aufgefordert haben, Müller zu blocken. Sind da nicht Parallelen zum Funkspruch "Schieb ihn raus" von Ullrich (Audi) an Scheider in Spielberg 2015 erkennbar?”

    Toyota Supra (1987) - beim DTM-Lauf in Hockenheim im Jahr 1989
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Müller: "Immer auf denjenigen Strecken wie Mainz-Finthen (Flugplatzkurs), Berlin-Avus (Strassenkurs) oder dem Norisring (Reichstagsgebäude in Nürnberg), die vorher niemand trainieren konnte, waren wir gut." Zu den beiden Ausfällen in vordersten Positionen meint Müller: " Es ist halt immer so, wenn einem als einzigem Vertreter einer Marke etwas passiert, muss man gleich einen Totalausfall hinnehmen. Wenn ein BMW oder ein Mercedes ausfällt, merkt man dies kaum, weil noch mindestens ein halbes Dutzend nachkommen."

    "Unser Auto war auf der Geraden ohne all die Flügel superschnell und die Avus bestand ja eigentlich nur aus zwei ultralangen Geraden", ergänzt Bühler.

    Müller auf die hohen Endgeschwindigkeiten auf der Avus (297 km/h) angesprochen: "Unser Motor war zwar gut, aber noch besser war die Aerodynamik unseres Toyota Supra." Auch Motorenspezialist Beni Bühler ist überzeugt: "Wir hätten aus unserem Motor noch wesentlich mehr herausholen können. Unsere Höchstdrehzahl betrug knapp über 8000U/min, manche BMW-Motoren drehten bereits 10’500 U/min. Was uns fehlte, war die modernere Motorelektronik 1,7 von Bosch, aber dafür reichte unser Saison-Budget nicht mehr aus. Auch andere Massnahmen, die ich auf dem Prüfstand simulierte, die aber aufwendig und kostspielig waren, hätten deutliche Mehrleistung gebracht."

    Toyota-Supra-Fahrer Philipp Müller im Jahr 1978
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Philipp Müller, der später eine steile politische Karriere als Ständerat und FDP-Präsident machte, erinnert sich an das Rennen auf der Avus im Jahr des Berliner Mauerfalls, als er mit dem BMW von Steve Soper auf der langen Geraden bei rund 300 km/h gleichzog: "Ich machte immer gerne Faxen mit meinen Kollegen. So wollte ich Steve zuwinken und schaute cool rüber in den BMW. Soper aber sass mit starrem Blick nach vorn, vollkonzentriert, aber mit hochroter Birne im Auto. Da war nichts mit winke, winke."

    Trotz Problemen und einigem Pech, das einige Male kurz vor dem Ziel eine Sensation des kleinen Schweizer Teams verhinderte, konnten Beni Bühler und sein Team mit der ersten DTM-Saison zufrieden sein: "Die DTM war damals die härteste Tourenwagen-Rennserie der Welt. Da war es nur normal, ein Lernjahr einschalten zu müssen. Wir haben ausserordentlich viel wertvolle Erfahrung sammeln können, die uns in einem zweiten DTM-Jahr 1990) überaus nützlich sein sollten."

    Alle gegen die Japaner?

    "Ja, ja ich bekam in den anderthalb Jahren DTM diverse Drohbriefe, dass ich doch endlich aufhören soll, diese Reisschüsseln zu tunen", erinnert sich Bühler.

    Selbst vor Sabotage war das Bemani-Team nicht gefeit. So wurde doch tatsächlich einmal in Hockenheim über Nacht das Getriebeöl abgelassen, so dass der Supra schon nach wenigen Metern blockiert stehenblieb.

    Toyota Supra Gruppe A (1987) - der Einstieg ist etwas für Geübte
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Fünf Supras wurden bei Bemani insgesamt aufgebaut. Das Fotomodell ist die Nummer 1. "Wir fuhren, wie auch die Konkurrenz das so machte, zwei identische Autos mit der gleichen Chassis-Nummer. Ich sah mit eigenen Augen, wie eines Nachts ein Konkurrent den Unfallwagen gegen den eigentlich illegalen Klon im Hänger austauschte”, erinnert sich Bühler.

    Toyota Supra Gruppe A (1987) - der Fahrerarbeitsplatz
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Nach dem durchaus erfolgreichen ersten Jahr musste man praktisch ohne Werksunterstützung in die zweite DTM-Saison (1990) starten. Während man zu Beginn der DTM-Saison 1990 noch einigermassen bei der Musik war, fiel man mangels Werks-Weiterentwicklung immer weiter zurück.

    Die Japaner brachten keine neuen Evolutionsstufen, während die Konkurrenz von Rennen zu Rennen schneller wurde. So rutschte man immer wieder zurück im Startfeld. Man versuchte noch die Motorleistung zu steigern, um einigermaßen Schritt halten zu können, doch hielten die Sechszsylinder dem Druck nicht Stand und platzten dann gleich reihenweise. Es blieb nichts anderes übrig, als nach drei Rennen das Handtuch zu werfen.

    Langes Rennwagenleben

    Der Supra 3,0i wurde nach dem DTM-Ausstieg an den Schweizer Peter Wirz verkauft. Er setzte den Wagen regelmässig bei Läufen zur Schweizermeisterschaft für Tourenwagen der Gruppe A ein. Dazu gehörte auch der Bergeuropameisterschaftslauf von St. Ursanne - Les Rangieres und das nationale Bergrennen von Reitnau, wo er sogar den Gruppe-A-Gesamtsieg holte.

    Toyota Supra Gruppe A (1987) - leistete über 300 PS
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    2012 nahm das Auto noch beim DTM-Revival auf dem Nürburgring teil, jedoch ohne grossen Erfolg. Bei der Anfahrt zur Dunlop-Kehre machte sich das rechte Vorderrad selbständig und hoppelte dem humpelnden Japaner davon. Der daraus resultierende Schaden am Auto wurde bei Bemani wieder auf Vordermann gebracht, so dass sich der Wagen heute in Bestform präsentiert.

    Toyota Supra Gruppe A (1987) - schöne Ronal-Räder
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Wir danken Peter Wirz und Lutziger Classic Cars für die Möglichkeit, den schnellen Tourenwagen unter die Lupe nehmen zu können. Und Bernhard Bühler sind wir für seinen fachlichen Input verbunden.

    Technische Daten des Toyota Supra 3,0i Gruppe A

    • Karosserie: 

      War als einziges identisch mit der Serie. Radstand 259,5 cm, Länge 467,5 cm Breite 169,5 cm. Bodenfreiheit 8 cm, Höhe 127 cm. Tankinhalt 120 Liter, Drucklose Schnelltankanlage (Fülldauer 22 Sekunden). Überrollkäfig aus Flugzeug-Stahlrohr, pneumatische Schnellwagenheberanlage mit vier Magnesiumhebern. Gewicht: 1050 kg (Homologationsgewicht 1020 kg)
    • Motor:
      6 Zylinder-Reihenmotor, vorne längs eingebaut, zwei obenliegende Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder, Hubraum 2998 ccm, Leistung (Stand Januar 1988) 312 PS bei 7000 U/min; 
spezielle Nockenwellen mit geänderten Steuerzeiten und mehr Hub, Tassenstössel aus ASP-23-Stahl, härtere Ventilfedern, längere Ventile, Mahle Kolben, polierte Pleuel, Dreistoff-Lagerschalen. Kurbelwelle feingewuchtet, Schwingungsdämpfer der hohen Drehzahl angepasst. Elektronische Einspritzung und Zündung von Bosch. Spezieller Oelhobel, Oel Duckhams, Inhalt 6 Liter. Wasserkühlung mit 6 Liter Inhalt und Alternator 40A.
    • Getriebe:
      Kupplung aus Sintermetall, umsynchronisiertes 5-Gang Renngetriebe von Hewland. Hinterachse mit 80 prozentiger Lamellen-Sperre. Kardanwelle aus Karbon-Fiber, Antriebswellen von Horst Appel, hochgebohrt.
    • Fahrwerk:
      
vorne und hinten Einzelradaufhängung, vorne Doppel-Dreiecksllenker, Federn mit verschiedener Kennung von 2000 bis 4000 Pfund je nach Strecke, verstellbarer dickerer Stabilisator, hinten obere Dreiecklenker, untere doppelte Querlenker mit Zugstrebe, Federn von 500 bis 1400 Pfund. Vorne und hinten Magnesium Radträger mit Aluminium Radnabe, Zentralverschluss, Aluminium Gasdruck-Stossdämpfer von Bilstein.
    • Lenkung:
      Direkte Zahnstangenlenkung ohne Servo-Unterstützung, Lenkübersetzung wahlweise 2,6 oder 2,3.
    • Bremsen: 

      Vier innenbelüftete Scheibenbremsen, vorne gelochte Bremsscheiben mit 4-Kolben-Zangen vorne und hinten von AP (Lockhead). Durchmesser vorne 330 mm und hinten 304 mm.
    • Reifen:
      Dunlop 215/625 R17 vorne, 215/650 R 17 hinten.
    • Felgen:
      Ronal 8x17 Zoll.

    Die Rennergebnisse für den Toyota Supra DTM

    Jahr Ergebnis/Platz Rennsen Start-Nr. Team Fahrer
    1989 DNF Hockenheim 50 Bemani Philip Müller
    1989 29 Hockenheim 52 Bloemer Reinhard Schall
    1989 DNF Hockenheim 50 Bemani Philip Müller
    1989 23 Hockenheim 52 Bloemer Reinhard Schall
    1989 17 Nürburgring 50 Bemani Philip Müller
    1989 14 Nürburgring 50 Bemani Philip Müller
    1989 10 Mainz-Finthen 50 Bemani Philip Müller
    1989 DNF Mainz-Finthen 50 Bemani Philip Müller
    1989 29 Berlin 50 Bemani Philip Müller
    1989 14 Berlin 50 Bemani Philip Müller
    1989 23 Nürburgring 52 Bloemer Reinhard Schall
    1989 DNF Nürburgring 52 Bloemer Reinhard Schall
    1989 24 Nürnberg 50 Bemani Philip Müller
    1989 DNF Nürnberg 50 Bemani Philip Müller
    1989 11 Hockenheim 50 Bemani Philip Müller
    1989 DNF Hockenheim 64 Bloemer Gerhard Müller
    1989 DNF Hockenheim 50 Bemani Philip Müller
    1989 18 Diepholz 50 Bemani Philip Müller
    1989 22 Diepholz 50 Bemani Philip Müller
    1989 25 Nürburgring 50 Bemani Philip Müller
    1989 DNF Nürburgring 52 Bloemer Reinhard Schall
    1989 12 Nürburgring 50 Bemani Philip Müller
    1989 29 Hockenheim 52 Bloemer Reinhard Schall
    1990 17 Mainz-Finthen 25 Bemani Philip Müller
    1990 DNF Mainz-Finthen 25 Bemani Philip Müller
    1990 DNF Nürburgring 25 Bemani Philip Müller


    Dieser Bericht erschien im Dezember 2016 im gedruckten Zwischengas Jahresmagazin 2017 , das weiterhin erhältlich ist.

    Alle 72 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Alle Kommentare

     
     
    dc******:
    26.05.2017 (05:50)
    1988 Zolder ETCC - Bemani Supra onBoard - https://www.youtube.com/watch?v=hW59lfOmaT8
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