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Technik im Rennwagen (11): Chaparral 2 – Plastik-Playmobil

Erstellt am 19. November 2021
, Leselänge 8min
Text:
Gerhard Schütz
Fotos:
Archiv Gerhard Schütz 
24
Archivbild 
3
Dave Friedman 
2
Norm Koury 
1
Archiv 
3
Chaparral 2A (1965) - mit massivem Spoiler
Chaparral 2A (1965) - gebaut, um schnell zu sein
Chapparal 2A (1965) - Kunststoff-Chassis
Maserati Tipo 61 (1961) - Jim Hall am Lenkrad
Chaparral-Teststrecke "Rattlesnake Race Way"
Chaparral 2A (1965) - "Rolling Chassis" auf der Teststrecke

Zusammenfassung

Jim Hall und sein Kompagnon Hap Sharp gründeten zusammen die Rennwagenschmiede Chaparral und gehörten damit zu den wichtigsten Innovationstreiber der Sechzigerjahre. Nicht nur verbauten sie ein Kunststoff-Chassis, sie setzten auch ein Automatikgetriebe ein und leisteten Pionierarbeit in der Rennwagenaerodynamik, alles gezeigt am Modell 2 (A-E). Dieser Bericht aus der Serie Technik im Rennwagen beschreibt die Entwicklungsgeschichte dieses besonderen Modells.

Dieser Artikel enthält folgende Kapitel

  • Kunststoff statt Stahlrohre
  • Optimierung der Aerodynamik
  • Automatik im Rennsport
  • Erfolgreich

Geschätzte Lesedauer: 8min

Leseprobe (Beginn des Artikels)

Die Jahre 1958-1978 waren die zwei kreativsten Jahrzehnte der Renntechnikgeschichte. Diese Serie porträtiert die innovativsten, zukunftsweisendsten wie auch  exotischsten Konstruktionen der Formel 1, der Indy Cars, der Sportwagen und der CanAm und zeichnet so zugleich die bis heute nachwirkenden, grossen Entwicklungslinien nach. Die Serie startete mit Lotus, einem der wichtigsten Innovationstreiber dieser zwei Jahrzehnte. Und mit Lotus wird die Serie auch ins Ziel kommen: Mit dem ersten Groundeffekt-Formel 1, der 1978 eine WM gewann, dem Typ 79. Der texanische Rennwagenbauer Chaparral ist neben Lotus der wichtigste Innovations-Treiber der Jahre 1958 bis 1978. Gegründet wurde die Firma von Jim Hall, Erbe einer texanischen Öl-Dynastie, und von Hap Sharp, ebenfalls im Ölgeschäft tätig. Hall hätte beste Voraussetzungen gehabt, ein Playboy zu werden. Aber er wurde ein ernsthafter Ingenieur. Das schloss etwas Spielerisches nicht aus. «Autosport» fragte ihn in einem Interview, was das wichtigste Motiv für sein Engagement im Rennwagenbau sei. Seine Antwort: «Es ist Spass. Ich bin nichts anderes als ein Junge, der nie erwachsen wurde! Wichtig ist auch die Herausforderung, etwas zu realisieren, an das noch nie jemand gedacht hatte.» Man stelle sich ein solches Statement vom Technik-Direktor eines aktuellen Rennteams vor...

 
8min
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Bilder zu diesem Artikel

Bild Chaparral 2A (1965) - gebaut, um schnell zu sein
Bild Chapparal 2A (1965) - Kunststoff-Chassis
Bild Maserati Tipo 61 (1961) - Jim Hall am Lenkrad
Bild Chaparral-Teststrecke "Rattlesnake Race Way"
Bild Chaparral 2A (1965) - "Rolling Chassis" auf der Teststrecke
Bild Datenaufzeichnung auf Magnetband im Chaparral Sportwagen
Bild Chaparral 2A (1964) - bei Fahrtests
Bild Chaparral 2A (1965) - unfreiwilliger Crash-Test
Bild Chaparral 2A (1965) - gut zu erkennen das Kunststoffchassis; Tennisbälle schützen die Ansaugstutzen
Bild Chaparral 2A (1965) - Durchsichtszeichnung - gezielte Luftführung über und durch den Wagen
Bild Chaparral 2A (1964) - Abtrieb ist gefragt, Version Kuhfänger
Quelle:
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von sr******
30.11.2021 (15:53)
Antworten
zu jener Zeit waren die meisten Pkw mit einer hydraulischen Kupplung unterwegs, d.h. die Anfahrkupplung besteht nur aus Pumpen- und Turbinenrad. Der Drehmomentwandler unterscheidet sich elementar durch das Leitrad, wodurch die Drehmomenterhöhung um den Faktor 2 bis 2,5 beim Anfahren erreicht wurde. Dadurch konnten erhebliche Wirkungsgradverbesserungen erreicht werden.
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von ma******
28.11.2021 (23:48)
Antworten
Sorry, aber aus meiner Sicht ist ein Drehmomentwandler eben genau KEINE automatische Kupplung.
Vielmehr wandelt er das Drehmoment bis zu einem Verhältnis von bis zu 2,5 zu 1 und kann daher eine oder zwei Getriebestufen "ersetzen".
Natürlich benötigt man dann zum Anfahren keine Reibkupplung mehr, dafür gehen im Wandler aber einige zig PS "verloren", d.h werden in Wärme umgesetzt und müssen weggekühlt werden.
M.E. fuhren Phil Hill / Joakim Bonnier beim Sieg auf dem Nürburgring 1966 im Chaparral eine Kombination aus Drehmomentwandler und zwei Planenten-Stufen (sic!), sehr ähnlich der damaligen Powerglide-Automatik von GM.
Antwort von ta******
29.11.2021 (13:15)
Danke für Ihren Beitrag.
Wandler: Der Begriff "automatische Kupplung" wurde zwar damals oft verwendet, aber er ist technisch falsch. Der Wandler ist ein Kupplungs- ERSATZ, mit der von Ihnen
beschriebenen Wirkung. Ich werde die Bezeichnung im Text anpassen.
Getriebe: Von der Schaltung des Typ 2A- C gibt es Bilder, welche ein H- Schaltschema mit offenen Kulissen zeigen. Auch Aussen- Ansichten des Antriebs selber deuten eher auf ein konventionelles Getriebe.
Dass der D effektiv ein Planetengetriebe hatte, ist mir bisher nicht begegnet. Ich werde
dem noch nachgehen.
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