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Bild (1/1): McLaren M8D (1970) - der Fahrer sitzt fast in der Mitte (© Daniel Reinhard, 2019)
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McLaren M8D – CanAm-Seriensieger von 1970

Erstellt am 1. Juni 2020
Text:
Daniel Reinhard
Fotos:
Daniel Reinhard 
(21)
Balz Schreier 
(6)
Bruno von Rotz 
(3)
Jochen Frozenspeed 
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Die CanAm war eine Meisterschaft der absoluten Extraklasse. Ohne grosse technische Reglementseinschränkungen konnten Autos an den Start gerollt werden, die eigentlich schon fast nicht mehr fahrbar waren. Eine Serie, die leider nur von kurzer Dauer war. 1966 geboren, starb sie am Ende ihrer neunten Saison 1974 auch schon wieder. In dieser Zeitspanne gab es gerade mal 71 Rennen. Dabei wurden sieben Fahrer Meister und fünf Marken gewannen mindestens ein Rennen. Das war’s auch schon.

McLaren M8A (1968) - CanAm-Lauf in Riverside 1968, Denny Hulme
© Archiv Automobil Revue

Legendär

Warum also haben wir noch heute so viele Erinnerungen an die CanAm (steht für Canada-Amerika). Es lag an der fast grenzenlosen Power und am unglaublichen Speed. Und am Motorsound, der die Erde unter den Füssen erzittern liess. Ohne telefonbuchdicke Reglementsbücher gab es freie technische Innovationen an allen Fronten.

Grand-Prix-Piloten griffen gerne ins Lenkrad der CanAmAutos und waren auf den gleichen Rennstrecken schneller unterwegs als im F1-Monoposto. Dazu kam die Million Preisgeld, die zu jener Zeit, als vielerorts noch für kleines Geld gefahren wurde, natürlich eine erhebliche Anziehungskraft ausübten.

Vor allem aber waren es die Rennwagen selbst, die die Aufmerksamkeit auf sich zogen. So eine Rennserie gab es weder vorher noch nachher. Eine Wiederholung ist undenkbar.

Kompromisslos waren die Motoren, der unlimitiert hohe Verbrauch, die ultrabreiten Räder und Reifen und sicherlich auch die wilden aerodynamischen Konzepte. Leisteten die Motoren 1966 noch weniger als 500 PS, so kamen sie nur sechs Jahre später auf über 1200 PS …

Fast alles erlaubt

Als Gruppe 7 und "unbegrenzt" ausgeschrieben, reglementierte man für die CanAm-Fahrzeuge einzig, dass es Sportwagen sein mussten mit Platz für einen Beifahrer. Die Räder mussten zudem von der Karosserie abgedeckt sein, das war’s auch schon; ausser vielleicht noch ein paar Sicherheitsbestimmungen und dass ein Gasturbinen-Antrieb verboten war. Weitere Einschränkungen, wie das Verbot hoch montierter Flügel, kamen später noch mit dazu.

McLaren M8D (1970) - 7,6 Liter Hubraum für 760 PS
© Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Der Motor bekam im Reglement einen "Minimal"-Hubraum von 2,5 Litern zugesprochen, nach oben aber war alles offen. Egal ob zwei, oder vier Motoren, mit oder ohne Aufladung zum Einsatz kamen, man freute sich über jede Innovation. Selbst vor aerodynamischen Konzepten, die vom Fahrer gesteuert werden konnten, wurde nicht Halt gemacht. Der Chaparral "Staubsauber" fuhr über längere Zeit mit, während dasselbe Konzept in der Formel 1 ( Brabham BT46B beim GP Schweden in Anderstorp 1978) schon nach dem ersten siegreichen Einsatz wieder verboten wurde. Diese Serie bot soviel Freiheit, dass heutige Rennwagen-Konstrukteure in eng reglementierten Serien davon nur noch träumen können.

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“Batmobil"

Beim optisch an das “Batmobil" erinnernden M8D, McLarens fünftem CanAm-Bolide, musste der hohe Heckflügel, der am Vorgänger M8B in der 69-er-Saison noch für viel Abtrieb gesorgt hatte, tiefer gelegt und in die Karosserie integriert werden.

McLaren M8B (1969) - Denny Hulme vor Bruce McLaren, Parsons und Amon in Elkhart Lake 1969
© Archiv Automobil Revue

Auslöser dieser von der FIA bestimmten Reglementierung war der Formel-1-Grand-Prix von Spanien 1969, als beide Lotus infolge von Flügelbrüchen schwere Unfälle erlitten. So zeigte sich der M8D in seiner Linie wesentlich klarer als sein viel schwerer wirkender Vorgänger.

McLaren M8D (1970) - flach und stark
© Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Von den Abmessungen her gesehen allerdings kam die Konstruktion des Schweizers Jo Marquart wesentlich mächtiger daher als die Vorfahren. Die Länge wuchs um 25 cm und die Breite um 25 Millimeter. Da die Ingenieure wegen des niedrigeren Heckflügels einen Verlust an Anpressdruck befürchteten, wollten sie dieses Manko durch mehr Power kompensieren.

Die Technik

Chevrolet hatte zwar einen 8-Liter-Motor mit über 700 PS im Programm. Wegen Bedenken an dessen Zuverlässigkeit griff aber McLaren doch auf die mit 7,6-Liter-Hubraum-Variante zurück, die immerhin noch satte 670 PS versprach.

Die acht Zylinder des Chevys schluckten den Kraftstoff in ganz grossen Dosen. Für eine Renndistanz mussten bis zu 291 Liter Benzin im Tank untergebracht werden. Trotzdem war das Auto mit 634 kg (ohne Flüssigkeit) ein echtes Leichtgewicht.

McLaren M8D (1970) - sparsame instrumentierung
© Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Möglich wurde das nur durch den Einsatz von Magnesium. Der komplette Boden des Chassis bestand aus dem leicht brennbaren Werkstoff. Der Rest des Monocoques wurde aus Aluminium gefertigt. Der Motor und das Getriebe von Hewland waren mittragend, was die Verwindungssteifigkeit massiv erhöhte.

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Bruce McLarens letzter Einsatz

Der M8D wurde für die Saison 1970 gebaut. Doch er trat ein schweres Erbe an, hatte doch sein Vorgänger, der M8B alle Rennen der Saison 1969 gewonnen. Der 32-jährige Bruce McLaren kam am 1. Juni aus der USA zurück und musste die Testfahrten in Goodwood mit dem M8D übernehmen, da Denis Hulme infolge seines Indianapolis Feuer-Unfalles mit seinen schwer verbrannten Händen nicht fahren konnte.

Nach mehreren Testläufen zum Abstimmen des Autos stand ein letzter Stint kurz vor der Mittagspause an. Um 12:19 Uhr Ortszeit verliess Bruce McLaren mit dem neuen M8D zum letzen Mal die Boxengasse. Nur rund drei Minuten später verstummte der Motorenlärm. Ausgerechnet auf dem schnellsten Teil der Strecke löste sich die Heckverkleidung samt Flügel. Ohne jeglichen Abtrieb stellte sich der Rennwagen in dem Linksknick auf der Lavant-Geraden bei rund 270 km/h quer und krachte mit der Breitseite in einen gemauerten Unterstand für Streckenposten, der eigentlich schon lange hätte abgerissen werden sollen. Der sympathische Neuseeländer Bruce McLaren verstarb an Ort und Stelle.

Das Jahr des M8D

Nur zwei Wochen später standen zwei nagelneu aufgebaute McLaren M8D für Dan Gurney und Denny Hulme am Start zum CanAm-Saisonauftakt in Mosport in der ersten Startreihe. Dan Gurney fuhr das Auto zum ersten Mal und steuerte es auch gleich zum Premierensieg.
Denny Hulme wurde trotz grossen Schmerzen nach 80 Runden noch als Dritter abgewunken. Die Mission der beiden war erfüllt. Der M8D beherrschte auch weiterhin die gesamte Konkurrenz.

McLaren M8D (1970) - Denny Hulme führt vor Jackie Oliver (Norris Industries Ti 22), Chris Amon wird überrundet - Laguna Seca 1980
© Archiv Automobil Revue

Einzig im Chaos-Rennen von Road Atlanta reichte es nicht zum Sieg, am Ende aber doch zum zweiten CanAm-Titel für Denny Hulme.

1988, nur 18 Jahre später, war das Team McLaren, nun aber unter der Führung von Ron Dennis, mit den beiden Fahrern Senna und Prost ein zweites Mal ganz nahe am grossen Hattrick sämtliche Rennen einer Saison zu gewinnen. Einzig beim GP Italien in Monza wurde der weit in Führung liegende Brasilianer bei der Überrundung von Jean-Louis Schlesser, dem französischen Gastfahrer im Williams, aus dem Rennen geworfen. Senna-Freund Gerhard Berger im Ferrari erbte, ganz zur Freude der Italiener den Sieg.

Technische Daten des McLaren M8D von 1970

  • Chassis: Aluminium-/Magnesium-Monocoque
  • Motor: Chevrolet-V8 mit 7,6 Litern Hubraum und 680 PS bei 6000 U/min
  • Getriebe: Hewland 5-Gang (LG 600)
  • Vorderachse: 1/2 Querlenker
  • Hinterachse: 1 Querlenker, A-Lenker, zwei Längslenker
  • Reifen: Goodyear
  • Länge: 4166 mm
  • Breite: 1930 mm
  • Höhe: 1143 mm
  • Radstand: 2387 mm
  • Spur vorne: 1575 mm
  • Spur hinten: 1486 mm
  • Tank: 291 Liter
  • Gewicht: 634 kg (ohne Flüssigkeit)

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Quelle:

Neueste Kommentare

 
 
en******:
02.06.2020 (08:52)
Lieber Daniel
Der McLaren M8/D hatte ein 5-Gang Getriebe (Hewland LG 600)
Die Vorgänger benutzten 4-Gang (LG 500)
Gruss Edi Wyss
Antwort vom Zwischengas Team (Chefredaktor)
02.06.2020 (08:58)
Danke Edi, ist korrigiert.
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