Lotus 34 – Siegertyp mit ungleich langen Beinen
Zusammenfassung
Nur wenige Konstrukteure prägten die Formel 1 wie Colin Chapman. Der Lotus-Chef und Konstrukteur besass eine enorme Innovationskraft und war stets auf der Suche nach neuen technischen Lösungen. Bei den 500 Meilen von Indianapolis setzte er als Erster auf einen Mittelmotor und das Konzept sollte sich schliesslich durchsetzen, wie die Lotus-Modelle 34 und 38 bewiesen. Dieser Rennwagenartikel beschreibt die Geschichte der Lotus-Indianapolis-Einsätze in den Sechzigerjahren und portraitiert A.J. Foyts Lotus 34 von 1964 im Detail, ergänzt um viele historische Rennaufnahmen.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Weniger Gewicht und bessere Verteilung
- Erster Anlauf
- Auf Siegeskurs
- Rückschlag im Jahr 1964
- Endlich zuoberst auf dem Podest
- Die Trendwende
- Zweijährige Rennkarriere des Typs 34
- Keine Wiederholung des Indy-Erfolgs
- 26 Jahre gelagert
- Weitere Informationen
Geschätzte Lesedauer: 7min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Nur wenige Konstrukteure prägten die Formel 1 wie Colin Chapman. Der Lotus-Chef und Konstrukteur besass eine enorme Innovationskraft und war stets auf der Suche nach neuen technischen Lösungen. Manche wurden Standards, andere zu Fiaskos. Doch nicht immer musste Chapman das Rad neu erfinden. Als er 1962 als Zuschauer den 500 Meilen von Indianapolis beiwohnte, war ihm sehr schnell klar, wie einer seiner Wagen dieses Rennen gewinnen könnte. Seltsamerweise war hier nämlich noch niemand auf die Idee gekommen, den Motor an einer anderen Stelle als vorne einzubauen. Dabei hatte Jack Brabham bereits 1959 und 1960 die F1-Konkurrenz mit dem Cooper derart zerzaust, dass selbst ein traditionsorientierter Purist wie Enzo Ferrari handeln musste und einen Rennwagen mit Mittelmotor bauen liess. Dass der Trend zum Mittelmotor in Indianapolis noch keinen Eingang gefunden hatte, zeigt, wie stark sich der amerikanische Ovalrennsport damals vom Rest der globalen Szene isolierte.
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