Lotus 15 – Der verqueere Pannensieger
Zusammenfassung
Besser, schneller und – so die Hoffnung – noch erfolgreicher, so wollte Lotus dem gelungenen Lotus Eleven einen noch stärkeren Bruder beiseite stellen. Anlass dazu gab der 1956 neu herausgebrachte Coventry Climax 1,5-Liter-FPF-Motor, der ursprünglich für die Formel 2 vorgesehen war. Herausgekommen ist ein Wagen, der hervorragende Ansätze hatte und wie so oft in typischer Lotus-Manier eigentlich nur zwei Extreme kannte: Sieg oder Totalausfall.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Potenzial nicht ausgeschöpft
- Costins Erbe
- Technische Daten Lotus 15 Climax 1500
Geschätzte Lesedauer: 7min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die Idee war eigentlich gut. Dem erfolgreichen Lotus Eleven sollte ein grösseres, noch leistungsfähigeres Modell folgen. Die Voraussetzungen dazu waren gegeben. Nach dem Coventry Climax FWA, der ersten Auto-Applikation des von Harry Mundy und Walter Hassan konstruierten OHC-Feuerpumpenantriebs (Feather Weight Automotive) wie im Lotus Eleven, versprach der neue Coventry-Climax-FPF-Motor von allem mehr: Mehr Hubraum und mehr Leistung. Dieser DOHC-Motor war im Prinzip ein halber Climax V8, ein ohne Wissen der Geschäftsleitung vorangetriebenes Projekt der beiden Konstrukteure für einen Formel-1-Antrieb aus der ersten Hälfte der 1950er-Jahre. Zunächst kam das V8-Projekt zu Nichts, dessen Einsatz im Kieft-Rennwagen wurde zurückgezogen. Doch als Vierzylinder-DOHC-Konstruktion mit 1,5 Litern Hubraum wurde die Maschine schliesslich gebaut, später kamen auch eine Zwei- und eine Zweieinhalbliter-Version dazu – bis schliesslich auch der Coventry-Climax-V8 gebaut wurde.
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