Der “erste Ferrari” – Auto Avio Costruzioni Tipo 815
Zusammenfassung
Als Alfa Romeo im Jahr 1939 Enzo Ferrari vor die Tür setzte, da erhielt der “Commendatore” zwar eine üppige Abfindung, es fehlte ihm aber an einem neuen Ziel, zumal es ihm nicht gestattet war, Rennwagen unter seinem Namen zu konstruieren. Diese Einschränkung umging Enzo Ferrari elegant und er baute für zwei Motorradrennfahrer einen Sportwagen für die Teilnahme an der Mille Miglia 1940. Einer dieser zwei Auto Avio Costruzioni Tipo 815 hat überlebt und seine Geschichte wird hier erzählt und mit historischen Abbildungen illustriert.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Kein Rennsport?
- “Rückkehr” unter neuem Namen
- Ein neues Team
- Eine willkommene Gelegenheit
- Ein interessierter Geldgeber
- Enger Zeitplan
- Ein neuer Achtzylinder
- Karosserie von Touring
- Vom Modell zum fertigen Auto
- Testfahrten auf öffentlichen Strassen
- Kein Rennerfolg
- Finanzieller Erfolg für Ascari
- Ende auf dem Schrottplatz
- Kurzheckversion überlebte
Geschätzte Lesedauer: 11min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die Beziehung zwischen Enzo Ferrari und Alfa Romeo war manchmal erfolgreich und immer wieder turbulent, sie begann im Jahr 1920 und endete am 6. September 1939, als Alfa-Romeo-Chef Ugo Gobbato Enzo informierte, dass seine Dienste als Berater nicht mehr benötigt würden, notabene anderthalb Jahre vor dem eigentlichen Ablauf des Vertrags. Damit liquidierte Gobbato praktisch die Scuderia Ferrari, um zukünftig alle Renntätigkeiten im eigenen Hause zu organisieren. Allerdings liess sich Alfa Romeo dieser frühzeitige Beendung des Vertrags mit Ferrari einiges kosten. Gobbati schrieb damals, den Eintritt Italiens in den Krieg als Vorwand nehmend: “Während wir unser Bedauern ausdrücken möchten, dass wir, den Umständen geschuldet, ihre Unterstützung nicht mehr benötigen, möchten wir doch versichern, dass wir die Arbeit, die sie für Alfa Romeo in den letzten 20 Jahren geleistet haben, hoch schätzen. Wir sind froh darüber, dass der Vertrag zu beidseitiger Befriedigung auf freundliche und faire Weise beendet werden konnte.”
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Bilder zu diesem Artikel

Dabei scheint er bzw. seine Firma ordentlich verdient zu haben was dann nach dem Krieg für Ferrari recht hilfreich war.
Aus der Zeit konnte er auch einen beachtlichen Maschinenpark in die Nachkriegszeit hinübernehmen.


























































































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