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Oldtimer Galerie Oktober 2019
Bild (1/1): Fiat 18 20 HP (1907) - Felice Nazzaro siegt bei der zweiten Targa Florio im Jahre 1907 (© Archiv Bernhard Brägger, 1907)
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    Als Fiat Grosse Preise gewann

    26. Juni 2011
    Text:
    Bernhard Brägger
    Fotos:
    Archiv Bernhard Brägger 
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    Kaum war 1899 FIAT (Fabbrica Italiana Automobili Torino) gegründet, wagten sich die Turiner auf die Rennstrecke und holten sich auch gleich die ersten Siege. Gründungsmitglied und Senator Giovanni Agnelli Senior hatte sofort begriffen, welche Werbekraft Automobilrennen in sich bargen und Fiat trat mit immer stärkeren Rennwagen gegen die ausländische Konkurrenz an. Der erste Grosserfolg konnte 1904 am Rennen Brescia-Cremona-Mantua-Brescia gefeiert werden, der letzte 1927 am Gran Premio di Milano. Fiat verabschiedete sich vom Grand Prix-Rennsport und kam erst in viel später durch Ferrari in die heutige Grand Prix-Szene zurück.
    In diesem Bericht sollen einige der herausragenden Ereignisse und Erfolge dargestellt werden.

    Settimana automobilistica: 28. August – 4. September 1904

    Fiat 75 HP 1904

    Auf einem 160 km/h schnellen 14-Liter Fiat gewinnt Vincenzo Lancia den sportlichen Teil der Settimana mit 42 Sekunden Vorsprung (115,72 km/h) auf den Franzosen Georges Teste auf Panhard. Conte Vincenzo Florio verliert auf dem zweimal zu befahrenden 186 km langen Rundkurs Brescia-Cremona-Mantua-Brescia bereits an die fünf Minuten. Er fährt einen Mercedes, stiftet den nach ihm benannten Siegerpreis, die Coppa Florio und denkt über ein Rennen auf Sizilien nach: Die Targa Florio.

    Course de côte Mont Ventoux: 17. September 1905

    Fiat GP

    Nach 19 Minuten und 13 Sekunden erreicht Alessandro Cagno das Ziel auf dem 1912 Meter hohen Berg in der französischen Provence. Die 21,6 km lange Strecke ist grob geschottert, gestartet wird in Bedoin, das Ziel ist beim Observatorium. Cagnos Rennwagen: Der neue Fiat 100 HP, ein 16-Liter-Ungetüm, mit Kettenantrieb und schwachen Bremsen auf die Hinterräder. Cagnos grösster Rivale ist Henry Rougier - der französische Flieger und Ventoux-Sieger 1904. Er verliert auf einem französischen de Dietrich knapp 30 Sekunden auf seinen Widersacher.

    2. Targa Florio: 22. April 1907

    Fiat GP

    Die 2. Targa Florio ist der wohl grösste Erfolg von Fiat in ihrer kurzen Renngeschichte. Haben sich 1906 nur 10 Teams für die drei Runden durch das gebirgige Madonien eingeschrieben, sind es jetzt an die fünfzig, die sich auf den 148 km langen Circuito delle Madonie wagen. Die Strassen sind schlecht, von Löchern übersät, staubig, gefährlich und viele Zuschauer undiszipliniert. Die Aufgaben aus technischen Gründen mehren sich. Es kommt zum Doppelsieg von Fiat: 1. Felice Nazzaro (8h17‘36“), 2. Vincenzo Lancia (8h29‘29“) beide auf dem 28-40 HP, ein Rennwagen, mit 4 Zylindern, nur noch 7,363 Liter und 800 kg schwer. Ein Rennwagen bestens geeignet für die vielen Kurven, Steigungen und Gefälle. Bester Ausländer ist der Belgier Arthur Duray auf Lorraine-Dietrich: 4. Rang.

    Kaiserpokal – Taunusrennen: 13.-14. Juni 1907

    Fiat GP

    Nach den Erfolgen an der Targa Florio doppelt Fiat am Kaiserpokal im Taunusgebiet nach. Der Deutsche Kaiser Wilhelm II ist persönlich anwesend. Drei Wagen sind aus Turin gemeldet. Ihre Fahrer: Felice Nazzaro, Vincenzo Lancia und Luigi Wagner. Die Rennwagen: Fiat „Taunus“, 8,004 Liter, 4 Zylinder, Druckschmierung, 950 kg schwer. Bereits morgens um sechs Uhr wird in Zweiminutenabständen gestartet (ein übliches Startprozedere). 4 Runden zu je 117 Kilometern stehen auf dem Programm. Nach 5h34‘26“ gewinnt erneut Nazzaro. Fünf Minuten zurück folgt der Belgier Lucien Hautvost auf Pipe. Wagner wird fünfter, Lancia sechster. Und der Kaiser? Er übergibt persönlich den Pokal – den Kaiserpokal!

    Grand Prix de France in Dieppe: 2. Juli 1907

    Fiat GP

    Felice Nazzaro gewinnt 1907 zum dritten Mal ein grosses Rennen. Diesmal auf dem 130 HP, ein Fiat mit 130 PS, 16,286 Liter, für über 160 km/h übersetzt. Nazzaro fährt auch die schnellste Runde bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 120 km/h. Seine Kollegen Vincenzo Lancia und Luigi Wagner scheiden wegen Defekten aus.

    Der GP de France führt über sage und schreibe 769,880 km, zu fahren sind 10 Runden und Nazzaro benötigt dafür 6h46‘33“. 37 starten, 17 kommen ins Ziel. Startnummern gibt es keine, dafür wird die Marke jedes Wagens mit dem/den Anfangsbuchstaben- und der Reihenfolge innerhalb der Marke gekennzeichnet. 769,880 km Gesamtdistanz! Und heute?

    Geschwindigkeitsrekorde

    Fiat GP

    Nach den Erfolgen im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts wird es eher still um Fiat. Doch ganz aus den Schlagzeilen geraten die Turiner nicht. Sie bauen den S.76, ein Monster für Rekordfahrten, ein Biest um den Blitzen-Benz der Deutschen zu schlagen. Hier seine Daten: 4 Zylinder in Reihe, 28.353-Liter (190x250mm), ungefähr 300 PS und 1‘650 kg schwer. 2 Exemplare sollen gebaut worden sein, eines für die Werksfahrer Felice Nazzaro und Pietro Bordino und eines für einen Russen.

    Viele Geschichten und Mythen ranken um diesen Rekordwagen.  Die Wahrheit zu finden ist unmöglich, unwichtig. Wahr ist einzig die Feststellung, dass dieser Rekordwagen wenig zur Verbesserung des Automobils beigetragen hat!

    Parma – Poggio di Berceto: 5. Oktober 1919

    Fiat GP

    Auch in Italien kommt nach der Grande Guerra der Automobilsport nur zögernd in Schwung. Neue Autos gibt es praktisch keine und eine brauchbare Rennformel wird die FIA erst 1922 zur Anwendung bringen.(2-Liter-Formel). So steht bei Fiat für das Bergrennen Parma – Poggio di Berceto vom 5. Oktober 1919 einzig der Typ S.57/14B zur Verfügung, ein 4,5-Liter mit Vierradbremsen aus dem Jahre 1914. Antonio Ascari, am Beginn seiner kurzen Karriere, siegt auf dem 4,5-Liter. Die Konkurrenz - Lorenzo Macchi oder Mario Negri - muss sich ebenfalls mit altem Material abmühen. Aber immerhin die Neugeburt des Automobilsportes in Italien hat stattgefunden.

    XII Targa Florio: 24.Mai 1921

    Fiat GP

    Graf Giulio Masetti auf dem Fiat S.57/14B Corsa und der Deutsche Max Sailer bestimmen die XII Targa Florio auf Sizilien. Beide auf Fahrzeugen mit Ursprung in den 10er-Jahren. Masetti auf dem 4,5-Liter-Fiat (ev. 4,8 Liter), Sailer auf einem 7,7-Liter-Mercedes. Masetti gewinnt mit 2 Minuten Vorsprung auf Max Sailer, gefolgt von den Alfa Romeo-Fahrern Giuseppe Campari, Ugo Sivocci und Enzo Ferrari. Max Sailer ist die Hin- und Rückfahrt nach Stuttgart auf eigener Achse gefahren. (Damals keine aussergewöhnliche „Transportart“ - auch für Grand Prixautos nicht.) Und Alfa Romeo kündigt mit seinem eindrücklichen Mannschaftsergebnis zukünftige Erfolge an.

    Gran Premio d’Italia: 4. September 1921

    Fiat GP

    Fiat gegen Ballot heisst der Zweikampf. Italien gegen Frankreich. Pietro Bordino gegen Jules Goux. Fiat bringt den 801 – 402 Corsa, ein 3-Liter-8-Zylinder an den Start zum Strassenrundkurs Montichiari in der Provinz Brescia. Ballot vertraut ebenfalls einem 8-Zylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen und vier Ventilen pro Zylinder. Bordino erleidet eine Reifenpanne und gibt auf. Der Sieg gehört dem Franzosen Jules Goux, gefolgt vom Markenkollegen Jean Chassagne.

    PS  Das Bugattiheck. Spitz zulaufende Heckpartien gab es natürlich schon in den späten 10er Jahren. Sénéchal, Salmson und auch bei Bugatti. Diese Karrosserien waren aber meist in allen Ebenen konisch zulaufend. Die typische Heckpartie mit der senkrechten Messerkante wie sie der Bugatti 35 oder 51 zeigen wird, hat Ettore Bugatti in der gesamten Linienführung beim Fiat 801 und seinen Nachfolgern abgeschaut. Abkupfern nennt sich sowas!

    Grand Prix de France: 16. Juli 1922

    Fiat GP

    Pietro Bordini startet am GP de France in Strassburg mit dem neuen 170 km/h schnellen 6-Zylinder Typ 804-404 Corsa. Ein weiterer Fiat nach der jetzt gültigen Formel – 2 Litermotor und maximal 650 kg schwer – pilotiert Felice Nazzaro. Und auch seinem Neffen Biagio Nazzaro wird ein solcher Superrennwagen anvertraut. Der grosse Fahrer aus der Urzeit des Motorsports geht bald in Führung und gibt sie nicht mehr ab. Die Ausfallrate ist hoch. Das vorgelegte Tempo der Fiatfahrer verkraftet die Konkurrenz schlecht. Von den 19 gestarteten Grand Prix-Wagen erreichen fünf das Ziel, davon drei Bugatti T30.

    Nach der Zieldurchfahrt erfährt Felice Nazzaro den Todessturz seines Neffen Biagio. Ein bitterer Sieg!

    Gran Premio d’Italia: 10. September 1922

    Fiat GP

    Erstmals findet der Gran Premio d’Italia im soeben fertig gebauten Autodromo di Monza statt 800 Kilometer sind angesagt! Pietro Bordino lässt sich den Sieg auf dem 804-404 nicht nehmen. Felice Nazzaro wird zweiter. Aus einer Pressemitteilung der Turiner:  „Die 2-Liter-6-Zylinder haben ihre technische Vollkommenheit und ihren Widerstand bewiesen. Es ist daher ein Sieg von Wagen und Menschen!“ Auf den Fiat-Rennwagen der 8er-Typenreihe ist Pietro Bordino in den frühen Zwanzigerjahren zum unumstrittenen Star der Grand Prix-Fahrer geworden

    Grand Prix d’Europe in Monza: 9. September 1923

    Fiat GP

    Erneut kommt Fiat mit einem überarbeiteten Rennwagen an den Start. Der 805 – 405. Ein Roots-Kompressor erhöht die Leistung des jetzt mit 8-Zylindern versehenen 2-Litermotors auf 150 PS Es ist der erste Grand Prix-Wagen mit Kompressor. Und je nach Hinterachsübersetzung soll er bis 220 km/h schnell sein. Carlo Salamano siegt vor Felice Nazzaro, dem Amerikaner Jimmy Murphy auf Miller und Ferdinando Minoia auf einem sog. Benz „Tropfenwagen“ (2-Liter-6-Zylinder-Mittelmotor). Weitere Rennwagensind beim 80-Rundenrennen nicht klassiert. Pietro Bordino gibt das Rennen auf. Die bei einem Sturz im Training erlittenen Verletzungen – sein Beifahrer ist dabei ums Leben gekommen – erwiesen sich zu schmerzhaft.

    Gran Premio di Milano: 4. September 1927

    Fiat GP

    Ab 1924 stellen sich für Fiat keine grossen Erfolge mehr ein. Bugatti, Alfa Romeo, Mercedes heissen die neuen Sieger. Doch die FIA kündigt auf 1927 ein neues Grand Prix-Reglement an. 1,5-Liter, 700 kg Minimalgewicht, ein-oder zweisitzige Karrosserie. Und da erscheint Fiat zum Gran Premio di Milano mit einer völlig neuen Konstruktion. Erwin Tragatsch schreibt: „In der 1,5-Liter-Klasse gab es eine Sensation des gerade fertiggestellten Fiat-Rennwagens Typ 806 Corsa. Dieser hochmoderne Wagen hatte einen 1,493-Liter-12-Zylinder-Motor mit drei obenliegenden Nockenwellen, einem Kompressor und eine einsitzige Karrosserie. Der Motor leistet 175 PS bei 7500 U/min und als Spitze wurde 225 km/h angegeben.“ Im Finale – es ist ein Ausscheidungsrennen im Cupstil – fährt Pietro Bordino allen auf und davon. Weder die P2 von Alfa Romeo, noch die Bugatti 35 können folgen. Im 50-Kilometer-Finale siegt Pietro Bordino mit 42,6 Sekunden Vorsprung auf Campari im Alfa Romeo P2!

    PS. Kaum hatte Pietro Bordino gewonnen, wurde bekannt, dass an höchster Stelle bei Fiat beschlossen wurde (Generaldirektor Giovanni Agnelli), den einzigen 806 Corsa zu verschrotten. Der vom genialen Alberto Massimino entwickelte 806 Corsa verschwand von der Grand Prix-Bühne. Genaue Gründe sind nicht bekannt. 1 Rennen, 1 Sieg .Aus! Enttäuscht wechselte Bordino zu Bugatti.

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    ju******:
    31.12.2013 (12:27)
    Toller Artikel.
    Unbegreiflich, dass Agnelli den 806 Corsa verschrotten liess!
    Zu ergänzen wären die Rennen, die Fiat in den USA gewann:
    1911 Grand Prize in Savannah, Georgia, mit David Bruce-Brown und den 1912 Grand Prize in Milwaukee, Wisconsin, mit Caleb Bragg.
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