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Bild (1/1): Rallye Monte Carlo 1966 - Mäkinen/Easter werden auf dem BMC Cooper S qualifiziert, fuhren Bestzeit auf 11 Sonderprüfungen (© Zwischengas Archiv)
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    Rallye Monte Carlo 1966 - „Nie wieder Monte Carlo!“

    Erstellt am 21. Januar 2011
    Text:
    Bernhard Brägger
    Fotos:
    Archiv 
    (2)
     
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    Im Rechenzentrum ist die Rangliste für den Aushang bereit:
    1.) Mäkinen/Easter (BMC Cooper S)
    2.) Aaltonen/Ambrose (BMC Coooper S)
    3.) Hopkirk/Liddon (BMC Cooper S)
    4.) Clark/Melia (Ford Cortina Lotus)
    5.) Toivonen/Mikander (Citroen DS 21)

    Da schreiten die Sportkommissare zur Tat. Sie streichen kurzerhand die vier ersten von der Liste. Neu stehen Pauli Toivonen/Ensio Mikander an der Spitze. Und ihr Fahrzeug? Richtig, ein Citroen DS 21. Das stösst sauer auf, der grösste Skandal in der langjährigen Geschichte der Rallye Monte- Carlo wird Wirklichkeit.

    Am 1. August 1965 beschliesst die FIA in Paris ein für den ganzen Motorsport ein neues Gesetz. Im sogenannten Anhang J sind die Vorschriften für die einzelnen Fahrzeuggruppen und –klassen festgehalten. Kurz vor dem Start zur Rallye Monte Carlo 1966 treten sie in Kraft und kaum jemand besitzt jetzt noch Zeit, diese seriös zu studieren und bis ins letzte Detail einzuhalten  – ausser Citroën, die sich frühzeitig ein Exemplar beschaffen können. Citroën gelingt es für den neuen DS 21 problemlos, den Nachweis von 5‘000 produzierten Exemplaren vorzulegen.  Somit gilt der DS als Serientourenwagen der Gruppe 1. Hingegen glauben die Citroën-Manager, die Homologation der BMC-Minis anzweifeln zu müssen – mit der Begründung, Austin und Morris seien zwei verschiedene Marken und somit seien zu wenig Minis vom Fliessband gefahren. Dem ist natürlich nicht so, Austin und Morris gehören beide zur British-Motor-Corporation und zusammen wurden genügend Gruppe-1-Cooper produziert. Wenn es nach Citroën gehen soll, gehören die Minis in die Gruppe 2 (Spezial-Tourenwagen, 1‘000 Stück pro Jahr) und sind somit mit dem ungünstigen Koeffizienten zu bestrafen. Dies würde  ein Handicap von 18 Prozent bedeuten!

    Schlagzeilen wie Protest und Betrug zieren viele Zeitungen. Schlussendlich beruhigt sich das Theater. 200 Unentwegte nehmen das Risiko auf sich und starten. Die BMC Cooper S treten wie vorgesehen in der Gruppe 1 an. Von der ersten Spezialprüfung an verblasen sie die Konkurrenz nach Strich und Faden. Da tritt ein neues Problem auf: Die Einfaden-Jodlampen der Cooper von Mäkinen/Easter und Aaltonen/Ambrose können nicht mittels Doppelfadenlampen abgeblendet werden. An einem Drehknopf kann die Lichtintensität etwas gedrosselt werden. Abblenden nach englischer Art! Dies verstösst gegen den Anhang J und gegen die Verkehrsvorschriften, werden doch die Überführungsetappen auf nicht gesperrten Strassen – also im  Gegenverkehr gefahren.  Eine absolut klare Sache. BMC muss ausgeschlossen werden.  Sie werden es aber vorerst nicht - und am Ende werden sie dann doch disqualifiziert!

    Im Parc fermé – vor der Schlussrunde der 60 besten über den Col de Turini und den Col de la Couillole – stellen die Kommissare offiziell fest, dass die Cooper und der Ford Lotus von Clark mit nicht der reglementarisch vorgeschriebenen Beleuchtung ausgestattet sind. Doch zum Start der alles entscheidenden Spezialprüfungen werden sie zugelassen und erst nach der Zieleinfahrt postwendend disqualifiziert. Der Skandal ist perfekt, ist aber nicht durch die Unsportlichkeit von BMC ausgelöst. Die Unsportlichkeit liegt im Zeitpunkt. Der Regelverstoss ist schon längst festgestellt worden, trotzdem lassen die Kommissare die Minis weiterfahren, sicher in der Hoffnung, sie werden sich beim angeschlagenen Tempo selber eliminieren.

    P.S. Jene, die in dieser Schlammschlacht einen klaren Kopf behalten, stellen fest, dass die Rallye Monte Carlo 1966 nur Verlierer aufweist. Die beiden tödlich verunglückenden Spanier Pampyn/Tarravilla, die ausgeschlossenen Skandinavier und Engländer auf ihren überragenden Autos,  zögernde Organisatoren, unter Druck gesetzte, machtgierige Kommissare,  die sich und den Sport der Lächerlichkeit preisgeben. Dazu eine Motorsportpresse, die mit ihren Sensationsberichten in teilweise übler chauvinistischer Art kontraproduktiv wirkt, damit die Motorsportgegner auf den Plan bringt und nicht zuletzt die Automobilwerke selber, die mit Sport- und Verkehrsgesetzen liederlich umgehen.  Schade, denn Ansätze zur Gesundung des Rallyesportes sind vorhanden gewesen: Professionelle Sportgesetze, längere Ruhepausen, attraktive, von der Polizei abgesperrte und überwachte Strecken. Doch diese positiven Neuerungen gehen im grossen europäischen Geschrei völlig unter.

    Quelle:

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