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Rallye Monte Carlo 1939 - Der warmen Rivierasonne entgegen

Erstellt am 20. Januar 2011
, Leselänge 3min
Text:
Bernhard Brägger
Fotos:
Archiv 
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Zwei französische Equipen treffen in Monaco bei schönstem Wetter ohne Strafpunkte ein, erzielen bei der Beschleunigungs- und Bremsprüfung gleich viele Punkte und beim neu ins Programm aufgenommenen Bergrennen bei Eze die genau gleiche Zeit. Und weil beide Athen als Startort ausgesucht-, die Wagen weder an Felswänden, Telegrafenmasten oder Randsteinen beschädigt haben, stehen die bestbekannten Trévoux/Lesurque (Hotchkiss 686) und Paul/Contet (Delahaye 135 M) als Sieger ex-aequo fest. Das Preisgeld von 70 000 Francs teilen sie untereinander auf. Und der Siegerpokal? Entzwei gesägt? 

Die Rallye Monte Carlo 1939 verlief ohne grosse Geschichten, ohne Skandale und ohne nennenswerte Schikanen von machtgierigen Kommissaren ausgedacht. Um eine weitere Komödie am Zielstrich zu vermeiden, leuchtet beim Überfahren des Zielstrichs eine Lampe auf. Neu müssen jetzt alle Passagiere samt Gepäck bei der Publikumsbelustigung an Bord sein - aus was für Gründen auch immer.

So lassen wir zum Abschluss der Epoche zwischen den beiden Weltkriegen den Schweizer Lancia-Fahrer Felix Delmarco zu Wort kommen. Delmarco holt sich den 23. Rang und scheint mit sich und der Welt ganz zufrieden zu sein. „Wir verliessen Palermo Dienstag, den 17. Januar und sind am Samstagnachmittag, den 21. Januar in Monaco eingetroffen. Auf dieser 4'100 Kilometer langen Reise passierten wir nacheinander Messina, Reggio Neapel, Rom, Padua, Ljubljana, Wien, München… wobei wir in Süditalien von wundervollem Wetter begünstigt waren. Die Traversierung von Kalabrien während der ersten Nacht stellte an Fahrer und Maschine bedeutende Anforderungen, ist doch die Strasse auf einer Länge von über 300 Kilometern gar nicht gewalzt und dazu sehr steinig. An der Kontrolle in Ljubljana offerierte der jugoslawische Automobil-Club jedem Konkurrenten Speis und Trank. In Graz stiessen wir erstmals auf Schnee und ausserordentlichen Nebel, der ein Fahren mit 15 km/h nötig machte, wobei ich den Kopf stets hinausstrecken musste, um ja sicher zu gehen und meinen Weg langsam abzutasten. In der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag waren die Strassen eisig und umso gefährlicher. Ab Salzburg spürten wir die Reichsautobahn unter den Rädern, die uns gestattete, die durch den Nebel hervorgerufene Verzögerung wettzumachen. In Colmar setzten heftige Regengüsse ein, die uns bis Grenoble unaufhörlich begleiteten. Glücklicherweise fanden wir den Col de Croix-Haute  schneefrei, wodurch die Strapazen auf der letzten Fahretappe, die mit minimal 50 km/h und maximal 60 km/h zu erledigen war, auf ein Minimum herabgemindert wurden. Anderseits liess uns die warme Rivierasonne und die strahlende Bläue des Mittelmeerhimmels alle hinter uns liegenden Strapazen vergessen. Wir rollten zur Zielkontrolle in Monte Carlo, wo uns ein herzlicher Empfang zuteil wurde.“

Quelle:
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