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Bild (1/2): Delahaye 135 S (1936) - Silhouette im Vergleich (© Remi Dargegen - Courtesy RM/Sotheby's, 2019)
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    Vom Delahaye 135 S zum M Sport Hebmüller Coupé - Metamorphosen eines besonderen Autos

    18. Mai 2019
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Remi Dargegen - Courtesy RM/Sotheby's 
    (42)
    Courtesy Jean-Paul Tissot - Courtesy RM/Sotheby's 
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    Sie waren vornehm und luxuriös, die Automobile von Delahaye der Zwanzigerjahre und selbst als Feuerwehrautos fuhren sie besser und schneller als die Konkurrenz. Doch mit dem Kauf von Delage im Jahr 1935 und der Entwicklung des Delahaye 135 wurde die französische Marke immer sportlicher.

    Delahaye 135 S (1936) - Vergleich der Karosserien von 1939 und 1952, die beide einst auf demselben Chassis montiert waren
    © Copyright / Fotograf: Remi Dargegen - Courtesy RM/Sotheby's

    Schnelle Rennsportversion

    Angetrieben wurden die Delahaye 135 von einem Reihensechszylindermotor mit 3227 cm3. Dieser robuste und zuverlässige Motor stammte eigentlich aus einem Lieferwagen und wies eine tiefliegende Nockenwelle auf, die über Stösselstangen und Kipphebel die stehenden Ventile öffnete und schloss.

    Die schwächste Ausführung leistete 90 PS, aber mit besserer Vergaserbestückung und etwas mehr Hubraum durften es beim Typ “Compétition” auch 130 PS sein.

    Delahaye 135 S (1936) - Reihensechszylinder mit tiefliegender Nockenwelle
    © Copyright / Fotograf: Remi Dargegen - Courtesy RM/Sotheby's

    Geschaltet wurde über ein Vierganggetriebe oder über ein Wilson-, respektive Cotal-Vorwählgetriebe.

    Delahaye 135 (1948) - Chassis ohne Karosserie
    © Zwischengas Archiv

    Das Fahrgestell war robust konzipiert, die Vorderräder waren einzeln an einer Querblattfeder aufgehängt, hinten gab es eine Starrachse mit Halbelliptikfedern.

    Knapp über 900 kg schwer war das Chassis, die Rennsportkarosserien aus Aluminium machten den Wagen nur unwesentlich schwerer.

    Diese Rennwagen hatten einen sehr guten Ruf. Man konnte eine ganze Saison ohne Motorüberholung fahren und das war damals eine gewaltige Leistung.

    Vorgesehen für Le Mans

    Zentral für die Rennsportanstrengungen der Marke Delahaye war ab 1936 die “Equipe Bleue” der Madame Lucy Schell, die mit ihrem Mann und auch alleine erfolgreich Langstreckenrennen und Rallyes bestritt, ihre Autos aber auch anderen Fahrern zur Verfügung stellte. Einer dieser Piloten war René Carrière.

    Nachdem die 24 Stunden von Le Mans 1936 wegen Streiks nicht durchgeführt werden konnten, suchte die Equipe Bleue nach anderen Rennveranstaltungen, um die drei blauen Delahaye 135 einzusetzen.

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    Rekord am Mont Ventoux

    Eines dieser Autos war Chassis 46810, der dritte 135 S, den sich die Schells für den Le-Mans-Start zugelegt hatten. Der Wagen wurde “Blue Buzz II” genannt und am Mont Ventoux ermöglichte dieser Wagen Carrière am 20. September 1936 einen neuen Streckenrekord und den Rennsieg.

    Delahye 135 S (1936) - Gesamtsieger René Carrière beim Bergrennen auf den Mont Ventoux im September 1936,
    © Copyright / Fotograf: Courtesy Jean-Paul Tissot - Courtesy RM/Sotheby's

    In Donington schaute zwei Wochen später ein achter Platz heraus, im Folgejahre resultierten in Tunesien zweite und dritte Plätze im Mai 1937.

    Die erste Verwandlung

    Für die Rennsaison 1939 erhielt der Delahaye 135S (46810) eine neue aerodynamischere Karosserie bei den Chappes Frères.

    Delahaye 135 S (1936) - Eugène Chaboud beim Grand Prix de Pau im April 1939, neben dem Talbot von Etancelin und dem Delahaye von Paul
    © Copyright / Fotograf: Courtesy Jean-Paul Tissot - Courtesy RM/Sotheby's

    Eugène Chaboud fuhr den Wagen während der ganzen Saison und siegte damit beim Critérium Paris-Nice. Einige weitere zählbare Rennergebnisse kamen dazu.

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    Zweiter Anlauf in Le Mans

    Am 17. und 18. Juni 1939 war der Wagen zum zweiten Mal für die 24 Stunden Le Mans gemeldet. Am Steuer sassen wiederum Chaboud und Yves Giraud-Cabantous. Sie schafften aber nur 99 Runden, dann war Schluss.

    Delahaye 135 S (1936) - kurz vor dem Start zu den 24 Stunden von Le Mans 1939
    © Copyright / Fotograf: Courtesy Jean-Paul Tissot - Courtesy RM/Sotheby's

    Es siegten damals Jean-Pierre Wimille und Pierre Veyron auf einem Bugatti Type 57C Tank, gefolgt von einem Delage. Auf dem 6., 8. und 11. Platz landeten dann drei Delahaye.

    Kurz nach Kriegsausbruch wurde der Wagen an Herrn Grivelet, einen Pariser Weinhändler, verkauft. Dieser entschied sich nach einigen Jahren, dem Wagen eine neue Karosserie zu geben und wandte sich mit diesem Auftrag an die Firma Hebmüller in Wülfrath.

    Die zweite Verwandlung

    Es dürfte eine der letzten Spezialkarosserien gewesen sein, die Hebmüller baute, dennn 1952 ging das Unternehmen konkurs, eine Folge des verheerenden Brandes im Wülfrather Werk im Jahr 1949.

    Delahaye Hebmüller, gebaut 1952

    Das Ergebnis der Hebmüller-Blechkünstler konnte sich sehen lassen. Das Coupé bot zwei bis drei Personen Platz und wirkte modern und elegant. Das Dach könnte geöffnet werden und die Heckscheibe liess sich herausnehmen, wenn der Besatzung nach mehr Frischluft war.

    Delahaye 135 M Sport Hebmüller Coupé (1948) - Reserverad unter einer Klappe hinter der Vorderachse
    © Copyright / Fotograf: Remi Dargegen - Courtesy RM/Sotheby's

    Als Besonderheit war das Reserverad stehend hinter der Vorderachse untergebracht und konnte via einen Deckel entnommen werden.
    Im Jahr 1970 verkaufte Grivelet das Coupé. Es gelangte via Belgien in die Niederlande, bis es in den Neunzigerjahren zurück nach Frankreich verkauft wurde.

    Die dritte Verwandlung

    Im Jahr 2011 wurde die Hebmüller-Karosserie vom Chassis 46810 gehoben und anstelle davon wieder eine Rennwagenkarosserie aufgesetzt.

    Delahaye 135 S (1936) - mit aerodynamischer Rennkarosserie, wie sie im Jahr 1939 gefahren wurde
    © Copyright / Fotograf: Remi Dargegen - Courtesy RM/Sotheby's

    Die “Carrosserie Bonnefoy” hämmerte aus Aluminium ein Duplikat der 1939-er-Version des “Chappes Frères”-Aufbaus.

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    Die vierte Verwandlung

    Die Hebmüller-Karosserie wurde für einige Zeit gelagert, bis sich ein passendes Fahrgestell eines Delahaye 135 M (Nummer 800870) mit Baujahr 1948 finden liess.

    Delahaye 135 M Sport Hebmüller Coupé (1948) - zwei- bis dreiplätziges Coupé
    © Copyright / Fotograf: Remi Dargegen - Courtesy RM/Sotheby's

    Auf das komplett restaurierte Chassis wurde dann die leicht übeholte Hebmüller-Karosserie gesetzt und damit der Nachwelt erhalten.

    Was bleibt nach 83 Jahren?

    Das originale Rennsportchassis 135 S von 1936 (Fahrgestell 46810) hat samt Motor genauso überlebt, wie die Hebmüller-Karosserie aus dem Jahr 1952, die um 2011 auf ein restauriertes Chassis (800870) gesetzt wurde.

    Delahaye 135 M Sport Hebmüller Coupé (1948) - geschmackvolles Interieur
    © Copyright / Fotograf: Remi Dargegen - Courtesy RM/Sotheby's

    RM/Sotheby’s wird am 25. Mai 2019 im Park der Villa Erba gleich beide Delahaye 135 unter den Hammer bringen. Für den Rennwagen 135 S von 1936 (Chassis/Motor 46810) wurden EUR 1,0 bis 1,3 Millionen geschätzt, für das Hebmüller-Coupé auf dem 135 M Chassis von 1948 (Chassis/Motor 800870) sind EUR EUR 250’000 bis 350’000 als Estimate publiziert. Eigentlich müsste man sie gleich beide kaufen.

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    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    ne******:
    21.05.2019 (12:39)
    Wunderbares Beispiel für "Original oder ..."

    Martin Schröder
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