Bergrennen Arosa ClassicCar 2021 – Neue Rekorde auf und neben der Strecke

Erstellt am 6. September 2021
, Leselänge 3min
Text:
Paul Krüger
Fotos:
Simon Kwasny 
38
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Im Gegensatz zu den meisten Oldtimer-Veranstaltungen durfte das Arosa ClassicCar auch 2020 stattfinden – allerdings ohne Publikum. Die enttäuschten Zuschauer hatten dann wohl einiges an Nachholbedarf, denn zur diesjährigen 17. Auflage des Bergrennens, die vom 2. bis 5. September wieder vor besetzten Tribünen stattfinden durfte, kamen mit über 29'000 Leuten so viele Gäste wie nie zuvor.

Bild Renault Alpine A310 1600 VG (1976) - Kategorie Classic Trophy - Arosa ClassicCar 2021
Renault Alpine A310 1600 VG (1976) - Kategorie Classic Trophy - Arosa ClassicCar 2021

Das Starterfeld stellte zwar keinen neuen Grössenrekord auf, trotzdem war es mit 175 gemeldeten Fahrzeugen sehr umfangreich. Gefahren wurde wie schon in den Jahren zuvor in vier Klassen. In den Kategorien "Classic Trophy" und "Sport Trophy" wurden je vier Läufe auf Gleichmässigkeit gefahren, wobei in der ersten Gruppe eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/h nicht überschritten werden durfte. In der Kategorie "Competition" wurde ganz klassisch auf Bestzeit gefahren, wobei Formel-Rennwagen gesondert gewertet wurden. Wer einfach nur seinen Wagen dem Publikum präsentieren wollte, fuhr Demo-Läufe in der Kategorie "Alpine Performance".

Bild Ford A-Racer (1929) - Kategorie Alpine Performance - Arosa ClassicCar 2021
Ford A-Racer (1929) - Kategorie Alpine Performance - Arosa ClassicCar 2021

Formel-1-Prominenz und Porsche-Dominanz

Prominentester Gast des diesjährigen Arosa ClassicCar war der ehemalige Formel-1-Fahrer Arturo Merzario, der in der Klasse "Sport Trophy" einen Abarth Sport Spider aus der Sammlung von Engelbert Möll und sich auf Platz 14 von insgesamt 25 Startern ziemlich mittig im Klassement einsortierte.

Bild Abarth 2000 Sport Spider (1968) - Kategorie Sport Trophy - Arosa ClassicCar 2021
Abarth 2000 Sport Spider (1968) - Kategorie Sport Trophy - Arosa ClassicCar 2021

Sieger der "schnellen" Gleichmässigkeitswertung wurde Reto Toscan in seinem bahamagelben Porsche 911, dessen zwei beste Läufe gerade einmal 0,04 Sekunden voneinander abwichen. Daniel Uebelhard erlaubte sich im Audi Quattro 0,13 Sekunden Differenz, Alberto Franceschetti im Porsche 911 Carrera 4 immer noch geringe 0,17.

Bild Porsche ST (1972) - Kategorie Sport Trophy - Arosa ClassicCar 2021
Porsche ST (1972) - Kategorie Sport Trophy - Arosa ClassicCar 2021

Die zweite Gleichmässigkeits-Klasse gewann ebenfalls ein Porsche-Pilot. Massimo Wild fuhr mit seinem 356 Super 90 Roadster sogar noch einen Hauch präziser und erlaubte sich nur 0,02 Sekunden Zeitunterschied.

Bild Porsche 356 Roadster Super 90 (1960) - Kategorie Classic Trophy - Arosa ClassicCar 2021
Porsche 356 Roadster Super 90 (1960) - Kategorie Classic Trophy - Arosa ClassicCar 2021

Den zweiten Platz teilten sich Marc Gassmann im Porsche-befeuerten VW Dickholmer und Patric Iten im Alfa Romeo 2000 GTV mit jeweils 0,04 Sekunden Abweichung.

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Volskwagen Käfer (1964) - Kategorie Classic Trophy - Arosa ClassicCar 2021

Die Zuffenhausener Sportwagen schienen an diesem ersten September-Wochenende unschlagbar, denn auch die "Competition"-Wertung gewann ein 911. Florian Feustel scheuchte seinen IROC-RSR in 4:27,07 Minuten den 7,3 Kilometer langen Kurs von Langwies nach Arosa hinauf und stellte damit obendrein einen neuen Streckenrekord für Strassenautos auf.

Bild Porsche 911 IROC RSR (1975) - Kategorie Competition - Arosa ClassicCar 2021
Porsche 911 IROC RSR (1975) - Kategorie Competition - Arosa ClassicCar 2021

Nach Addition seiner drei besten Zeiten lag der Deutsche 46,77 Sekunden vor Markus Jörg im 19 Jahre älteren Lotus 11 und 1:19,38 Minuten vor Diego Bernhardi im Ford Escort RS 2000.

Bild Lotus 11 Le Mans (1956) - Kategorie Competition - Arosa ClassicCar 2021
Lotus 11 Le Mans (1956) - Kategorie Competition - Arosa ClassicCar 2021

Moralische und tatsächliche Sieger

Die Formel-Wertung verlor dagegen schon nach dem ersten Lauf an Spannung, da mit dem Unfall von Thomas Amweg im Martini-BMW MK50 03 auf einen Schlag die Hälfte des Teilnehmerfeldes eliminiert war. So sicherte sich Walter Tanner im Ralt einen ungefährdeten Sieg bei den offenen Einsitzern.

Bild Ralt (1988) - Kategorie Competition Formula - Arosa ClassicCar 2021
Ralt (1988) - Kategorie Competition Formula - Arosa ClassicCar 2021

Der "Ladies Cup" für die schnellste der elf Damen im Feld ging an Bea Gabalthuler, die im Mini Cooper S 1275 Platz fünf der "Sport Trophy"-Klasse belegte.

Bild Mini Cooper S 1275 (1967) - Kategorie Sport Trophy - Arosa ClassicCar 2021
Mini Cooper S 1275 (1967) - Kategorie Sport Trophy - Arosa ClassicCar 2021

Einen moralischen Sonderpreis für die weiteste Anreise verdiente sich zudem Björn Mattson, der mit seinem Austin Cooper S den weiten Weg aus dem schwedischen Billdal auf sich genommen hatte, um in der "Competition"-Klasse anzutreten, wo er auf dem zehnten Rang landete.

Bild Austin Cooper S (1965) - Kategorie Competition - Arosa ClassicCar 2021
Austin Cooper S (1965) - Kategorie Competition - Arosa ClassicCar 2021

Wie schon vor einem Jahr kam auch an diesem Renn-Wochenende irgendwann der Regen. Doch immerhin hielt sich der Niederschlag an diesem Samstag so sehr in Grenzen, dass die Wertungsläufe nicht abgebrochen werden mussten und die nasse Piste eher für ein zusätzliches Spannungsmoment sorgte. So konnten die Zuschauer nach zwei Jahren wieder das volle Programm historischen Bergrennsports geniessen.

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Quelle:
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von fo******
07.09.2021 (19:24)
Antworten
Zitat: "der Deutsche souveräne 46,77 Sekunden vor Markus Jörg im Lotus 11" . Sorry Lotus 11 LeMans ist 2 Jahrzehnte älter, hat 1/3 Leistung des Porsches und keine Slicks....hmm grübel, grübel und studier oder vor Ort gewesen? Autotausch und das Podest hat einen Sieger in 4min 15 sek. hihi, Bravo Markus! Greets James Hunt....See in Spa.
von co******
07.09.2021 (10:55)
Antworten
ups......sorry, sorry......stimmt ! super super super Bilder !
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Arosa ClassicCar
2. bis 5. September 2021
Das internationale Bergrennen zwischen Langwies und Arosa bietet den Zuschauern Rennsport und Action pur.
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