Limousinen-Luxus aus Japan – Toyota Crown 2.8 Super Saloon und Toyota Century V12
Zusammenfassung
Lexus war weder der Beginn von Toyotas Premium-Ambitionen, noch ist die noble Tochter-Marke deren Spitze. Vorher war schon der Crown, und darüber schwebt bis heute der Century. Zusammen markieren sie Alpha und Omega der japanischen Oberklasse. Dieser Beitrag erzählt die Geschichte der beiden Luxusgleiter und zeigt zwei Exemplare im Vergleich.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Luxusklasse-Rarität
- Lange Tradition
- Reihensechser
- Konstanz
- Zweite Generation mit V12
- Luxus und Zurückhaltung
- Bequem und komfortabel
- Laufruhe pur
- Gleiten statt Hetzen
- Keine wirklichen Nachfolger
- Technische Daten im Vergleich
Geschätzte Lesedauer: 10min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die besten Geschichten schreiben immer die eigenen Erfahrungen. In diesem Fall entstehen sie aus dem offenkundigen Unvermögen, sich an den Linksverkehr in England zu gewöhnen. Auf einer geraden Straße ging es gut, beim Einbiegen in eine andere meistens auch, Kreisverkehre waren oft eine Herausforderung – für alle Beteiligten. Dem Firmenchef im ländlichen, nicht sehr verschwiegenen Surrey wurde wiederholt die Sichtung seines österreichischen Mitarbeiters als Kreisverkehr-Geisterfahrer zugetragen. Zur Rettung von Leben und Dorf-Frieden bestimmte er den Wechsel vom Selbstfahrer zum Gefahrenen. Herr Singh, seines Zeichens Firmen-Chauffeur, wartete sodann täglich Punkt acht Uhr vor der Haustüre und je nach Vereinbarung abends vor dem Firmentor. Mit ihm der Toyota Crown, vom Chef zur Versüßung der neuen Bewegungsart aus seiner kleinen Privatsammlung geholt und von Herrn Singh stets bis in den kleinsten Schnörkel poliert.
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Bilder zu diesem Artikel

Die 4. Generation mit dem coolen Frontdesign (Jg. 1971,5-1974), in Japan «Kujira» (Wal) genannt, gab es für den Export mit dem ganz neuen 2,6-Liter-Motor (in CH nicht mit 2-Liter-Motor). Die im Beitrag beschriebene 6. Generation (Jg. 1980-1983, ab da auch in D erhältlich) kam bei den deutschen Fachjournalisten eig. ganz gut an, auch wenn TOYOTA damit auf dem dortigen Markt keinen grossen Verkaufserfolg erzielen konnte. Dieses Auto konnte man im Unterschied zu den Vorgängern jetzt mit Dauer-Vollgas in D fahren, ohne Schäden dabei zu riskieren (flotte 190 km/h waren mit dem Schalter zu erreichen).
Diese Baureihe hatte für den europäischen Geschmack deutlich weniger Japan-Barock aufzuweisen als ihre Vorgänger. Auch sah diese Reihe anders als im Text beschrieben kaum aus wie aus den 1960er Jahren: Nur schon die Front ist typisch Mitte/Ende 1970er im Ami-Style mit den 4 rechteckigen Lampen, dem Kühler und der typ. Stossstangengestaltung jener Zeit. Auch die geriffelten Rücklichter sehen eher wie bei Mercedes aus den 1970ern aus.
Der Century erinnert einem ein wenig an die russischen Wolga, bei denen eig. gefälliges und typ. 1960er-Jahre-Styling (z.B. Dachform) später mit klotzigen, eckigen Lampen vorne und hinten und seltsamem Frontdesign «modernisiert» wurde. Besser sah es danach aber kaum aus!


































































































































































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