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Porsche 911 Turbo (930) - Strassensportler mit einmaliger Le-Mans-Renngeschichte

Erstellt am 27. April 2018
, Leselänge 10min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Daniel Reinhard 
49
Dan Morgan (mendaman) 
9
Archiv 
29
Porsche 930 Turbo (1975) - Der Gasfuss muss sensibel sein, sonst wird man vom Turbo überrascht
Porsche 930 Turbo (1975) - Ob Bergrennen oder Rundstrecke, der 930 ist immer eine gute Lösung
Porsche 930 Turbo (1975) - Die Fronthaube wird von Schnellverschlüssen gehalten
Porsche 930 Turbo (1975) - Die Alltagstauglichkeit war den Ingenieuren wichtig
Porsche 930 Turbo (1975) - Zeigte den ganz grossen, wie schnell er war
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Die Geschichte klingt fast wie ein Märchen, hat sich aber genauso zu getragen. Im Frühling 1975 kaufte Guido Haberthür einen der ersten Porsche Turbo, um ihn einem Kunden auszuliefern. Doch anstatt den Wagen normal auf der Strasse zu fahren, landete er auf dem 44. Startplatz bei den 24 Stunden von Le Mans und schloss das Rennen auf dem hervorragenden 15. Gesamtrang ab. Heute wäre dies kaum mehr denkbar, in den Fünfzigerjahren war es durchaus die Regel, in den Siebzigerjahren aber sicherlich die Ausnahme.

Bild Porsche 930 Turbo (1975) - Man würde ihm auch nach über 40 Jahren noch Renneinsätze zutrauen
Porsche 930 Turbo (1975) - Man würde ihm auch nach über 40 Jahren noch Renneinsätze zutrauen

Ausnahmeerscheinung Turbo

Als Porsche 1973 einen ersten Porsche Turbo als Prototyp in Frankfurt zeigte und ein Jahr darauf in Paris die Serienversion vorstellte, war der 911 Turbo tatsächlich der einzige Serien-Turbo eines grösseren Herstellers, über 40 Jahre später ist die Aufladung mit einer durch Abgasdruck angetriebenen Turbine allgegenwärtig. Das Funktionsprinzip war schon 1974 uralt, denn es ging bis auf das Jahr 1908 zurück, als Techniker den Motor eines Chadwick-Rennwagens mit einem "Zentralverdichter" versahen. Bei (grossen) Dieselmotoren hatte sich das Rezept ebenfalls seit langem bewährt. Nur wenige serienmässige Strassenfahrzeuge vor dem Porsche 930 wiesen eine künstliche Beatmung mittels Turbo auf, der Chevrolet Corvair Corsa (1965-1966) und der BMW 2002 Turbo (1973-1974) waren Ausnahmen.

Bild Porsche 930 Turbo (1975) - Der wuchtige Flügel ergab durchaus Sinn
Porsche 930 Turbo (1975) - Der wuchtige Flügel ergab durchaus Sinn

Vom Rennsport auf die Strasse

Im Rennsport hatte sich die Turboaufladung bereits bewährt und sorgte bei Porsche für viele Rennerfolge. Bei den Prototypen Porsche 917/10 und 917/30 konnte dank Zwangsbeatmung mit Turbinen eine Leistung von bis zu 300 PS pro Liter Hubraum erreicht werden, zumindest auf dem Prüfstand. Doch auch die renntauglichen 1’100 PS, die ein Porsche 917/30 von 1973 leistete, waren überaus eindrücklich, genauso wie der Verbrauch von bis zu 100 Litern pro 100 km.

Bild Porsche 930 Turbo (1975) - Die Fronthaube wird von Schnellverschlüssen gehalten
Porsche 930 Turbo (1975) - Die Fronthaube wird von Schnellverschlüssen gehalten

Ermutigt durch die Erfolge mit den Rennprototypen transferierten die Porsche-Leute die Turbotechnologie auf den 911 RSR und setzten diesen 1974 in Le Mans ein. 480 PS leistete dort der 2’142 cm3 grosse Motor und kam mit den Fahrern Herbert Müller und Gijs van Lennep auf den zweiten Platz im Gesamtklassement, notabene hinter einem Rennprototpyen von Matra-Simca. Hätte nicht der vierte Gang seinen Geist aufgegangen, wäre vielleicht noch mehr drin gelegen.

Bild Porsche 930 Turbo (1975) - Mit Elementen aus dem Rennsport
Porsche 930 Turbo (1975) - Mit Elementen aus dem Rennsport
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Citroën DS 23 Injection Pallas (1975) (Auktions-Fahrzeug)
Citroën DS 23 Injection Pallas (1975)
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Aufwändige Serienentwicklung

Ein erster Prototyp des Porsche Turbo entstand 1973. Dieser ähnelte noch stark den schnellen Carrera-Typen und bediente sich eines 2,7-Liter-Motors. Fahrversuche im April 1973 fielen allerdings ernüchternd aus. Das Zusammenspiel zwischen Turbolader und Bosch K-Jetronic-Einspritzung wollte noch nicht so richtig klappen und obschon Leistungsmangel sicher kein Problem war, liess insgesamt die Fahrbarkeit und die Haltbarkeit doch sehr zu wünschen übrig. Also entwickelte man weiter, vergrösserte den Hubraum zugunsten eines besseren Drehmomentverlaufs und mehr Laufkultur.

Bild Porsche Turbo (1973) - Prototyp, zum ersten Mal gezeigt an der IAA 1973, noch mit 2,7-Liter Hubraum und 280 PS
Porsche Turbo (1973) - Prototyp, zum ersten Mal gezeigt an der IAA 1973, noch mit 2,7-Liter Hubraum und 280 PS

Ein neues Viergang-Getriebe und eine verstärkte Kupplung sollten helfen, die Kraft im Zaum zu halten. Kotflügelverbreiterungen und breite Räder vorne und vor allem hinten sorgten für mehr Fahrstabilität. Überarbeitete Bremsen, Radführungen und zusätzliche Spoiler verbesserten die Fahrsicherheit. Die Änderungen waren so umfangreich, dass man auf die Typenbezeichnung "911" verzichtete und den Wagen intern "930" nannte. Extern sprach man schlicht vom "Porsche Turbo".

Antithese zur Energiekrise

Im Oktober 1974 feierte der neue 911 Turbo dann seine Premiere, inmitten der Rezession und der Energiekrise. Mancher hätte keinen Pfennig auf dieses Auto gewettet, wer sollte denn ein derartig teures Auto mit hohem Verbrauch schon kaufen? Doch man hatte sich getäuscht. 260 PS stark und 1140 kg schwer stand der Neuankömmling auf dem Messestand in Paris und Kinder und Männer drückten sich die Nase platt an den Seitenscheiben, um einen Blick auf den Tacho, der bis 300 km/h reichte, zu werfen.

Bild Porsche 930 Turbo (1975) - Porsche
Porsche 930 Turbo (1975) - Porsche

So sahen Bubenträume aus. CHF 78’650 musste auf dem Konto wissen, wer sich den Sportwagen bestellen wollte. Das war eine ganze Menge Geld. Zwar kostete ein Ferrari 365 GT/4 BB mit CHF 119’000 nochmals deutlich mehr, aber den günstigsten 911-er gab’s damals zum halben Preis eines Turbos. Immerhin erhielt man ein voll ausgestattetes Fahrzeug, zu dessen Lieferumfang auch eine beheizbare Frontscheibe, eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage, ein Stereo-Kassettenradio mit vier Lautsprechern, eine elektronisch kontrollierte Heizung und ein Heckscheibenwischer gehörte. Der Preis stand dem Erfolg nicht im Wege, schon bald zogen sich die Lieferfristen in die Länge und die wenigen Extras wie Schiebedach oder breitere Pirelli-P7-Reifen wurden gerne geordert.

Bild Porsche Turbo (1976) - viele Pferde zwischen vielen Pferden - Abbildung aus einem Verkaufsprospekt
Porsche Turbo (1976) - viele Pferde zwischen vielen Pferden - Abbildung aus einem Verkaufsprospekt
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Alltagstauglichkeit gross geschrieben

Von Anfang an war den Porsche-Ingenieuren eine uneingeschränkte Alltagstauglichkeit und Langlebigkeit wichtig gewesen. Ein Turbo konnte ganz normal im Strassenverkehr eingesetzt werden, selbst bei hohen Geschwindigkeit war eine Unterhaltung mit dem Beifahrer möglich. Trotz einem von Anfang an gelungenen Produkt, entwickelte man im Porsche-Werk aber weiter. Aussenspiegel konnten ab 1976 von innen elektrisch verstellt werden, die Reifen wurden auch in der Serie breiter, die Karosserie wurde vollverzinkt. 1977 kamen 16-Zoll-Räder dazu. Für das Modelljahr 1978 dann wurde der Motor auf 3,3 Liter vergrössert, die Leistung auf 300 PS erhöht.

Bild Porsche 930 Turbo (1975) - Enge im Motorraum
Porsche 930 Turbo (1975) - Enge im Motorraum

Grössere Bremsen und ein noch dickerer Heckflügel waren nötig, um den nochmals erstarkten Turbo unter Kontrolle zu halten. 1989, also im letzten Produktionsjahr, gab es dann auch für den Turbo auch noch fünf Gänge. Und die Entwicklung ging weiter, 1990 löste der Porsche 964 Turbo den 930 ab. 20’648 930 Turbo (2’876 mit 3-Liter-Motor) waren von Ende 1974 bis Ende 1989 hergestellt worden, wahrlich ein beeindruckender Erfolg für ein Auto, dem man ursprünglich keine Zukunft zugestanden hätte.

Nummer 13 lebt

Am 14. Januar 1975 wurden die Planungsdaten für einen weissen Porsche Turbo in Zuffenhausen festgelegt. Er sollte Grand-Prix-Weiss gespritzt werden und eine rotschwarze Innenausstattung erhalten. Als "Ausstellungsfahrzeug" sollten die Fugen im Bereich des hinteren Deckels besonders sauber verarbeitet (verputzt) werden, stand damals auf dem Fahrzeugauftrag. Beim Wagen handelte es sich um den 13. gebauten Porsche Turbo nach 10 Prototypen. Er erhielt die Chassisnummer 930 570 0023, den Motor 675 0050 und das Getriebe 7750521. Vorgesehen war der Wagen wohl für den Genfer Autosalon 1975. Allerdings existieren keinerlei Aufzeichnungen, ob der Wagen wirklich auf dem Stand in Genf präsentiert wurde.

Bild Porsche Turbo (1975) - Spitzenmodell aus Zuffenhausen mit 3, 0 Litern Hubraum und Abgasturbolader - Genfer Automobilsalon 1975
Porsche Turbo (1975) - Spitzenmodell aus Zuffenhausen mit 3, 0 Litern Hubraum und Abgasturbolader - Genfer Automobilsalon 1975

Auch Fotos zeigen nur einen schwarzen Turbo am Salon. Es ist aber doch wahrscheinlich, dass in Genf zwei Autos präsentiert wurde und der Schwarz-Weiss-Kontrast hätte sich auf dem Stand sicherlich gut gemacht. Gesichert ist, dass der Wagen am 13. März 1975 an den AMAG-B-/C-Händler Guido Haberthür an die Avenue du Chablais 12 in Prilly/Lausanne ausgeliefert wurde. Und dieser hatte auch bereits einen Kunden, nämlich Walter Kläy, ein Freund schneller Autos.

Vom Strassen- zum Rennwagen

Doch Haberthür hatte auch ein Problem. Er war nicht nur Garagier sondern auch der Besitzer eines Rennteams mit zwei Meldungen für die 24 Stunden von Le Mans 1975, vorgesehen für zwei 911 Carrera RSR Rennwagen. Aufgrund von Geldnöten und in der Suche nach kurzfristigem Profit verkaufte Haberthür aber einen der RSR-Einsatzwagen an die Brüder Almeras nach Frankreich und stand nun mit einem ungenutzten Startplatz da. Und die Schweizer Piloten Claude Haldi und Peter Zbinden, sowie der Franzose Bernard Béguin standen ohne Auto da. Hier spielte Haberthür das Glück in die Hände, denn der Automobile Club de l’ouest (ACO) hatte für Le Mans die neue Klasse "GTX" eingeführt, die für nicht homologierte Produktionsfahrzeuge galt. Nur wenige Modifikationen an den Serienautos waren erlaubt, so musste/durfte ein Überrollkäfig montiert werden, ein grösserer Tank eingebaut werden, bessere Bremsen und Ölkühler nachgerüstet werden und die Lichtanlage aufgerüstet werden (inkl. seitlicher Startnummernbeleuchtung).

Bild Porsche 930 Turbo (1975) - Nicht viel Luxus vorhanden
Porsche 930 Turbo (1975) - Nicht viel Luxus vorhanden

Mit dem Kläy-930 hatte Haberthür ein Auto im Zugriff, das sich gut für diese neue Kategorie zu eignen schien. Und der rennbegeisterte Kläy stellte seinen Wagen gerne zur Verfügung. Mit Unterstützung des Werks wurde also der weisse 930 Turbo für die 24 Stunden vorbereitet. Dabei wurde ein stärkerer Turbolader mit Ladedruck-Verstellschraube montiert und vermutlich einige Innereien des sich damals noch im Prototypenstand befindlichen späteren 934 Turbo verbaut, was die Leistung auf ungefähr 350 PS steigerte. Die Bremsanlage wurde im Serienzustand belassen. Dafür rüstete die Haberthür-Crew den weissen Turbo mit einen Überrollkäfig aus, schraubten Cibié-Leuchten auf die Haube und montierten goldene BBS-Felgen mit Michelinreifen. Ein Langstreckentank mit 100 Litern Fassungsvermögen ersetzte den Serientank. Ein rechts montierter Vitaloni-Rückspiegel verbesserte die Sicht auf den nachfolgenden Verkehr - überlebenswichtig in Le Mans. Dazu kamen noch weitere Anpassungen, um dem 24-Stunden-Standard zu genügen. Aber im Grossen und Ganzen war der 911 Turbo immer noch seriennahe. Vorgesehen als Gegner in der Gruppe GRX waren zwei Ferrari 308 GT4, doch diese standen schliesslich nicht in der Startaufstellung.

Bild Porsche 930 Turbo (1975) - Trotz Energiekrise war der 930 ein Erfolg
Porsche 930 Turbo (1975) - Trotz Energiekrise war der 930 ein Erfolg
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Rennerfolg

Haldi/Zbinden/Béguin stellten den Porsche auf den 44. von 55 Startplätzen. Leistungsmässig war der 930 gegen viele der angetretenen 911 Carrera gut gerüstet, so dass sich der 930 schon nach wenigen Runden in den vordersten 20 Rängen wiederfand. Der einzige Schwachpunkt waren die Serien-Bremsen, die zu heiss liefen. Auch die beiden im Training in die Frontschürze gebohrten Löcher zur besseren Kühlung reichten nicht aus um zu verhindern, dass mehrfache Bremsscheiben-Wechsel nötig wurden.

Bild Porsche 930 Turbo (1975) - in Le Mans im Jahr 1975
Porsche 930 Turbo (1975) - in Le Mans im Jahr 1975

Allerdings hatte das Team nur zwei Sätze dabei und als diese verbraucht waren, wusste man nach etwa 22 Stunden Rennzeit keine bessere Lösung, als bei einem Serienauto auf dem Parkplatz die Bremsscheiben auszubauen und im Rennwagen einzusetzen. Wegen der Bremsprobleme, die durch die lange Übersetzung des Vierganggetriebes und spitze Leistungscharakteristik des Turbomotors noch verschärft wurden, konnten Haldi/Zbinden/Béguin zwar den zwischendurch erreichten 11. Gesamtrang nicht halten, der 15. Schlussrang war aber auch so noch eine willkommene Überraschung. Immerhin liess der Serien-Porsche hochkarätige Rennwagen wie mehrere Lola T292/294 hinter sich und schafften 291 Runden oder rund 3900 km in 24 Stunden. Und dies ohne grössere Probleme, wenn man von den Bremsen absieht.

Bild Porsche 930 Turbo (1975) - in Le Mans im Jahr 1975
Porsche 930 Turbo (1975) - in Le Mans im Jahr 1975

Der Klassensieg und ein entsprechender Pokal rundeten den Erfolg ab. In ihrem Rennbericht würdigte die Automobil Revue die Leistung der 930-Equipe: "Zwei Schweizer Teams sind am 24- Stunden-Rennen zu Erfolgen gekommen. Haldi/Zbinden/Beguin brachten ihren noch nicht homologierten Porsche Turbo auf den 15. Gesamtrang, damit siegte dieses Fahrzeug auch in dieser Spezialkategorie. Es handelte sich dabei um einen strikte serienmässigen Porsche Turbo, wobei sich die Bremsen als den Anforderungen nicht gewachsen erwiesen. Die vorderen Bremsscheiben mussten ersetzt werden. Die Carrera nach Gruppe 4 werden übrigens mit den Bremsen des Porsche 917 bestückt."

Zurück auf die Strasse, oder fast

Nach dem Le-Mans-Abenteuer wurden die zwei aufgesetzten Zusatzscheinwerfer wieder demontiert, ansonsten aber fuhr Kläy den 930 im Le-Mans-Trimm. Allerdings war er ob der sehr spitzen Leistungscharakteristik - Pilot Peter Zbinden sprach von einer durch den Turbolader verzögerten, aber umso explosiveren Leistungsentfaltung - für den Strasseneinsatz gar etwas "nervös" und so verkaufte er das Auto an den Rennfahrer Walter Pauli. Dieser hatte am schnellen Porsche viel Freude, optimierte das eine oder andere Detail, um den Wagen für Bergrennen und Slaloms besser geeignet zu machen. So montierte er u.a. eine kürzere Übersetzung. 1978 klebte er die damals beliebten Martini-Streifen auf das ansonsten wieder jungfräulich weisse Auto. Gegen Ende der Achtzigerjahre endete die Rennkarriere des weissen 911 nach unzähligen Starts am Gurnigel, in Altenrhein, Saanen oder Romont, bei denen sich der Turbo mit dem schnellen Pauli am Lenkrad hervorragend schlug. Ab dann wurde der Wagen nur noch auf der Strasse gefahren. So kamen bis heute rund 56’000 km zusammen, die 4000 Le-Mans-Kilometer machen also immer noch imposante sieben Prozent der Gesamtfahrleistung aus. Im Jahr 2017 "entdeckte" der ein Enthusiast den 930 Turbo bei Walter Pauli und kaufte den Wagen.

Bild Porsche 930 Turbo (1975) - Klassische 911er Form mit dem gewissen Extra
Porsche 930 Turbo (1975) - Klassische 911er Form mit dem gewissen Extra

In aufwändiger Arbeit wurde die ganze aufregende Geschichte recherchiert und viele bisher verdeckte Fakten ans Tageslicht gebracht. Sogar ein Zusammentreffen der damaligen Rennfahrer und Mechaniker konnte organisiert werden. Die Freude der einstigen Weggefährten war gross, ihren Rennwagen wiederzusehen, hatte sich der Porsche doch seit damals kaum verändert und glänzte immer noch im weissen Lack und mit dem schwarz-roten Schottenmuster-Interieur.

Auf der Strasse fühlt er sich noch immer sportlich und wettkampfbereit an, der immer noch über 300 PS starke Motor ist im Innern gut zu vernehmen, der Komfort durch Schalensitze und breite Räder zwar etwas eingeschränkt, aber doch deutlich höher als in den meisten Rennwagen der damaligen Zeit. Ob er wohl die 3900 km in Le Mans nochmals so gut durchstehen würde? Man würde es ihm zutrauen!

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Bild Porsche 930 Turbo (1975) - Die Alltagstauglichkeit war den Ingenieuren wichtig
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Quelle:
Logo Quelle
von fa******
17.01.2020
Antworten
Hallo
ich habe sie Beide genossen: den ERSTEN Turbo mit 260 PS in silber und mit
Schottenkaro innen. Meine Frau war entsetzt, aber die Beschleinigungs Orgie hat auch
ihr immer wieder gefallen.Sie kam überigens sehr gut mit dem schlagartig ein-
setzenden Turbo zurecht.

Jetzt zum Zweiten: der hatte dann 300 PS und bessere Manieren. Wir reisten extra nach Zuffenhausen um Farbe und Innenausstattung festzulegen.
Ergebnis war ein wunderbares dunkles Kupferbraun mit beigem Lederinnenraum.

EINFACH ein Traum!! Der hat uns lange begleitet und begeistert, bis unsere inzwischen geborene Tochter den Einstieg auf den Notsitz hinten verweigerte.
Die Beschleunigung war einfach eine Wucht!!

Und das alles als OPEL Vertragshändler. Die OPEL Leute liefen Sturm, aber heimlich wollten sie auch mal fahren.
Später kam dann endlich der LOTUS Omega! Hatte noch mehr PS und noch mehr Drehmoment. Lief ohne Korrekturen stur geradeaus und hatte den Motor
an der richtigen Stelle nämlich vorn!
Es war eine tolle Zeit, der wir uns immer wieder sehr gern erinnern.
MfG Fritz und Christel Asbeck
von co******
15.01.2020 (08:34)
Antworten
Toller Text, tolle Fotos.
Wer diesen Bericht nicht "einsaugt" ist selbst schuld.
Kompliment!!!
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