Peugeot 404 - Peilkanten-Löwe
Zusammenfassung
Von 1960 und 1975 baute Peugeot in Frankreich die Limousine 404, die aus kaum einem französischen Film jener Zeit wegzudenken ist, denn der robuste Wagen diente als Polizeifahrzeug, Taxi, Feuerwehrauto und natürlich auch als privates Transportmittel von Detektiven, Immobilienhändlern und Geschäftsfrauen. Und dies fast 1,9 Millionen Mal, auch in unseren Breitengraden. Dieser Bericht charakterisiert den charmanten Franzosen und versucht zu begründen, warum gerade dieser Wagen so beliebt war. Viele historische Abbildungen und Verkaufsprospekte sowie eine Bedienungsanleitung ergänzen den umfangreich illustrierten Artikel.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Von einem Meister gezeichnet
- Technisch verfeinert
- Bei Einbrechern beliebt
- Eine Klasse höher
- Rallye-Sieger dank Zuverlässigkeit
- Fünfzehn Jahre ohne grössere Veränderungen
- Arbeitspferd und Schönheitskönig
- Auch im letzten Jahr noch attraktiv
- Ein Muster an Übersichtlichkeit
- Weitere Informationen
Geschätzte Lesedauer: 7min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Es gibt kaum einen französischen Film der Sechziger- oder Siebzigerjahre, in dem nicht irgendwann ein Peugeot 404 zu sehen wäre. Und auch hierzulande erfreute sich die robuste Limousine, die oft auch als der “französische Mercedes” bezeichnet wurde, einer grossen Nachfrage und manch ein Exemplar wird noch heute im Alltag genutzt. Dabei war der Erfolg keineswegs garantiert. Für das Design des 1960 vorgestellten Peugeot 404 wandte sich der französische Hersteller wiederum wie beim Vorläufer 403 an den bewährten Partner Pininfarina. Während der 403 noch in Ponton-Formgebung dahergekommen war, glänzte der 404 mit der modernen Farina-Trapez-Linie, die man auch an Modellen von Lancia (Flaminia) und BMC (Austin A60) wiederfand und prompt die Kritik von Verwechselbarkeit und fehlender Markenidentität auslöste.
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Bilder zu diesem Artikel

Der 404 war/ist ein gutes Auto. Die Vorzüge des 404 würden mich auch heute noch zum Kauf reizen....
Ich habe Mitte/Ende der 70er Jahre in Bonn studiert und kann mich an Folgendes erinnern:
Es ging das Gerücht rum, daß der 404, der ja zu der Zeit in Europa schon zum "alrten Eisen gehörte" v.a. aufgrund seiner Fahrwerkseigenschaften (große Räder, gute Bodenfreiheit) in Zentral-Afrika sehr beliebt sei. Und so gab es Studenten, die sich eine spannende, exotische Reise finanzierten, indem sie einen 404 kauften, in den Semesterfreienauf eigener Achse nach Afrika fuhren, und das Auto dort mit einem so großen Gewinn verkauften, der auch den Rückflug nach Deutschland abdeckte.





















































































































































































































































































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