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Bild (1/3): Maserati Quattroporte II (1986) - elegante Limousine der Siebzigerjahre (© Bonhams, 2015)
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    Maserati Quattroporte III - Limousinen-Sportwagen-Hybrid der Siebzigerjahre

    2. Januar 2016
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (1)
    Bonhams 
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    Sie wird Quattroporte III genannt, die Limousine von Maserati, die 1976 erstmals vorgestellt wurde. Dabei hatte sie entweder einen oder drei Vorläufer, je nachdem wie man zählt. Und fast alle namhaften Designer haben irgendwann daran mitgearbeitet.

    Maserati Quattroporte II (1986) - über 12 Jahre wurde kaum etwas am Design geändert
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Die erste Limousine vom Sportwagenhersteller

    Bereits Mitte der Sechzigerjahre, genauer gesagt 1963, wurde die erste Maserati-Limousine präsentiert und sie war eine Sensation, denn bisher hatte der italienischer Hersteller aus Modena ausschliesslich Sportwagen präsentiert.

    Maserati Quattroporte (1965) - frühe Version der erfolgreichen Limousine, gezeichnet von Pietro Frua
    © Zwischengas Archiv

    Mit einem Achtzylindermotor und zeitgenössischer Sportwagentechnik unter dem von Pietro Frua geformten Blech durfte sich zurecht in Anspruch nehmen, die schnellste Limousine ihrer Zeit zu sein.

    Bis anfangs der Siebzigerjahre wurde der Viertürer in zwei Serien und 770 Exemplaren gebaut, dann war Pause.

    Inoffizieller Nachfolger

    Natürlich dachte Pietro Frua über einen Nachfolger nach, insbesondere, da die ursprüngliche Form gegen Ende der Bauzeit durchaus Alterungserscheinungen zeigte.

    Maserati Quattroporte Frua am Genfer Automobilsalon 1972 - wesentlich formreiner als die bereits jahrelang gebaute italienische Limousine ist die gezeigte Version von Piero Frua
    © Archiv Automobil Revue

    Als technische Basis für die wenigen Einzelstücke dienten die Achtzylinder-Maserati-Modelle jener Zeit, die Frua mit einer deutlich modernisierten Karosserie, die durchaus Ähnlichkeiten mit Monteverdi-Schöpfungen aufwies und durchaus modern und attraktiv wirkte.
    Maserati, damals im Besitze von Citroën, aber hatte kein Interesse an diesen Kreationen, so dass es nie zu einer Serienproduktion kam. Insgesamt drei Fahrzeuge sollen bis Mitte der Siebzigerjahre entstanden sein.

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    Offizieller aber erfolgloser Nachfolger

    Maserati selber entwickelte, auf Geheiss von Citroën, einen Viertürer auf der technischen Basis des Citroën SM. Damit waren der V6-Motor mit 190 PS genauso gesetzt wie der Frontantrieb und die hydropneumatische Federung. Auch im Innern spürte man den Einfluss von Citroën.

    Maserati Quattroporte II (1975) - durchaus elegantes Design, aber kaum Parallelen zu zeitgenössischen Maserati-Modellen
    © Zwischengas Archiv

    Für die Gestaltung der Karosserie wandte man sich an Bertone, der Marcello Gandini ans Zeichenbrett schickte. Heraus kam eine Limousine, die kaum als Maserati erkennbar war und mehr an einen BMW erinnerte als an die übrigen Autos aus Modena.

    Vorgestellt wurde die V6-Limousine als Quattroporte II auf dem Pariser Autosalon im Oktober 1974 und auch am Genfer Autosalon 1975 wurde sie gezeigt.

    Im Sommer 1975 aber übernahm Alejandro de Tomaso Maserati und er zog es vor, neue Modelle auf der Basis seiner bei De Tomaso bereits eingesetzten Technologie zu bauen. Die Weiterentwicklung des Quattroporte II wurde gestoppt, vor- und nachher waren rund ein Dutzend Vorserienfahrzeuge und Einzelstücke gebaut worden, von denen einige auch in private Hände gelangten.

    Vom Deauville zum Quattroporte III

    Die technische Basis für einen Viertürer gab es bei De Tomaso bereits, sie hiess Deauville und wurde bereits seit 1971 gebaut. Das Fahrwerk hatte kein geringerer als Giampaolo Dallara entwickelt, das Karosseriedesign der rund 4,8 Meter langen Limousine stammte von Tom Tjaarda.

    Maserati Quattroporte (1976) - erstmals am Autosalon von Turin im Herbst 1976 zu sehen
    © Archiv Automobil Revue

    Am Turiner Autosalon im November 1976 stellte man den Maserati Quattroporte III vor und man kann sich vorstellen, dass Ingenieure und Designer bis dahin eifrig gearbeitet hatten. Denn statt des amerikanischen V8 thronte nun derselbe Maserati-Motor mit vier oben liegenden Nockenwellen, der auch schon den Ghibli oder den Khamsin angetrieben hatte, was 4,2 oder etwas später 4,9 Liter Hubraum und über 280 PS in der grösseren Variante bedeutete.

    Maserati Medici II (1976) - Konzeptfahrzeug von Italdesign
    © Zwischengas Archiv

    Giorgio Giugiaro und seiner Firma ItalDesign wurde die Gestaltung der Karosserie und des Interieurs anvertraut. Als Referenz hatte Giugiaro den Maserati Medici vorzuweisen, jene Schräghecklimousine die zunächst mit sechs und in der zweiten Variante mit vier Sitzen gehobenen Luxus und zukunftsgerichtetes Design repräsentierte. 

    Maserati Quattroporte (1976) - Armaturenbrett der italienischen Limousine, gesehen am Turiner Autosalon
    © Archiv Automobil Revue

    Die Automobil Revue widmete dem Neuankömmling in der Berichterstattung zum Turiner Salon einige Zeilen:
    “Erstaunlicherweise scheint sich De Tomaso mit der von ihm übernommenen Marke Maserati mehr und mehr selbst Konkurrenz machen zu wollen. Unter diesem berühmten, traditionsreichen Namen ist nämlich das Modell Quattroporte («Viertürer») auferstanden. Das von ItalDesign unter Giugiaro geschaffene neue Modell besticht durch seine klare Linie, die mehr überzeugt als die erste vor 13 Jahren herausgekommene Ausführung. Die Front ist nach Maserati-Tradition gestaltet worden. Als Antrieb dient der - wieder aus der Schublade geholte und überarbeitete - 4,2-Liter-Viernockenwellen-V8; seine Leistungen: 270 PS bei 6000 U/min, 40 mkg bei 3800 U/min, 230 km/h.”

    Maserati Quattroporte (1978) - stattliche Proportionen
    © Zwischengas Archiv

    Es sollte allerdings noch bis 1979 gehen, bis der Serienwagen vorgestellt werden konnte.

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    Schwergewicht

    Viel Luxus und eine grosszügige Motorisierung bedeuteten auch einiges an Gewicht. Das Leergewicht der 4,91 Meter langen und 1,89 Meter breiten Limousine betrug 2081 kg. Viel Leder, Holz und eine komplette Serienausstattung mit elektrischen Fensterhebern, beheizbarer Front- und Heckscheibe, Klimaanlage, elektrischer Sitzverstellung und kompletter Stereoanlage entschädigten für die zwei Tonnen Lebengewicht und die DM 112’484 oder CHF 93’000, die ein Quattroporte II in den Achtzigerjahren kostete.

    Maserati Quattroporte II (1986) - gute Rundumsicht und oppulentes Lederinterieur
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Das viele Gewicht in Verbindung mit der eher schwerfälligen Chrysler-Dreigang-Wandlerautomatik sorgte nicht gerade für supersportliche Fahrleistungen. Den Sprint von 0 bis 100 km/h erledigte die 4,9-Liter-Limousine im Test von Auto Motor und Sport in 10,7 Sekunden, als Höchstgeschwindigkeit wurden 214 km/h notiert. 1983 liefen bereits halb so teure Limousinen schneller und gegen GTI und Co war damit beim Ampelsprint kein Staat zu machen.

    Besser bezüglich der Messwerte hätte die Version mit ZF-Fünfganggetriebe ausgesehen, die gemäss Werk für 235 km/h gut gewesen sein soll. Doch diese wurde kaum verkauft, in der Luxusklasse präferierte man halt den Komfort des Wandlers.

    Aussergewöhnlich handlich

    Voll des Lobs waren die Tester aber bezüglich des Fahrverhaltens, das ihrer Meinung durchaus auch Sportwagenanforderungen erfüllte. Trotz der opulenten Aussenmasse und des Wendekreises von immerhin rund 13 Metern wurde der Quattroporte III als ausserordentlich handlich beschrieben:
    “Und er liegt gut - in diesem Punkt wird spürbar, das er von einer Firma stammt, die sich fast fünfzig Jahre lang mit dem Bau von Sportwagen befasst hat. Das Ergebnis ist entsprechend: Hohe Kurvengeschwindigkeiten sind kein Problem, das Fahrverhalten bleibt fast immer leicht untersteuernd, im Extremfall kommt es zu einem gleichmässigen Drift über alle vier Räder, aber niemals zu einem unprogrammgemässen Ausbrechen des Hecks. Von Fahrwerksabstimmung versteht man bei Maserati etwas - auch heute noch nachdem es den legendären Cheftester Bertocchi nicht mehr gibt, dem Juan Manuel Fangio im Formel-1-Wagen nur davonfahren konnte, wenn er einen besonders guten Tag hatte. Selbst der Federungskomfort blieb beim Quattroporte nicht auf der Strecke ...”

    Mehr Lob konnte man der Sportlimousine aus Italien fast nicht zollen, aber auch die Kollegen von Rallye Racing widersprachen nicht: “Wer ihn gefahren hat, der wird anderen schnell wie ein Märchenerzähler vorkommen”.

    Einig waren sich die Wenigen, die einen Quattroporte III testen konnten, auch über den Benzinverbrauch, der eher bei 24 als bei 20 Litern pro 100 km lag, was nicht zuletzt der ausschliesslich montierten grosszügig dimensionieren vier Fallstromvergasern der Marke Weber zu verdanken war.

    Evolution und Produktionserfolg

    Der Quattroporte wurde bis 1990 gebaut und während der elf Jahre nur wenig verändert. Die Verdichtung beim 4,9-Liter-Motor wurde etwas angehoben, was zu imposanten 300 PS führte. Und für besonders spendable und anspruchsvolle Kunden bot man den Quattroporte Royale an, der aber gerade 53 Mal verkauft wurde, dafür aber mit Telefonanlage, Kühlschrank und noch mehr Leder imponierte.

    Maserati Quattroporte II (1986) - wirkt länger als die 4,8 Meter, die er misst
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Insgesamt 2241 Quattroporte III wurden inklusive der Royale-Variante hergestellt, den 4,2-Liter-Motor trugen dabei nur gerade 51 Exemplare im Bug.

    Maserati Biturbo Quattroporte - gezeigt als Prototyp, bereits 8000 Biturbo-Modelle wurden gebaut - am Genfer Automobilsalon 1984
    © Archiv Automobil Revue

    Parallel fertigte Maserati schon seit geraumer Zeit den V6-Biturbo, den es dann ab  Ende 1993 auch wieder mit vier Türen gab, aber auf den Namen Quattroporte verzichten musste. Dieser kehrte 1994 mit dem wiederum von Gandini gezeichneten Quattroporte IV zuerst mit Sechs- und ab 1996 mit Achtzylinder wieder zurück.

    Maserati Quattroporte 3.2i V8 Evolutione (1998) - der hintere Radausschnitt ist das deutlichste Erkennungszeichen von Marcello Gandini
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die für diesen Artikel portraitierte Quattroporte III stammt aus dem Jahr 1986 und wird von Bonhams am 28. Januar 2016 in Scottsdale versteigert.

    Maserati Quattroporte II (1986) - Doppelscheinwerfer wie beim Medici
    © Copyright / Fotograf: Bonhams
    SC73

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