Maserati Khamsin – der schönste Keil der Siebzigerjahre
Zusammenfassung
Der Nachfolger des Maserati Ghibli ist deutlich weniger bekannt und wesentlich seltener als sein Vorgänger, dabei konnte er fast alles besser. Der Maserati Khamsin trug nicht zu Unrecht den Namen eines Wüstenwinds, doch seine Sportlichkeit litt ein wenig unter den Technik-Beiträgen der Maserati-Mutter Citroën. So sah man es zumindest damals. 40 Jahre später ist es aber Zeit, diese Vorurteile nochmals zu durchleuchten. Dieser Fahrbericht zeigt den Maserati Khamsin auf vielen historischen und aktuellen Bildern, sowie vier Verkaufsprospekten und erzählt die Geschichte dies Modells ausführlich.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Vorpremiere in Turin
- Premiere am Genfer Autosalon
- Von einem Meister seines Fachs
- Bewährte technische Wurzeln mit französischem Gewürz
- Ausgewogener Sportwagen …
- … mit Schwächen
- Lange gebaut
- Wie alter Wein
- Weitere Informationen
Geschätzte Lesedauer: 8min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Anfangs der Siebzigerjahre waren Mittelmotor-Sportwagen das Gebot der Stunde. Lamborghini hatte mit dem Miura vorgelegt, Maserati folgte mit dem Bora und Ferrari mit dem 365 GT/4 BB dem Trend der Zeit. Doch es gab nach wie vor eine Kundschaft, die einen klassisch aufgebauten Granturismo schätzte und natürlich bediente man diese auch gerne. Als Nachfolger des 1973 auslaufenden Ghibli nahm Maserati den Khamsin ins Programm auf, der gleichzeitig mit Schwächen des Ghibli aufräumen und mit Teilen des neuen Firmenbesitzers Citroën in die Zukunft weisen sollte. Im November 1972 wurde der Ghibli-Nachfolger erstmals gezeigt, damals noch als Prototyp und auf dem Bertone-Stand. Die Automobil Revue kommentierte: “Maserati-Ghibli-Nachfolger von Bertone? Mit schönen Frauen in weiten Gewändern ist bei Bertone die Premiere eines Hochleistungssportwagens gefeiert worden. Wird dieses auf einem klassischen Maserati-Fahrwerk aufgebaute Karosserieschaustück im kommenden Jahr den seit 1966 produzierten Ghibli ablösen? Unter der filigran wirkenden, keilförmigen Karosserie verbirgt sich eine hintere Einzelradaufhängung — der jetzige Ghibli besitzt eine Starrachse – und ein vom Citroën SM übernommenes Lenksystem mit geschwindigkeitsabhängigem Servo sowie die Hochdruckbremsanlage jenes Wagens. Da das flache Coupédach erst ganz am Heck mit dem Wagenkörper verschmilzt, ist die Karosserierückwand verglast, um eine bessere Sicht nach hinten zu gewährleisten. Sollte der Bertone «Khamsin» – so heisst die Neuschöpfung – von Maserati in Serie übernommen werden, so wünschten wir an ihm geringfügig höhere Seitenfenster, da uns diese etwas zu klein geraten scheinen.”
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