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Bild (1/4): Lagonda Rapide (1963) - eigenständige Limousine mit der Technik des DB4 (© Bruno von Rotz, 2014)
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    Lagonda Rapide - das nobelste der schnellen Autos

    7. Juli 2014
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
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    David Brown, seines Zeichens Besitzer des Fahrzeughersteller Aston Martin, liebte schnelle Viertürer und war es wohl leid, seine Kinder in markenfremden Wagen zur Schule zu bringen. Also liess er seine Ingenieure eine Limousine bauen und er nannte sie Lagonda Rapide, was gute Gründe hatte.

    Lagonda Rapide (1963) - Fast fünf Meter lang
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Vorspiel mit DP117

    David Brown hatte eine Schwäche für die Traditionsmarke Lagonda, die er 1947 übernommen und in Aston Martin integriert hatte. Er entschied, dass es Zeit für eine Oberklassenlimousine mit sportlichem Charakter war.

    Lagonda 3 Litre (1955) - Einzelstück, gebaut für David Brown, gross genug, auch den V12-Le-Mans-Motor aufzunehmen
    © Archiv Automobil Revue

    Als Motor sollte der 4,5-Liter-V12 dienen, doch dieser erwies sich als Fehlkonstruktion. Anstelle davon baute man dann einen 3-Liter-Sechszylinder in ein durch Eberan von Eberhost konzipiertes Fahrgestell ein und setzte eine Karosserie darauf, die Frank Freeley  zeichnete. Der Wagen zeichnete sich durch viele innovative Ansätze aus, war aber für den Dreiliter zu schwer. So diente der sogenannte "braune Bomber" alias DP117 als Dienstwagen für David Brown, blieb aber ein Einzelstück.

    Neuer Anlauf auf DB4-Basis

    Doch David Brown gab seine Ideen nicht auf und so konnte 1961 ein neuer Ansatz präsentiert werden, diesmal auf der technischen Basis des Aston Martin DB4.

    “Der Nobelste der Schnellen” schrieben die Marketingleute vollmundig auf den Verkaufsprospekt des Lagonda Rapide ("rapide" steht in der französischen Sprache für "schnell") und Brown liess sich mit folgenden Worten zitieren:
    “Es war lange mein Ziel, einen Wagen zu produzieren, der genauso geeignet ist, gefahren zu werden oder selber zu fahren, der viel Komfort und viel Gepäckraum bietet und der Fahrspass bereitet und gleichzeitig fähig ist, ohne Mühe grosse Fahrleistungen aus dem Ärmel zu schütteln ...”

    Man hatte sich hohe Ziele gesetzt, denn keiner der am Projekt beteiligten Ingenieure wollte einfach noch ein Auto bauen, nein, der neue Wagen sollte besser sein, als alle Fahrzeuge, die man bisher konstruiert hatte.

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    Ab in die Spitzenklasse

    Als Motor nahm man den von Tadek entwickelten Aston-Martin-Sechszylinder-Reihenmotor und bohrte ihn auf vier Liter auf. 239 DIN-PS leistete der mit zwei SU-Vergaser einatmende Leichtmetallmotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen. Daran gekoppelt war eine Borg-Warner-Dreigang-Automatik oder auf Wunsch ein von Hand zu schaltendes vollsynchronisiertes Vierganggetriebe.

    Lagonda Rapide (1963) - knappe Platzverhältnisse im Motorraum
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Vorne waren die Räder wie beim DB4 an Dreieckslenkern einzeln aufgehängt, hinten sorgte eine DeDion-Achse für die Radführung. Rundum waren Scheibenbremsen montiert.

    Italienischer Aufbau

    Für die Karosserie arbeitete man mit Touring Superleggera zusammen, die der Spitzenklassen-Limousinen eine Form mit italienischen und amerikanischen Anklängen verpasste, denen auch Zitate aus der Lagonda-Historie anzusehen waren. Natürlich wurde die Karosserie nach dem Superleggera-Bauprinzip gefertigt (Stahlrohrrahmen mit Leichtmetallbeplankung, verschweisst mit der Bodenanlage).

    Lagonda Rapide (1963) - schlichte Formgebung
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Vier Türen, fünf Sitzplätze und ein grosser Kofferraum wurden auf 497 cm Länge und 177 cm Breite untergebracht. Als Gewicht resultierten 1655 kg.

    SC73

    Teuer und exklusiv

    50’000 Franken schätzte die Automobil Revue als Preis anlässlich der Präsentation 1961, in England wurde £ 4950 genannt, 52’000 Franken standen dann in der Preisliste im Jahr 1962. Damit war die Limousine teurer als alle Ferraris und Mercedes Benz, nur gerade Rolls-Royce pries seine Wagen teurer an.

    Lagonda Rapide (1963) - Blick ins Interieur - Prospektabbildung
    © Zwischengas Archiv

    Für das viele Geld musste natürlich auch einiges geboten werden. Und da schlug sich der Lagonda wacker. Elektrische Fensterheber waren genauso Standardausrüstung wie Ledersitze, Klapptischen aus Nussbaumholz im Fond, getrennte Heizung für die hinteren Sitze, Aschenbecher für alle Sitzplätze, ein Radio mit automatischer Antenne und vieles mehr.

    Komfort und Sportlichkeit

    Die Presse reagierte positiv auf den Neuankömmling. “Ein geschmeidiger und leiser Reisewagen von hervorragender Leistungen” titelte die Automobil Revue 1963 und notierte auch zufrieden, dass man den ersten Gang beim sperrsychnronisierten Vierganggetriebe auch bei 70 km/h ohne Zwischengas einlegen könnte, was man heute wohl nur noch ungern versuchen würde.

    “Der Lagonda Rapide ist ein für hohe Durchschnitte ausgelegter Reisewagen, der einem Kundenkreis vorbehalten bleiben wird, welcher einen wirklich aussergewöhnlichen Wagen sucht,” schrieb die Automobil Revue in der Ausgabe 10/1963.

    Lagonda Rapide (1962) - ein Testwagen steht bereit, daneben (links) ein Aston Martin DB 4 Vantage
    © Archiv Automobil Revue

    Eine echte Rarität

    Offensichtlich gab es aber nicht sehr viele Leute, die in den frühen Sechzigerjahren das nötige Kleingeld für einen Lagonda Rapide aufbringen konnten und wollten. Gerade einmal 55 Exemplare wurden von 1961 bis 1965 in Handarbeit gefertigt, keines gleich wie das andere. Es gab den Lagonda links- und rechtsgelenkt, die Mehrzahl wurde mit Automatik ausgeliefert. Als Alternative zum Vierliter konnte auch der Motor aus dem DB4-Vantage bestellt werden.

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    Ohne direkten Nachfolger

    Nach Einstellung der Produktion erhielt der Lagonda Rapide keinen Nachfolger. Erst in den Siebzigerjahren wurde mit dem Aston Martin Lagonda auf V8-Basis ein nächster Versuch unternommen, der aber nicht von Erfolg gekrönt war.

    Aston Martin Lagonda (1975) - auf dem DBS aufbauende viertürige Limousine, die nach vielen Jahren wieder den Namen 'Lagonda' trägt
    © Zwischengas Archiv

    Der noch extremere, keilförmige Aston Martin Lagonda (Serie 2 bis 4) konnte dann wenigstens einige hundertmal verkauft werden.

    Aston Martin Lagonda (1985) - eine linksgelenkte Limousine
    © Zwischengas Archiv

    Immer noch gross

    Selbst aus heutiger Sicht erscheint der Lagonda Rapide gross, mit knapp fünf Metern Länge und fast 1,8 Metern Breite hat er ungefähr die Dimensionen der heutigen BMW 5-er-Reihe. Der Wagen wirkt elegant, das Design ist aber gewiss auch heute noch nicht jedermans Geschmack.
    Innen begrüsst einen englische Clubatmosphäre mit viel Holz und Leder.

    Lagonda Rapide (1963) - im Innern wurde einiges an Luxus geboten
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Die Sitzposition ist gut, die Rundumsicht hervorragend. Von innen erscheint einem der Wagen fast kleiner als von aussen, allerdings drückt sich dies auch im knappen Sitzabstand hinten aus.

    Sportwagen-Feeling in der Limousine

    Gestartet wird der Lagonda mit Schlüsseldreh und sofort erklingt der deutliche Sechszylinder-Bariton von vorne. Das macht Laune und gerne wirft man den Schalthebel in den ersten Gang. Der Rapide lässt sich einfach fahren, die Schaltung erfordert zwar Kraft, ist aber exakt. Das Temperament würde man heute kaum mehr als überschäumend beschreiben, genügt aber selbst für gehobene Klassiker-Ansprüche.

    Lagonda Rapide (1963) - schöner Motorenbau
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Das Gewicht von deutlich über 1,6 Tonnen ist weniger stark spürbar als erwartet, allerdings wird kaum jemand mit dem Lagonda an einem Bergrennen teilnehmen. Er ist eher der ideale Cruiser für breite Landstrassen und macht auch auf der Kiesvorfahrt vor dem Anwesen eine gute Figur.

    Lagonda Rapide (1963) - jeder Rapide war unterschiedlich
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Die Preise für gut erhaltene Lagonda Rapide haben in den letzten Jahren deutlich angezogen, liegen aber immer noch deutlich unter dem Preisniveau, an das man sich für einen DB4 gewöhnt hat. Und dies trotz der grösseren Seltenheit und der breiteren Einsetzbarkeit.

    Wir danken der Oldtimer Galerie Toffen für die Gelegenheit, den raren Briten probefahren zu können.

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    ···
     
    Quelle:

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    MIKE DREHER:
    08.07.2014 (08:59)
    Der Lagonda Rapide kam etwa zeitgleich mit dem Jaguar Mk X. Ich habe noch NIE einen Rapide gesehen und bin doch seit Dekaden in der Szene. Umso erfreulicher ist der Beitrag.
    HAVE A GREAT DAY!
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