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Bild (1/2): Lagonda 3 Litre Drophead Coupé (1953) - stattlich und elegant, der perfekte Tourer seiner Zeit (© Bruno von Rotz, 2013)
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    Lagonda 3 Litre Drophead Coupé - offene Eleganz und Spitzentechnologie vereint

    16. Mai 2013
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
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    Der Name Lagonda wurde Anfangs der Fünfzigerjahre mit Luxus, Sportlichkeit und Exklusivität verbunden.

    Lagonda 3 Litre Drophead Coupé (1953) - bot bessere Platzverhältnisse als der Vorgänger, vier Personen und Gepäck können bequem damit verreisen
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Mit dem Lagonda 2 1/2 Litre hatte die Firma, die seit 1947 in den Händen von Aston-Martin-Besitzer David Brown war, nach dem Krieg einen modernen Tourer vorgestellt, der sich durch innovative technische Lösungen auszeichnete, insbesondere einem Reihen-Sechszylindermotor mit zwei oben liegenden Nockenwellen und Einzelradaufhängungen rundum.

    Das Design wurde aber vor allem mit der Omnipräsenz der Pontonkarosserien als altmodisch empfunden, erinnerte zu stark an die Formen, die vor dem zweiten Weltkrieg “en vogue” waren.

    Lagonda 2 1/2 Litre Drophead Coupé (1949) - der Vorgänger des 3 Litre wies eine Karosserie auf, die noch den Geist der Vorkriegsperiode atmete
    © Zwischengas Archiv

    Hermann Graber als Vorspurer

    Dass sich das bewährte Fahrgestell des Lagonda 2 1/2 Litre durchaus auch mit einem schönen Blechkleid ausgestalten liess, bewies neben anderen der Schweizer Karossier Hermann Graber aus Wichtrach/Bern. Seine Cabriolet-Version, die am Genfer Salon 1952 zu sehen war, inspirierte wohl auch die Zeichner bei Tickford.

    Lagonda 2 1/2 Litre Graber (1952) - am Genfer Automobilsalon 1952
    © Archiv Automobil Revue

    Im Jahre 1953 jedenfalls wurde der Lagonda 3 Litre an der London Motorshow vorgestellt, der nicht nur auf mehr Hubraum, sondern vor allem auf eine neue und wesentlich eleganter wirkende Karosserie, die weiterhin aus Aluminiumblech von Hand hergestellt wurde, zurückgreifen konnte. Als neue Bauform neben dem zweitürigen Drophead Coupé (Cabriolet) und der viertürigen Limousine gab es zusätzlich nun ein zweitüriges Coupé, dessen Dachdesign an die Aston Martin DB 2 Notchback Coupés erinnerte.

    Lagonda 3 Litre (1953) - als zweitüriger Saloon ausgestellt auf der London Motor Show 1953
    © Archiv Automobil Revue

    Mehr Leistung für ein grösseres Auto

    Unter den Blech war mit Ausnahme der Hubraumaufstockung wenig verändert worden, das Fahrgestell mit Kreuzträger und Längsverstrebungen war genauso übernommen worden, wie die vorderen Einzelradaufhängungen an Trapez-Dreieckslenkern, die hintere Schwingachse und die hydraulisch bediente Bremsanlage von Lockheed.

    Doch der von 2580 auf 2922 cm3 vergrösserte und durch Aston-Martin-Chefingenieur R. Eberan von Eberhost verbesserte Motor - ähnlich auch im Aston Martin DB 3 S verbaut - war schon für sich alleine den Wechsel zum neuen Modell wert, denn die Leistung stieg von 105 auf 140 PS.

    Die zusätzlichen Pferdestärken wurden allerdings auch benötigt, denn mit dem beträchtlichen Grössenwachstum (20 cm in der Länge, 4 cm in der Breite) stieg auch das Gewicht um rund 150 kg an. Neben den ausladenden Dimensionen (Länge 497,8 cm, Breite 176,5 cm, Höhe 157,4 cm) dürfte ein Teil des Gewichtszolls allerdings auch mit dem serienmässigen “jacking system” zu erklären gewesen sein. Wie bei einem modernen Renntourenwagen war nämlich der Lagonda in der Lage, sich selber aufzubocken. Allerdings wurde die eingebaute Anlage nicht durch eine Hydraulik oder Druckluft in Gang gesetzt, sondern durch einen profanen Handhebel, den man durch eine entsprechende Öffnung im Kofferraum einführen konnte. Das Reserverad ruhte in einer Klappe unten am Heck.

    Lagonda 3 Litre Drophead Coupé (1953) - unter der Klappe im Kofferraum verbirgt sich der Anschluss für das "jacking system", ein eingebautes Wagenhebersystem
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Serienmässig wurden zudem Radio, Heizung/Defroster und eine vollständige Instrumentierung inklusive Tourenzähler geliefert. Eine Besonderheit bot die Benzinanzeige, die auf Knopfdruck auch den Ölstand mitteilen konnte.

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    Immer noch bei den Besten

    Die Automobil Revue konnte bereits im November 1953 anlässlich der durch die “Guild of Motoring Writers” organisierten Testtage auf der Rundstrecke von Goodwood ein Dreiliter-Cabriolet probefahren. Eleganter, geräumiger und niedriger sei die neue Version geworden, schrieb der Korrespondent und die Kühlerfront erinnere ihn an die Graber-Version. Der Fertigungsqualität sprach der “Tester” höchsten englischen Standard zu und er reihte den Lagonda irgendwo zwischen Mercedes-Benz 300 und Bentley Mk VI ein. Positiv vermerkte der die verbesserte Beschleunigung und die nachwievor hervorragenden Fahreigenschaften. Einzig bei der Dachbetätigung vermerkte er einen gewissen Aufholbedarf gegenüber Bauvarianten vom “Kontinent”.

    Lagonda 3 Litre (1955) - Drophead Coupe mit Karosserie von Tickford
    © Zwischengas Archiv

    Die englischen Zeitschrift “Autocar” berichtete im Januar 1956 über ihre Erfahrungen mit der viertürigen Limousine. Die Höchstgeschwindigkeit wurde mit 161 km/h gemessen, aus dem Stand liess sich der Wagen in 15,8 Sekunden auf 96 km/h beschleunigen. Das waren sehr gute Werte in der Mitte der Fünfzigerjahre und gegenüber dem 2,5-Liter-Vorgänger deutlich verbesserte Fahrleistungen.

    Beim Design entdeckten die englischen Journalisten Spuren der italienischen Tradition und Einfachheit, bei der Fertigungsqualität sahen sie Verbesserungsbedarf (“... needed some adjustment ...”).

    Der Schlusssatz im Testbericht illustriert die Positionierung des Lagonda im Markt: “Der neueste Lagonda lässt die mechanische Stille vermissen, die heute der Mehrheit der Luxusautos eigen ist, obschon der 3 Litre nicht laut ist. Der Lagonda vermittelt dem Besitzer dafür eine Fahrfreude, die viele heute bei teuren Autos vermissen. Dies beinhaltet ein handgeschaltetes Präzisionsgetriebe mit sportlich kurzen Abstufungen, die es erlauben, das Maximum aus dem Fahrzeug herauszuholen ... .”

    Der letzte echte Lagonda

    Nach 270 Exemplaren verliess der letzte Lagonda 3 Litre, eine viertürige Limousine, das Werk im Jahr 1958. Der Luxuswagen war trotz gesenktem Preis (£ 3000 statt 3900) zu teuer, ein Jaguar kostete nur einen Bruchteil. Die Nachfrage war auch im Ausland, wo die Limousine mit 39’900 Franken deutlich mehr kostete als etwa der Mercedes-Benz 300 c (27’400 Franken) gering und Aston Martin benötigte die Produktionskapazitäten für den DB  Mark III.

    Die Fertigung des zweitürigen Saloons war bereits 1956 eingestellt worden. Das Cabriolet hielt sich bis 1957 und wurde dann nach 55 Drophead Coupés, hergestellt zwischen 1953 und 1957, ebenfalls eingestellt. Die erste Handvoll dieser Cabriolets hatten das Werk übrigens noch mit dem 2,5-Liter-Motor des Vorgängers verlassen, die meisten waren aber später auf die Dreiliter-Version umgebaut worden.

    Mit dem Ende der Produktion wurde es auch um die Marke “Lagonda” ruhig. Zwar präsentierte man 1961 noch den Lagonda Rapide, dabei handelte es sich aber eigentlich um einen viertürigen Aston Martin DB4 und er wurde nur in homöopathischen Stückzahlen hergestellt. Nachher tauchte Lagonda nur noch als Beinamen zu Aston Martin auf.

    FMNL_Scheinwerfer

    Ereignisreiche Geschichte eines Drophead Coupés

    Das Lagonda-Cabriolet mit Typenbezeichnung LB 290/1 und Chassis-Nummer LAG 50 492 weist eine nicht alltägliche Geschichte auf. Am 6. Juli 1953 wurde es auf den ersten Besitzer zugelassen, damals noch mit einer 2,6-Liter-Maschine ausgerüstet. Bereits wenige Monate später, am 17. März 1954, wurde der Motor beim Werk durch ein Dreiliter-Aggregat ausgetauscht und die Folgen eines Unfalls behoben. Auf dem Tacho standen zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 799 Meilen.

    Lagonda 3 Litre Drophead Coupé (1953) - war 5 Zentimeter weniger hoch als der Vorgänger, was ihm zusammen mit der gewachsenen Grunddimensionen mehr Eleganz verlieh
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Über mehrere Besitzer in England gelangte der Wagen - viele tausend Meilen später - 1979 in die Schweiz, wo er seither vier Eignern treu gedient hat. Im Jahr 1956 und 1988 wurde die Maschine revidiert, in den Jahren 1987 bis 1989 wurden auch Karosserie und Chassis umfangreichen Restaurierungsarbeiten unterzogen.

    Im Jahr 1995 gewann der inzwischen grau-grün gespritzte Wagen (ursprünglich trug er ein knallrotes Aluminiumkleid) seine Klasse am Concours d’Elegance in Lörrach, ein Zeichen dafür, dass seine Eleganz durchaus auch auf lange Zeitdauer wirkte.

    Mehrmals musste der Lagonda in den Sechzigerjahren und danach als Tauschobjekt herhalten, einmal zum Beispiel gegen einen Mercedes-Benz 200D, einmal gegen eine Corvette - ein Zeichen dafür, dass der englische Klassiker nicht immer so geehrt und geachtet wurde wie heute, wo wie kürzlich in England selbst die weniger nachgefragte 3 Litre Limousine bei Versteigerungen Preise von annähernd 80'000 Euro oder 100'000 CHF erreichte.

    Die verschiedenen Besitzer sorgten aber immer gut für den Engländer, die nötigen Wartungen und Revisionen wurden pflichtbewusst durchgeführt und so steht der Lagonda heute auch heute noch seinen “Mann”, genau wie vor 60 Jahren, als er neu war.

    Cruisen ist sein Element

    Ein angenehmer Gleiter mit Sprintreserven, so könnte man den Lagonda 3 Litre beschreiben. Gegenüber seinem Vorgänger gibt sich der Dreiliter komfortabler und vor allem kräftiger, das Getriebe lässt sich einfacher schalten und die Geräuschkulisse wirkt ein wenig zivilisierter. Der Wagen rollt nicht zuletzt wegen des höheren Gewichtes feinfühliger ab, als es der 2 1/2 Litre tat.

    Lagonda 3 Litre Drophead Coupé (1953) - ein eleganter Cruiser, wie gemacht zum Touren durch Weinberge und Waldlandschaften
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Die Bedienungselemente wurden praktisch unverändert, aber neu angeordnet vom Vorgänger übernommen, entsprechend sind auch in der Handhabung kaum Unterschiede zu vermelden. Es wird per Knopfdruck gestartet und über ein H-Schema geschaltet.

    Man spürt den Fortschritt vor allem im Komfort und versteht, warum die Vermögenden sich damals einen derartigen Wagen zulegten, insbesondere in der Cabriolet-Version, die ein geradezu kontemplatives "Cruisen" erlaubt. 

    Der für diesen Bericht portraitierte Lagonda 3 Litre von 1953 wird am 8. Juni 2013 an der durch die Oldtimer Galerie Toffen organisierten Versteigerung anlässlich der Dolder Classics unter den Hammer kommen.

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    Neueste Kommentare

     
     
    axel kohnen:
    15.05.2014 (10:36)
    als reperaturservice kann ich nur die Firma LMB in Antwerpen/Belgien empfehlen.
    für lagonda das beste was momentan auf dem servicemarkt exsestiert.
    auch füe cord , Bentley , alvis etc.
    th******:
    23.01.2014 (05:15)
    alles correct,ich habe einen roten 3.0 DHC,bj.1953
    und bin sehr stolz einen gefunden zu haben
    nun suche ich nur einen neuen Motor für das Fahrzeug. kann mir jemand helfen ?
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