Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
SwissClassics Nr 72
Bild (1/4): Jensen 541 (1956) - elegantes Coupé mit ungewöhnlicher Lösung für die Kühleröffnung (© Daniel Reinhard, 2016)
Fotogalerie: Nur 4 von total 76 Fotos!
72 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Multimedia

Markenseiten

Alles über Jensen

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Jensen 541 (1953-1959)
Coupé, 115 PS, 3993 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Jensen Interceptor (1949-1957)
Cabriolet, 130 PS, 3993 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Jensen Healey (1972-1976)
Cabriolet, 140 PS, 1973 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Jensen Interceptor (1952-1957)
Limousine, zweitürig, 130 PS, 3993 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Jensen 541 R (1957-1960)
Coupé, 150 PS, 3993 cm3
 
SC-Abo-Kampagne
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Jensen 541 - Persönlichkeit, Geschwindigkeit und Komfort gepaart mit Innovationsgeist

    16. April 2016
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (53)
    Bruno von Rotz 
    (4)
    Archiv 
    (19)
     
    76 Fotogalerie
    Sie sehen 4 von 76 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    72 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    “Since the early nineteen-thirties, Jensen Cars have been built for the man who finds pleasure in motoring and who takes pride in his car. They have been built by craftsmen for whom it has been a pleasure to create a car with a personality - a car in which every little detail has been planned with care and pride of workmanship.”

    So stand es im Verkaufsprospekt des Jahres 1956. Frei übersetzt bedeutet dies: “Seit den frühen Dreissigerjahren wurden Jensen Automobile für Leute gebaut, die gerne Auto fahren und stolz auf Ihren Wagen sind. Sie wurden von Handwerkern gefertigt, die es mit Freude erfüllte, einen Wagen mit Persönlichkeit zu bauen, einen Wagen, bei dem jedes kleine Detail vorausschauend und durchdacht entwickelt worden war.”

    Jensen 541 (1956) - kleine Positionslichter
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Und tatsächlich waren die Fahrzeuge von Richard und Alan Jensen von Anfang an darauf ausgelegt gewesen, schnelle Fortbewegung mit grösstmöglichem Komfort und Wirtschaftlichkeit zu verbinden. Dabei gingen sie auch immer wieder neue Wege, z.B. als sie im Jahr 1936 bei ihrer ersten Eigenentwicklung eine hydraulisch betätigte Kupplung einbauten.

    Ein Wagen mit Persönlichkeit

    Als Jensen auf der London Motor Show im Oktober 1953 das Sportcoupé “541” vorstellten, konnte man sich konzeptionell stark auf dem Vorgänger Interceptor abstützen. Bereits dieser hauptsächlich als Cabriolet verkaufte Wagen nutzte den Reihensechszylindermotor von Austin.

    Jensen 541 (1954) - auf der London Motor Show im Oktober 1954
    © Archiv Automobil Revue

    Beim neuen Modell, das seinen Namen wohl den letzten beiden Ziffern der Jahrzahl “1954” zu verdanken hatte, zeichneten Eric Neale und Colin Riekie eine komplett neue Karosserie, die beim Prototyp aus Aluminium, beim Serienfahrzeug (ab 1954) aber dann auch Kunststoff bestand.

    Jensen 541 (1954) - aufgenommen anlässlich der Pressetage an der London Motor Show 1954
    © Archiv Automobil Revue

    Das Coupé 541 sah keinem anderen Auto wirklich ähnlich, es hatte einen komplett eigenen Stil, den viele eher italienischen als britischen Designern zugetraut hätten.

    “Die Lastwagenfirma Jensen, die in ihrem Personenwagenmodell den Austin-Vierlitermotor verwendet, bringt eine hochgezüchtete (130 bis 140 PS) und leichte Version des Wagens, den 541 mit teilweise aus Kunststoff gebauter Karosserie, der einem italienischen Werk entsprungen sein könnte”, schrieb die Automobil Revue in ihrer Berichterstattung zur Motor Show.

    Bewährte Motorentechnik

    Weitgehend hinter der Vorderachse werkelte der bewährte Reihensechszylindermotor, der sonst im Austin A135 Dienst tat, bei Jensen aber dank drei SU-Vergasern nun über 130 PS entwickelte und dem rund 1200 kg schweren Wagen zu sportlichen Fahrleistungen verhalf, ohne den Motor über Gebühr zu fordern.

    Jensen 541 (1956) - mit drei SU-Vergasern
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die Kraft wurde via Vierganggetriebe (bald mit Laycock-de-Normanville-Overdrive gekoppelt) auf die Hinterräder gelenkt, die zeitgemäss von einer Starrachse geführt wurden, während die Vorderräder einzeln an Dreieckslenkern mit Schraubenfedern hingen.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
    FridayClassic19

    Innovative Karosserie

    Das Chassis hatte man für den 541 neu konstruiert. Es handelte sich dabei um einen Kastenrahmen mit rohrförmigen Längsträgern und Traversen. Für die Aufnahme der dreiteiligen Kunststoffkarosserie waren Türrahmen und Torpedoebene angeschweisst und stabilisierend montiert.

    Jensen 541 (1957) - alle Karosserieteile bestehen aus Kunststoff, ausser die Türen, die aus Aluminium sind
    © Archiv Automobil Revue

    Jensen war mit Singer eine der ersten europäischen Firmen, die ein kommerzielles Auto mit Kunststoffkarosserie bauten, in ihrem Preissegment waren sie die ersten.

    Eigenwillig und individuell

    Viele Details am Jensen 541 waren neuartig. So konnte die Kühleröffnung von innen verschlossen oder in mehreren Stufen geöffnet werden.

    Jensen 541 (1956) - die Kühleröffnung kann aus dem Cockpit mehrstufig verstellt werden
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die Luft wurde über spezielle Öffnungen in den Radhäusern auch in den Innenraum gelenkt, um eine zugfreie Belüftung zu ermöglichen.

    Dank fortschrittlicher Aerodynamik, es wird ein cw-Wert von 0.36 bis 0.39 kolportiert, erreichte der Jensen 541 hohe Geschwindigkeiten bei moderatem Verbrach. 186,4 km/h schnell fuhren die Testfahrer von “The Motor” und sie massen einen Durchschnittsverbrauch von 13,7 Liter pro 100 km.

    Billig war der Jensen nicht, ein Jaguar XK 140 kostete in Grossbritannien deutlich weniger, nur ein Aston Martin verlangte nach einer noch besser gefüllten Brieftasche. Kein Wunder waren es vor allem Unternehmer und Berühmtheiten, die sich in den Jensen setzen konnten.

    Oldtimer Galerie Toffen Versteigerung Toffen März 2019: Oldtimer Galerie Toffen Versteigerung Toffen März 2019

    Kontinuierliche Weiterentwicklung

    Die Jensen-Brüder verbesserten ihren Sportwagen stetig. 1956 erhielt das Coupé vier Scheibenbremsen und war damit der erste vierplätzige Sportwagen mit dieser rennsporterprobten und fortschrittlichen Bremstechnik. Im Jahr 1957 stellte man den 541 R vor, der nun eine Zahnstangenlenkung erhielt (das “R” stand für Rack and Pinion”).

    Jensen 541 R (1958) - auf der London Motor Show in Earls Court im Jahr 1958
    © Archiv Automobil Revue

    Gleichzeitig nahm der Motor aus dem Austin Sheerline Einzug im Jensen, der mit nunmehr nur noch zwei SU-Vergasern 150 PS produzierte und den 541 R gemäss Autocar auf 205,2 km/h brachte. Auch an der Karosserie wurden geringfügige Anpassungen vorgenommen, so änderte sich der hintere Radlauf.

    Komfortabler ging es dann ab 1960 im 541 S zu, denn der Innenraum wuchs dank 10 Zentimeter mehr Aussenbreite deutlich. Als Motor wurde nun der DS5 von Austin mit drei SU-Vergasern genutzt, der zudem mit dem Rolls-Royce Hydramatic Automatikgetriebe gekoppelt wurde, um noch mehr Langstreckenfahrkomfort zu bieten. Etwa zehn 541 S sollen allerdings auf Kundenwunsch ein Moss-Vierganggetriebe erhalten haben.

    Jensen 541 S (1960) - Präsentation des neuen, breiteren Modells an der London Motorshow
    © Archiv Automobil Revue

    Optisch war der neue 541 sofort am konventionellen Kühlergrill zu erkennen. Auch sicherheitstechnisch gingen die Jensen-Brüder in die Offensive, denn der 541 S war der erste Wagen mit serienmässigen Sicherheitsgurten, worauf wohl das “S” hinweisen sollte. 1962 erfolgte dann nach 546 Coupés (226 Exemplare des 541, 193 541 R und 127 541 S) die Ablösung durch den C-V8, der von einem Chrysler Achtzylinder angetrieben wurde.

    Gefeiert und gelobt

    Die hiesigen Autojournalisten der Fünfzigerjahre waren vom Jensen 541 sehr angetan. “Unter den englischen Viersitzern der sportlichen Klasse gibt es kaum einen eleganteren Wagen als den Jensen”, notierte die Automobil Revue bereits 1954 anlässlich eines Kurztests, obschon man sich etwas mehr Innenbreite wünschte.

    Positives wusste man über die Fahrdynamik zu berichten: “Trotz relativ weicher Federung und sehr guter Absorption von Schlägen und Wellen hat der Wagen eine nur geringe Kurvenneigung. Er beschleunigt auch mit drei Personen sehr lebhaft, und im Schnellgang, der zum vierten Gang eingeschaltet werden kann, dreht die Maschine bei 100 km/h noch nicht einmal mit 2000 U/min. Die geltend gemachten niedrigen Verbrauchsziffern sind deshalb trotz des grossen Motors durchaus plausibel”, berichteten die AR-Testfahrer und sie lobten auch die Sitze.

    Für das Jahr 1957 fand sich ein Importeur, der den Wagen in der Schweiz verkaufen wollte, was natürlich erneut Anlass zu Fahrversuchen gab: “Der Jensen hinterlässt nach der ersten Erprobung den Eindruck eines solid gebauten Hochleistungswagens, der den Fahrer auch im Alltagsbetriebe nicht im Stich lässt.”

    28’500 Franken wurden als Preis für die Schweiz angesetzt, ein Radio gab es für 500 Franken mehr. Das war dann doch recht viel Geld, denn für 21’500 Franken gab es einen Jaguar XK 140, für 33’500 Franken einen Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer, ein VW Käfer kostete in Standard-Ausführung 5555 Franken.

    In Grossbritannien konnte man zum fast immer rechtsgelenkten 541 Coupé neben den Farben Black, Ivory, Imperial Crimson, Moonbeam Grey, Botticelli Blue, Deep Carriage Green und Tampico Beige beliebige andere Farben für 15 Pfund dazubestellen, auch der Drehzahlmesser, ein Spezialzylinderkopf, die Heizung oder Speichenräder kosteten im Jahr 1956 Aufpreis zum Grundbetrag von 2153 Pfund.

    Ein Granturismo reinsten Charakters

    4,52 Meter lang und 1,6 Meter breit ist der Jensen 541 bei 1,35 Metern Höhe. Vier Personen können im Coupé kommod reisen, sofern die Fondpassagiere keine Gardemasse aufweisen. Das würde man dem Coupé mit doch recht langer Motorhaube eigentlich gar nicht zutrauen.

    Jensen 541 (1956) - die Sitze haben Kunststoff-Schalen
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Das Entern des Fahrerarbeitsplatz gelingt ohne abenteuerliche Verrenkungen und das Armaturenbrett ist schnell überblickt. Gestartet wird per Schlüsseldreh und Startknopf und sofort nimmt der Reihensechszylinder willig seine Arbeit auf, ohne seine Präsenz zu verschweigen.

    Jensen 541 (1956) - kurze Schaltwege, vor allem zwischen den Ebenen 1 und 2
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Das Vierganggetriebe schaltet sich mit dem kurzen Schalthebel exakt und auf erstaunlich geringen Wegen, vor allem was die Trennung der Schaltebenen anbelangt. Mit dem grossen Lenkrad (ohne Servo) hat man den Wagen gut im Griff, höchstens im Stand wird der Bizeps stärker gefordert. Die rund 140 PS reichen locker aus, um dem 1,2-Tonner durchaus sportliche Fahrleistungen zu ermöglichen. Das schön ausstaffierte Interieur lädt zum Touren ein, Hektik kommt keine auf.

    Jensen 541 (1956) - auch auf der Rücksitzbank lässt es sich gut leben
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Den Hang zum Individualismus verströmt der Wagen vor allem, wenn man ihn verlässt, um beispielsweise das Öl nachzuschauen. Um die Motorhaube zu öffnen, werden zuerst zwei grosse Schrauben gelockert, dann kann mit entsprechendem Muskeleinsatz fast die ganze Frontpartie nach oben geklappt werden, so dass sie schliesslich über zwei Meter nach oben ragt. Jetzt liegt der schöne Motor fast wie auf der Werkbank vor einem.

    Jensen 541 (1956) - braucht eine hohe Garage
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Auch der Kofferraumdeckel öffnet nicht, wie man dies normalerweise erwarten würde. Die Scharniere befinden sich nämlich gleich oberhalb der Stosstange. Das Gepäck, muss sodann über den Deckel gehievt werden, praktisch ist anders. Das müssen auch die Jensens entdeckt haben, denn der Nachfolger 541 R hatte dann die Scharniere unterhalb der Heckscheibe.

    Jensen 541 (1956) - die Kofferraumklappe öffnet verkehrt herum
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die Klappe als Kühlereinlass-Verschluss wurde ja bereits erwähnt, der Hebel für deren Einstellung liegt rechts vom Lenkrad im Innern. So kann man die Motorbelüftung den klimatischen und fahrerischen Bedingungen anpassen, nur sollte man es dann auch richtig machen.

    Wir danken der Galerie Fischer für die Gelegenheit zur Foto-Session, der Wagen wird anlässlich der Fischer Classic Car Auction am 28. Mai 2016 anlässlich der Swiss Classic World Oldtimermesse in Luzern versteigert.

    Jensen 541 (1956) - grosser Reisekomort
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard
    Heel Banner 2: Heel Oldtimer

    Weitere Informationen

    Alle 76 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    1s******:
    13.03.2019 (16:09)
    Ein wirklich sehr interessantes Portrait dieser Marke.
    Was mir beim 541 sofort auffällt, das sind die Wülste über den hinteren und vorderen Radläufen. Mercedes hat das beim 300er SL (W198) oder beim 190er SL (W121) genauso gemacht. Frage ist, wer hat bei wem abgeguckt?
    MfG
    JSteffens
    hp******:
    19.04.2016 (13:27)
    Liebe Gasgeber es währe eigentlich ganz toll wenn Sie jeweils einen Link machen würden zu einem passenden Club so könnten allfällige Käufer sich ein Bild machen über das Objekt ihrer Begierde so ein 541iger steht nämlich nicht wie viele andere Objektlein an jeder Hausecke

    mit freundlichem Gruss HP Ryf
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Multimedia

    Markenseiten

    Alles über Jensen

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Jensen 541 (1953-1959)
    Coupé, 115 PS, 3993 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Jensen Interceptor (1949-1957)
    Cabriolet, 130 PS, 3993 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Jensen Healey (1972-1976)
    Cabriolet, 140 PS, 1973 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Jensen Interceptor (1952-1957)
    Limousine, zweitürig, 130 PS, 3993 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Jensen 541 R (1957-1960)
    Coupé, 150 PS, 3993 cm3
    Heel Porsche Fahrer Banner: Porsche Fahrer