Hesketh V1000 – Adel verzichtet
Zusammenfassung
Thomas Alexander Fermor-Hesketh hielt sich nicht lange mit Kinderkram auf. Nachdem er sein Formel-1-Team an Walter Wolf verkauft hatte, wollte er im Alleingang die englische Motorradindustrie retten. Natürlich ging die Sache trotz mehrerer Anläufe grandios schief. Nicht einmal 200 Hesketh V1000 entstanden zwischen 1980 und 1984. Dieser Artikel erzählt die Geschichte des gescheiterten englischen Edel-Bikes und zeigt eine frühe Version im Bild.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Britisch Elend
- Ambitionierte Ziele
- Kompromisse im Antrieb
- Vorstellung des ersten Prototyps
- Produktionsstart und erste Insolvenz
- Dasselbe nur anders
- Überraschend positiver Testbericht
- Totgesagte leben länger
Geschätzte Lesedauer: 11min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Ende der Siebzigerjahre ging nicht nur die englische Automobilindustrie zwischen Streiks und umgelabelten Hondas den Bach herunter. Auch vom Glanz des einst weltberühmten Motorradbaus im Empire war beim Amtsantritt von Maggie Thatcher nicht mehr viel übrig. AJS und Matchless waren bereits seit zehn Jahren Geschichte, Royal Enfield kamen ab 1970 aus Indien, BSA stellte 1972 die Produktion ein und die im selben Jahr von der Regierung gegründete Norton-Villiers-Triumph-Gruppe zerbrach schon 1978 wieder. Zwei Jahre später wollte ein junger Adeliger aus Northamptonshire dann das tun, woran die Landesführung unter James Callaghan mit der erzwungenen Traditionsbetriebe-Fusion scheiterte: nämlich die britische Motorradindustrie retten und nicht kampflos den Japanern überlassen, die nun stärker denn je auf westliche Märkte drängten. Die Maschinen von Kawasaki, Honda, Yamaha und Konsorten waren auf der Insel auch deshalb so erfolgreich, weil sie sich an britischen Vorbildern orientierten, aber auf typisch englische Eigenschaften wie gelegentliche Kolbenklemmer, wasserscheue Elektrik und unbeabsichtigte Verlustschmierung verzichteten.
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