Lord Alexander Hesketh – Die Welt ist nicht genug
Zusammenfassung
Lord Alexander Hesketh war in den Siebzigerjahren ein Formel-1-Teamchef, dessen dekadenter Auftritt und Devise "Spass zuerst" anfangs eher Gelächter oder bedauernswertes Mitgefühl bei den Vertretern der "Eingeschworenen" der Formel 1 hervorriefen. Als dann aber doch der Erfolg einsetzte, verstummten die Kritiker und Hesketh wurde umso lauter, nicht zuletzt mit dem Verkauf von Teddybären mit Helm. Dieser Artikel erzählt die Geschichte von einem der ungewöhnlichsten Rennställe der Formel-1-Geschichte.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Den Kreuzzug Ihrer Lordschaft für Grossbritannien
- Horsley öffnet Hesketh die Tore zum Renn-Zirkus
- Hinter der wurstigen Fassade wird hart und zäh gearbeitet
- Ein bisschen weniger Party, ein bisschen mehr Ernst
- Die Party ist vorbei, die Politik ruft
Geschätzte Lesedauer: 15min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Übersehen kann man ihn ebensowenig wie eine Litfaßsäule, den dritten Baron Hesketh von Hesketh. Wegen seiner Leibesfülle nicht – der voluminöse Jung-Edelmann bringt 230 Pfund auf die Waage – und auch sonst nicht. Denn Lord Thomas Alexander Hesketh, 24, liebt es, Staub aufzuwirbeln, wo immer und wann immer er erscheint. Und wenn das nur mittels der Rotoren seines Jet-Ranger-Helikopters geschieht, mit dem er nach geschlagener Renn-Schlacht gen Himmel entschwebt, während sich unten der Strom der Heimkehrer verdickt oder bereits gänzlich zum Stillstand gekommen ist. Denn der blaublütige Magnat schöpft aus dem Vollen, besser gesagt, er wirkt wie das fleischgewordene Feindbild für einen engagierten Klassenkämpfer. Erlesene Automobile wie ein Rolls-Royce Silver Shadow (mit Chauffeur) und ein Porsche Carrera (ohne Chauffeur) zu Lande und eine für erste Plätze bei Hochseerennen geschneiderte Yacht zu Wasser besorgen seine Beförderung fern, schnell und gut.
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