Fiat Barchetta – Einstiegsdroge
Zusammenfassung
1995 wendete Fiat ein erprobtes Rezept an und entwarf (erneut) einen kleinen, offenen Sportwagen. Das Resultat war der Barchetta, ein spritziger Spider mit geschichtsträchtigem Namen, günstig in der Anschaffung und mit überschaubaren Wartungskosten. Auch heute kann er noch mit diesen Qualitäten punkten, weshalb er als idealer Einstieg in die Welt der italienischen Sportwagen gilt. Dieser Artikel erzählt die Geschichte des kleinen Fiats und zeigt ihn auf neuzeitlichen sowie historischen Bildern.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Sportlichkeit auf Punto-Basis
- Ferrari als Namensgeber und cleverer Illusionstrick als Designmerkmal
- Design in Eigenregie
- Acht Sondereditionen und stetige Modellpflege
- Der perfekte Einstieg in die Welt der italienischen Sportwagen?
Geschätzte Lesedauer: 5min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Fiat kann auf eine lange Tradition im Bau von kleinen, günstigen und offenen Sportwagen zurückblicken. Modelle wie der 1200/1500 Cabriolet, 124 Spider, 850 Sport Spider oder gar der 508 Balilla Sport zählen bis heute zu den meist gefeiertsten Kreationen der Turiner. Mit dem Barchetta wollte Fiat 1995 dieser Geschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen. Präsentiert wurde das kleine Cabrio auf dem Genfer Autosalon 1995. Er sollte vor allem dem erfolgreichen Mazda MX-5 die Stirn zu bieten. Doch auch den im Jahr zuvor herausgekommene Alfa Romeo Spider, den BMW Z3 oder die ebenfalls in Genf vorgestellten Cabrios MG F und Renault Mégane Cabriolet hatte er im Visier. Und sogar im eigenen Lager gab's Konkurrenz, denn auch den familientauglichen Fiat Punto konnte man als offene Version bestellen.
Diesen Artikel kostenlos weiterlesen?
Bilder zu diesem Artikel

Unsere do-it-yourself-Lösung: Während des Öffnens/Schließens wurde zwischen Verdeck und Dichtung eine Polyäthylenfolie gelegt, die den direkten Kontakt verhinderte und natürlich jedes mal auch wieder weggenommen werden musste.
Die Führungen der Seitenfenster waren für ein Cabrio völlig unzureichend. Bei aufgesetztem Hardtop war das Fahrzeug immer undicht.
Ich erinnere mich, dass irgendwo in Norddeutschland Wochenendkurse angeboten wurden, bei denen die originalen Fensterführungen gegen stabilere, nachgefertigte ausgetauscht wurden. Die hübschen Türöffner waren wegen mangelder Drainage im Winter regelmäßig eingefroren. Bei ca. 30 tkm streikte die Synchronisierung des 2. Ganges. Eine Garantie- oder Kulanzreparatur wurde von Fiat abgelehnt, obwohl das Fahrzeug scheckheftgepflegt war (ca. 12tkm/a). Die Konsequenz daraus: Es wurde ab da mit Zwischenkuppeln gefahren, so wie wir es von unserem alten 500er Fiat gewohnt waren. Dass die vorderen Bremsbeläge regelmäßig die Bremse nicht mehr freigaben, das Radio versagte und die Phasensteller anfingen zu "klappern" passt da nur ins Bild. 2001 machte der Rost unserem Leiden ein Ende, ein "Kärtchenhändler" hat unsere Barchetta, die von außen noch ganz passabel aussah, für ein paar hundert übernommen.
Mein Fazit: Ein wirklich hübsches Auto für den Sommer an der Amalfiküste aber nicht geeignet für den Ganzjahreseinsatz in Deutschland.
Ich habe den Vergleichstest BMW Z3/Fiat Barchetta auch gelesen und er hat damals unsere Wahl beeinflußt, aber ich glaube inzwischen schon lange, daß die Tester vom Aussehen der Barchetta etwas "geblendet" waren und er deshalb so gut ausfiel. Die Barchetta war übrigens unser letzter Fiat nach 2x 500, 1x 127, 2x Panda und 1x CinqueCento (Reihenfolge nicht unbedingt chronologisch).
Schöner kann Cabrio-Fahren nicht sein!
….und dass gerade die 95er-Modelle jetzt in der Preisentwicklung Spitze sind, freut mich umso mehr. Sie hat das Zeug zum Klassiker. Bald!
Gerne hätte ich hier ein Bild oder auch 100e veröffentlich, denn wirklich schöne Bilder vom Barchetta gibt’s leider selten…










































































































































































Kommentare