Facel Vega HK 500 – superschneller Reiseluxus
Zusammenfassung
Autos, mit denen auch weniger begabte Piloten richtig schnell fahren konnten, gab es Ende der Fünfzigerjahre nicht allzu viele. Der Facel Vega HK 500 lief fast 240 km/h schnell und erlaubte weite Reisen bei höchstem Tempo ohne Anstrengungen. Kein Wunder, mochten ihn auch Rennfahrer und Künstler. Dieser Fahrbericht erzählt die Geschichte des Luxuscoupés und zeigt es auf aktuellen und historischem Bildmaterial, sowie in der Verkaufsliteratur von damals.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Aufstieg zur Weltspitze in sechs Jahren
- HK 500-Debüt im Jahr 1958
- Kostspielig, auch im Vergleich
- Reisecoupé mit starker Persönlichkeit
- Spitzenleistungen mit Zusatzaufwand
- Macklin, Moss und Co
- Von kurzer Dauer
- Massiver Luxus
Geschätzte Lesedauer: 8min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Im Jahr 1960 konnte ein VW Käfer etwa 110 km/h schnell fahren und selbst ein Opel Kapitän schaffte nur knapp 150 km/h. Der Facel Vega HK500 wurde aber mit fast 240 km/h gemessen. Allerdings mussten dafür ganz spezifische Vorkehrungen getroffen werden … Die Geschichte von Facel wurde bereits anderswo erzählt, daher sei sie hier nur kurz wiederholt. Am 29. Juli debütierte der Facel Vega FVS, ein ungewöhnlich flaches und schön verarbeitetes Coupé mit Chrysler-4,3-Liter-Motor. 1955 wuchs der Motor auf 4,7 Liter Hubraum, 1956 erhielt die Karosserie eine Panoramawindschutzscheibe. 1957 präsentierte die Firma den viertürigen Excellence.
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Es klingt leider etwas wie: nur gucken, vielleicht anfassen, nicht ausprobieren. Mich hätte ihr persönlicher Eindruck sehr interessiert, lieber Herr von Rotz.
Mir sind in den letzten Jahren etliche dieser wunderschönen Autos begegnet, im HK 500 habe ich nur mal platznehmen dürfen.
Bin ein Sitzriese, und es passte sehr gut- ein der schönsten Cockpits, das je gesehen habe.
Ausf der Techno Klassik standen 2 zum Verkauf, 150k, 250k … ein optisch perfekter Facel II war damals in „PS ich liebe Dich“ zu sehen, Preisschild in der Remise Düsseldorf zeigte über 300k €… wo ist der nun wohl?
Dann standen mehrere HK, Facel ll uns Facelias in der verlotterten Palmen Sammlung in NL, die von Galerie Aalerding versteigert wurden… in diesem Zustand hätte ich sie nicht geschenkt haben wollen
In diesem Jahr bin ich zufällig in Valbonne über einen Exellence gestolpert, der bei einer Versteigerung nicht mal das Mindestestimate, 60k , erreichte- das wäre vermutlich ein guter Deal gewesen.
.. ich träume weiter, trauen werde ich mich wohl nie. Gute Festtage
Da zum 1. Januar 1960 die neuen Francs (Niveau Francs) eingeführt wurden, muss es sich bei dem Aufpreis der Scheibenbremsen um alte Francs (Anciens Francs) gehandelt haben. Der historische Wechselkurs des alten französischen Franc zur D-Mark betrug 1958 im Mittel ca. 1 FRA = DM 0,0099. Dies entspräche ein Aufpreis von 1980 DM.
Zum Vergleich: Ein VW-Käfer Standard kostete damals ca. 3800 DM.
Immerhin wurden ab 1958/1959 optional vier Scheibenbremsen verbaut (308 mm Durchmesser vorne, 295 mm Durchmesser hinten). Ab April 1960 wurden sie Serienstandard.
Der Tank im Kofferraum war seiner Zeit nicht unüblich. Aber der Tankdeckel hinten im Kofferraum war nicht durchdacht. Für ein Luxusfahrzeug hätte man bestimmt eine praktikablere Lösung finden können.

War es nicht eben dieser Albert Camus, der letztlich in einem durch seinen Cousin gesteuerten Facel Vega ums Leben kam...?!
Scheinbar waren die Sicherheitsvorschriften nicht so einfach zu beherrschen...
"Am Nachmittag des 4. Januar 1960 starb Camus bei einem Autounfall als Beifahrer auf der Fahrt von Lourmarin nach Paris in der Nähe von Villeblevin. Der von seinem besten Freund, Michel Gallimard, einem Neffen von Camus’ Verleger, gelenkte Facel Vega FV kam ins Schleudern, da ein Hinterreifen platzte, und prallte mit der rechten Seite gegen einen Baum. Camus war sofort tot, Gallimard starb am 9. Januar 1960 in einem Krankenhaus an seinen Verletzungen. Die Insassen im Fond dagegen, Michel Gallimards Frau Janine und ihre Tochter Anne, überlebten beinahe unverletzt.[11] Camus hatte sich von Gallimard zu der Fahrt überreden lassen, obwohl er bereits eine Bahnfahrkarte nach Paris gelöst hatte. "

Was für ein Albtraum. Interessant, dass die Fondpassagiere - obgleich ohne Sicherheitsgurte - beinahe unverletzt blieben...



























































































































































































































































































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