Audi Avus Quattro – Silbern ist alle Theorie
Zusammenfassung
Der Audi Avus Quattro war mehr Skulptur als Sportwagen, sein Name dennoch eine Hommage an eine glorreiche Motorsportvergangenheit. Bei seiner Präsentation war er die Sensation der Tokyo Motor Show. Wen interessierte es da, dass der "Vorsprung durch Technik" nur auf dem Papier existierte?
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Union Berlin
- Vorsprung ohne Technik
Geschätzte Lesedauer: 5min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Der Rallyesport war revolutioniert; zwei Tourenwagenserien in den USA aufgemischt und elf Geschwindigkeitsrekorde gebrochen. Sogar an einem Nascar-Rennwagen hatte man sich versucht. Das geplante DTM-Engagement mit dem Audi V8 würde in dieselbe Kerbe schlagen wie zuvor IMSA-GTO und Trans-Am, nur eben auf heimischem Boden. Auf öffentlichen Strassen sorgte der Winter dafür, dass quattro seinen "Vorsprung durch Technik" von Jahr zu Jahr festigte. Da blieb Ende der Achtzigerjahre nicht mehr viel, wo Audis Allradantrieb seine Überlegenheit noch demonstrieren könnte. Vielleicht in einem Supersportwagen? Auf diesem Gebiet hatte Deutschland überraschend wenig zu bieten, sah man einmal vom Porsche 959 ab, der im Prinzip nur ein 911 auf Steroiden war. Den entscheidenden Ausschlag gab schliesslich die Tokyo Motor Show 1989: Nachdem kühne Konzeptfahrzeuge bis in die Siebzigerjahre eine US-Spezialität waren, hatte sich im Laufe des letzten Jahrzehnts Japan als neue Heimat der verrücktesten Designstudien etabliert. Die automobilen Zukunftsvisionen aus Fernost waren nicht nur die gestalterisch verwegensten, sondern auch die technisch visionärsten.
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