Audi A2 – Vom Winde verweht
Zusammenfassung
Wer an den Audi A2 denkt, denkt an den Misserfolg. Denn die kleine Alukugel war als Neuwagen ein Flop. Umso gefragter ist sie inzwischen als Youngtimer. Dieser Artikel blickt auf die Geschichte des innovativen Sonderlings zurück und zeigt ihn auf vielen Bildern.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Vom Winde verweht
- Gut ist nicht gut genug
- Antrieb von der Stange
- Es lebe der Sport
- Praktisch unschlagbar
- Junge Ikone
- Technische Daten
Geschätzte Lesedauer: 8min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die IAA in Frankfurt im September 1997 öffnet ihre Tore und auf dem Audi Stand gibt es eine kleine Sensation zu sehen. Nur drei Jahre nach Debüt der ersten Luxuslimousine in Aluminium Space Frame Bauweise legt Audi mit der Studie AL2 nach. Diesmal ist es ein Kleinwagen, dem die Ingolstädter die Alukur verordnet haben. Noch ist es eine Studie, doch wenig später wird aus dem viel beachteten Versuchsauto Realität. Und zwar fast in digitaler Umsetzung. Mit dem Wind hat es Audi seit den frühen 80er Jahren. Genauer gesagt mit dem Luftwiderstand, denn damals ließen sich die Ingolstädter feiern für den seinerzeit niedrigsten cw-Wert der Automobilgeschichte. Der Audi 100 der Baureihe 44 legte 1982 die Meßlatte für alle weiteren Entwicklungen sehr hoch. Und auch der Audi A2 hört auf das Diktat des Windkanals. Gerade bei Kleinwagen ist es für die Entwickler herausfordernd, niedrige Luftwiderstandsbeiwerte zu realisieren. Die geringe Aussenlänge macht es schwer, zudem darf die Entwicklung aerodynamischer Details auch nicht zu viel kosten. Sonst ist die Marge schneller vom Winde verweht, als es dem Hersteller lieb ist. Beim Audi A2 gelingt das Meisterstück. Wunibald Kamm heißt der Erfinder des im A2 realisierten Designstils und findige Google-Spezialisten werden schnell herausfinden, dass der gute Mann nie bei Audi beschäftigt war. Eine tragende Rolle spielte er dennoch bei der Gestaltung des A2, denn dessen sich nach hinten verjüngende Form entspricht der reinsten kammschen Lehre, wonach eben dieses Karosseriedesign dem Wind besonders wenig Widerstand bietet.
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Bilder zu diesem Artikel

Mit den richtigen O-Ringen und sorgfältigen (!) Software-Getriebejustierungen laut Wartungsplan gibt es keine Probleme (Erfahrung von 200 TKM). Schwache Fahrleistungen? Von Wien nach Zürich brauche ich bei führerscheinerhaltender Fahrweise auch bei minimalen Verkehr und um nichts länger als mit einem +300-PS-Auto. Der Zeitgewinn beschränkt sich fast nur auf D-Autobahn und wird beim Tanken wieder eingebüßt. Mindestens! Unser 1,2 TDI läuft (Eco-Modus aus) gestoppt 170 km/h als Dauerhöchstgeschwindigkeit und ist auch auf kurviger Landstraße keineswegs langsam. Allerdings verlangt er wegen Bierdeckel-Reifen und nachlenkempfindlicher Schlupfbegrenzung einen sehr sauberen Fahrstil. Bei flotter Kurvenfahrt statt Handschaltung dann noch die Schaltautomatik richtig antizipieren, das macht wirklich Spaß! Ein langjähriger Jahresschnitt von 3,6 l/100 km und seit 10 Jahren minimale Wartungskosten selbstverständlich auch. Als der A2 produziert wurde, war ich zu blöd, die Qualitäten zu erkennen. Inzwischen nimmt er seit Jahren meinen anderen Autos viele km weg. Ca. 900 km fahren und 30 l tanken hat seinen eigenen Reiz!
Und last but not least: Der Wagen ist mit Saugrohreinspritzung und EURO 4 Norm noch heute sauberer als so mancher Konkurrent. Denn er hat bedingt durch die Saugrohreinspritzung weder ein Feinstaub-, noch ein Stickoxidproblem. Der Verbrauch ist niedrig. Sollte der Tag irgendwann kommen und der Wagen verschrottet werden, dann lässt er sich noch prima recyclen.


















































































































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