Ferrari Meera S – wie ein Einzelstück einen Teil seiner Individualität verlor
Zusammenfassung
Anfang der Achtziger war das goldene Zeitalter der Sonderkarosserien eigentlich schon vorbei. Trotzdem beauftragte 1983 ein junger saudischer Prinz das Studio Michelotti, seinen Ferrari 400i neu einzukleiden. Das Ergebnis geriet recht speziell, war aber vollgepackt mit interessanten technischen Spielereien. Dieser Artikel erzählt die Geschichte des Ferrari Meera S und zeigt ihn auf vielen Fotos.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Michelotti mit Ferrari-Tradition
- Nicht der Vater, nur der Sohn
- Moderne Zeiten im Innenraum
- Immobiler Wanderpokal
- Erneuert statt restauriert
Geschätzte Lesedauer: 7min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Etwas Besonderes musste her. Ein Auto, das sowohl seinem gesellschaftlichen Rang als auch seinem exquisiten Geschmack entsprach. Als Sohn des Königs Fahd ibn Abd al-Aziz al-Saud konnte sich Prinz Saud ibn Fahd Al-Saud bei seinen Fahrten durch Europa natürlich nicht in einem gewöhnlichen Ferrari 400i sehen lassen. Also wandte er sich 1983 an das "Studio Tecnico e Carrozzeria G. Michelotti", um aus seinem knapp 120'000 Franken teuren Massenmodell ein Einzelstück machen zu lassen. Das 1949 von Giovanni Michelotti gegründete Unternehmen hatte bereits einige Erfahrung im Massschneidern von Zwölfzylindern aus Maranello. Als Haus-Stylist der Carrozzeria Vignale hatte Michelotti in den Fünfzigern unter anderem Karosserien für Ferrari 212 Inter und 250 Europa entworfen. Nach der Trennung von Vignale schuf er 1967 auf der ungekürzten Basis des viersitzigen 330 GT einen glattflächigen Zweisitzer mit Stufenheck, der auch als "Spider" mit Überrollbügel zu haben war. Wer den zweifellos eleganten Wagen einmal gesehen hat, wird sich fortan hüten, den Opel Rekord P2 Coupé noch einmal als "rasenden Kofferraum" zu bezeichnen.
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Wieso ein Augenkrebs verursachendes "Etwas" , welches wohl besser Ferrari Frankenstein heissen sollte, mit einem zwar schöneren, aber halt nicht der Hässlichkeit des Aeusseren entsprechenden, digitalen Armaturengeschachtel auch noch einem Teil seiner Originalität beraubt wurde, kann nur mit dem Mitleid des Restaurators mit dem Besitzer erklärt werden...
1978:
cdn.motor1.com/images/mgl/YnqWJ/s4/mazda-rx-7-design-evolution.webp
1981:
cdn.motor1.com/images/mgl/Q8KWN/s3/mazda-rx-7-design-evolution.webp


















































































































































































































































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