Neunelfeinhalb – Porsche 911 im (historischen) Test
Zusammenfassung
Zum Modelljahr 1967 reduzierte Porsche die Serienausstattung des 911, um ihn stärker vom neuen Spitzenmodell 911 S abzugrenzen. Doch rückte er damit deutlich näher an den 912 heran, von dem er sich fortan nur noch durch den grösseren Motor unterschied. Zwar blieb der Porsche 911 dadurch ein hervorragender Sportwagen – nur war er preislich eben kein so verlockendes Angebot mehr. Dieser Testbericht von 1966 erklärt warum.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Vom einzigen Modell zum Mittelmaß
- Noch immer überlegen
- Der Preis ist nicht mehr heiss
- Technische Daten & Meßwerte
Geschätzte Lesedauer: 7min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Der Porsche 911 ist geschrumpft. Nicht nur im Preis, sondern auch in vielen Teilen der Ausstattung, womit jetzt auch wieder eine klare Abgrenzung zum absoluten Spitzenmodell, dem 911 S erzielt worden ist. Jedoch hat der neue 911 auch einiges von der Entwicklungsarbeit profitiert, was aber weniger optisch ist. Übermäßige Windgeräusche hat man durch ein vorzügliches Finish an der Karosserie behoben. Dieser Porsche ist nicht das Auto, in das man sich hineinsetzt und losfährt. Man muß ihn erst verstehen und eine Einstellung zu den weitgesteckten Möglichkeiten finden, die er bietet. Beschleunigung und Bremsen sind optimal, was den Porsche – auch wenn es vielen nicht einleuchten will – als ausgesprochenes Sicherheitsfahrzeug herausstellt. Das Fahrverhalten stellt allerdings im Grenzbereich besondere Anforderungen an den Fahrer, zumal sich bei hoher Geschwindigkeit starke Windempfindlichkeit zeigt.
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Schallendes Gelächter von allen Vieren..
Was den auf jedem Oldtimer-Treff in inflationärer Zahl anwesenden 911 der frühen Jahre charmant macht, ist die Tatsache, dass die Haupt-Klientel sich - einschließlich mir - in die Jugendjahre zurückversetzt fühlt. Es war ein anderes inneres Gefühl von Freiheit!
Somit kann man zum Schluss feststellen, dass der 912 - im Gegensatz zum Text von Wolfgang Rausch damals - heute in diesem Auto durchaus die passendste Motorisierung hat. Erstens sind aus dem Motor mit einfachsten Maßnahmen auch 110 PS mobilisierbar - zweitens hat der 912 wegen ungleich besserer Gewichtsverteilung durch den leichteren und kürzeren Motor hinter der Hinterachse wesentlich unproblematischere Fahreigenschaften.
Das habe ich im direkten Vergleich in Boxberg vor Corona selbst einmal "erfahren" dürfen.
So - und jetzt freue ich mich schon auf das nächste Treffen, zu dem ich mit meinem sicheren, sparsamen und Freude bereitenden Chrysler PT Cruiser 2.2 CRD (mit dem unkaputtbaren Mercedes 220 CDI-Taximotor) von 2002, 329.000 km, fahren werde.




































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