Wohin entwickelt sich das Versteigerungsgeschäft? – Im Gespräch mit Maarten ten Holder von Bonhams
Zusammenfassung
Auch Versteigerungen waren von der Corona-Pandemie betroffen, die Auktionshäuser mussten sich anpassen und neue Wege zur Vermittlung von Automobilen suchen. Bonhams ist dies ziemlich gut gelungen. Vor wenigen Wochen wechselte Maarten ten Holder von RM/Sotheby’s zu Bonhams, um hier das Motoring-Geschäft zu führen. Selbstverständlich wird Maarten auch weiter als Auktionator fungieren, wie er im Gespräch verrät.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Auto-Fan
- Globales und breit aufgestelltes Auktionshaus
- Die Auswirkungen der Pandemie
- Online-Kanäle mit viel Potential
- Bestens besuchte Live-Auktionen
- Verschiebung in Richtung Youngtimer
- Mit der Zukunft des Automobils verbunden
Geschätzte Lesedauer: 5min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Mitte April 2021 trat Maarten ten Holder bei Bonhams ein, um die Leitung von “Bonhams Motoring” zu übernehmen. Nur kurz darauf kündigte Bonhams die Übernahme der Online-Auktionsplattform “The Market” an. Viele Veränderungen also bei einem der drei grossen Auktionshäuser und Grund für ein Gespräch mit Maarten ten Holder, der sich gerade in europäischer Quarantäne befand, um dann am 20. Juni 2021 in Bonmont an der Schweizer Versteigerung von Bonhams den Hammer zu schwingen. Zwar hat Maarten ten Holder mehr Jahre mit der Versteigerung von Kunst als von Autos verbracht, doch kann er nach mehreren Jahren RM/Sotheby’s auch eine umfangreiche Erfahrung im Verkaufen von Automobilen vorweisen. Gemäss Maarten gibt es grundlegende Unterschiede zwischen Kunst- und Auto-Versteigerungen. Beim Auto geht es deutlich weniger trocken zu und es wird mehr auf Stimmung und Emotionen geachtet. Der Auktionator hat einen erheblichen Anteil am Erfolg einer Verkaufsveranstaltung und zwar je mehr, umso weniger willige Bieter im Raum sind. Maarten erklärt im Gespräch, dass er viel gelernt hat, als er begonnen hat, anstatt Picassos Lamborghinis oder Bugattis zu versteigern. Dank seinem eigenen Stil und viel Gespür für die Bieter konnte er nicht nur das teuerste je von einer Frau gemalte Bild verkaufen, sondern auch eine Vielzahl von Millionen-Klassikern im Automobilbereich.
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