Tschaika 1958-1989 - Staatslimousinen und Stolz des Ostens
Zusammenfassung
Rund 10'000 Automarken und -konstrukteure hat es gegeben – die meisten sind verschwunden. Eine von diesen verschwundenen Marken ist Tschaika, die von 1958 bis 1989 existierte. Kerngeschäft war der Bau von Staatslimousinen für die zweitwichtigste Nomenklatura der sowjetischen Führung, respektive Fahrzeuge wie der GAZ 13 und später der GAZ 14. Der Ausstoss 1980 lag bei 500 Tschaikas und ZIL, 1987 noch bei 250 Fahrzeugen zusammengezählt. 1989 enstand der letzte Tschaika.
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Leseprobe (Beginn des Artikels)
1932 entstand in Nizhnij Nowgorod, im Nordosten Moskaus, mit den Molotow-Werken die zweite sowjetische Autofabrik. Nach dem Krieg baute man dort neben GAZ-Geländewagen und dem Mittelklasse-Personenwagen Pobjeda (Vorgänger des Wolga) ab Anfang der 50er-Jahre die 7/8-sitzige Luxuslimousine Zim GAZ 12. Sie basierte auf amerikanischem Technikverständnis. Dies galt auch für das 1958 vorgestellte Nachfolgemodell Tschaika (= Möve) GAZ 13, das stilistisch klar an die Packard ab Jahrgang 1955 erinnerte. Während die in Moskau gebauten ZIL 111 (vormals ZIS) für die oberste Staatsspitze bestimmt waren, dienten die Tschaika der zweitwichtigsten Nomenklatura der sowjetischen Führung. Sie waren nur unwesentlich kleiner: Radstand/Länge 325/560 cm (Tschaika) bzw. 376/603 cm (ZIL). Beide basierten auf einem massiven Rahmen mit Kreuzverstrebung. Der Tschaika-Motor war ein 5,5-Liter-V8; der Kraftübertragung diente, nach amerikanischem Muster, ein 3-Stufen-Automatikgetriebe mit Drucktastenbedienung am Armaturenbrett. 1962 erhielt die Front ein neues Doppelscheinwerfer-Design.










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