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Bild (1/1): Audi quattro (1980) - Premiere am Genfer Autosalon 1980 (© Audi AG, 1980)
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  • Genfer Autosalon 1980 – Weltpremieren Quattro, Panda, Fuego und Co

    Erstellt am 26. Februar 2020
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Audi AG 
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    Plakat Genfer Autosalon 1980Vom 6. bis 16. März 1980 fand in Genf nicht nur der 50. Internationale Automobilsalon statt, sondern zugleich konnte man auch auf eine 75-jährige Geschichte dieser bedeutenden Messe zurückschauen. Erstmals wurden nämlich im Jahr 1905 auf 1000 Quadratmeter die neuesten Errungenschaften der Fahrzeugtechnik 13’000 Besuchern vermittelt. 1924 entstand dann nach mehreren Durchführungen daraus der Internationale Automobilsalon, der immerhin 68’000 Besucher anzog, die Fahrzeuge auf 8000 Quadratmetern bewundern durften.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Genfer Salon endgültig international und zog alljährlich Anbieter und Interessierte aus der ganzen Welt ins Palais in der Rhonestadt. 1952 wurde die Fläche von 28’000 Quadratmetern auf bis 1981 gültige 55’000 Quadratmeter erhöht. 1982 zog der Salon dann bekanntlich zum Flughafen, womit die räumliche Enge der Genfer Innenstadt, verbunden mit entsprechenden Parkplatzproblemen, der Vergangenheit angehörte.

    Doch zurück zu 1980, als man wegen der Jubiläen in Feststimmung war, gleichzeitig aber viele Zielkonflikte am Horizont sah.

    Neue Zulassungsrekorde

    Die Ausgangslage war eigentlich hervorragend. Mit 280’102 Neuzulassungen hatte man im Jahr 1979 einen neuen Rekord an frischen Autos erreicht. Der Gesamtbestand stieg auf 2’154’274 Personenwagen, wie man es 20 Jahre vorher schon vorausgesagt hatte. Fast auf jeden dritten Schweizer kam also ein Auto.

    Doch das Auto war nicht ohne Feinde, das stetige Wachstum des Individualverkehrs führte zu Umweltschäden, neue Autobahnen wurden nicht wie in den Sechzigerjahren freudig begrüsst, sondern bestenfalls hingenommen.

    Die Schweiz hatte mit neuen Abgas- und Lärmgrenzwerten reagiert, die stufenweise 1982 (AGV-82) und 1986 (AGV-86) eingeführt werden sollten und deren Auswirkungen auf Angebot und Preise man noch nicht abschätzen konnte.

    Wird das Auto an seinem Durst sterben?

    Sorgen machte man sich auch über die begrenzten Erdölvorräte. Man ging 1980 davon aus, dass die “bekannten und gesicherten” Reserven an Erdöl rund 90 Milliarden Tonnen umfassen und diese beim damaligen Fördertempo noch für etwas 30 Jahre reichen würden. Allerdings vermutete man noch weit grössere Reserven im Boden, die noch für weitere 50 bis 60 Jahre ausreichen sollten.

    Trotzdem erschien eine Erdölknappheit als durchaus realistisches Szenario und die Energiekrisen der Siebzigerjahre hatten gezeigt, dass die Folgen weitgehend wären. Entsprechend gehörte die Entwicklung verbrauchsgünstiger Fahrzeuge zu den Topprioritäten der Autobranche.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
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    Jubiläumssalon mit vielen Attraktionen

    1121 Marken aus 27 Ländern stellten im März 1980 auf 34’500 Quadratmetern aus. Nicht alle konnten berücksichtigt werden, insgesamt waren nämlich 42’429 Quadratmeter “bestellt” worden.

    VW Iltis (1980) - belegte bei der Rallye Paris-Dakar den ersten Rang - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Neben Automobilen, Fahrzeug- und Garagenzubehör, wurden 1980 auch wiederum Motor- und Fahrräder von 43 Marken auf 2000 Quadratmeter präsentiert.

    Es wurde einiges aufgeboten, um den 50. Salon zu feiern. So gab es im Untergeschoss eine Oldtimer-Sonderschau mit ausgewählten Klassikern ab Jahrgang 1924. Zu sehen waren unter anderem ein Ford Thunderbird Hardtop Landau von 1967, ein Mercedes-Benz-Sportwagen des Typs 10/40/65 mit Kompressor von 1924 und zwei Bugatti.

    Auch auf den Neuwagenstände lockerten Oldtimer die Ausstellung auf, so stand z.B. ein Datsun Tourer von 1932 auf dem Stand der Japaner.

    Vielbeachtete Weltpremieren

    Im Zentrum des Interesses standen natürlich die Autos, die in Genf zum ersten Mal überhaupt zu sehen waren.

    Auf dem Fiat-Stand konnte der neue Fiat Panda bewundert werden, ein zweckmässig konstruiertes Alltagsauto für wenig Geld und mit hohem Nutzen. Konzipiert wurde es durch Giorgetto Giugiaro. Das zweitürige Auto mit Heckklappe verfügte über einfache Sitze und viele praktische Details.

    Fiat Panda 45 (1980) - Weltpremiere, wird erst im Jahr 1981 in der Schweiz erwartet - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    In Genf wurde die Version mit dem Motor aus dem Fiat 127 gezeigt, als Lieferbeginn in der Schweiz wurde aber erst mit 1981 angegeben.

    Audi quattro (1980) - Fahrgestell mit permanentem Allradantrieb - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Bei Audi gab es den 200 PS starken “quattro” zu sehen, ein Sportfahrzeug mit permanentem Allradantrieb, Fünfzylindermotor mit Turbo und Ladeluftkühler. Bis dahin war der Allradantrieb ja vor allem bei Geländefahrzeugen genutzt worden, wenn man einmal vom Jensen FF der Sechzigerjahre absah.

    Saab 900 Sedan (1980) - gut gelungene Verwandlung zur Stufenhecklimousine - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Bei Saab konnte man erstmals eine Stufenheck-Version des Saab 900 anschauen. Die Umwandlung vom Schrägheck zur klassischen Limousinenlinie ohne Streckung der Gesamtlänge war geglückt.

    Renault Fuego (1980) - Weltpremiere des viersitzigen Coupés - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Auf dem Renault-Stand wurde erstmals der Fuego vorgestellt, ein Coupé als Nachfolger der Modelle R15/R17 mit Frontmotor und komplett neuer Linienführung.

    Mercedes-Benz 500 SLC (1980) - neue Reihe SL/SLC als Coupé oder Cabriolet mit V8-Motor - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Bei Mercedes konnte man die Weltpremiere der eneuerten Baureihe R/S 107 miterleben, die nun mit 2,8-, 3,8- oder 5-Liter-Motoren angetrieben wurde.

    Peugeot 305 Break (1980) - wurde zum Kombi des Jahres 1980 erkoren von der AR-Redaktion - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Auf dem Peugeot-Stand wurde erstmals der Peugeot 305 Break ausgestellt, die Kombiversion der mittleren Baureihe.

    Lotus Esprit Essex Turbo (1980) - Neuheit mit grossen Spoilern - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Als Weltpremiere zog der starke Lotus Esprit Essex Turbo die Augen der Freunde britischer Sportwagen auf sich. Mit grossem Spoilerwerk und auffälliger Lackierung war er auch arg auffällig geraten. Gleich in der Nähe stellte Reliant mit dem neuen Scimitar GTS erstmals ein Cabriolet vor.

    Lancia Beta Montecarlo (1980) - neugestaltete Front und zusätzliche Seitenstege mit Fenstern - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Erstmals konnten die Salonbesucher den umgestalteten Lancia Beta Montecarlo inspizieren, der nun die typische Lancia-Front erhalten hatte und mit verbesserter Sicht nach schräg hinten aufwartete.

    Ferrari Mondial 8 (1980) - Weltpremiere des von Pininfarina gestalteten 2+2-sitzigen Mittelmotor-Coupés - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Enzo Ferrari brachte den neuen Mondial 8 nach Genf, ein 2+2-Mittelmotor-Coupé auf der Basis des Modells 308 GTB/GTS.

    ZG Marktpreise Eigenwerbung

    Deutsche Technik für mehr Sportlichkeit und weniger Verbrauch

    Alle deutschen Automarken waren in Genf vertreten, und auch Erich Bitter zeigte sein neues Coupé SC.

    Bitter SC (1980) - formvollendetes Luxuscoupé mit vier Sitzen und Mechanik vom Opel Monza - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Der Audi-Stand wurde natürlich vom neuen Quattro dominiert, bei Mercedes-Benz gab’s den überarbeiteten SL/SLC zu sehen. BMWs Präsentation stand im Zeichen des Reihen-Sechszylinders, das Topmodell 745i mit Turbolader wurde in Genf erstmals gezeigt, genauso wie die Gruppe-5-Version des M1.

    VW Jetta (1980) - mit überdurchschnittlich grossem Koferraum - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Bei Volkswagen konnten viele Salonbesucher erstmals den Stufenheck-Golf namens Jetta erproben, während bei Ford vor allem verfeinerte Modelle zu sehen waren.

    Opel brachte immerhin einen neuen Kadett Kombi namens Voyage nach Genf, während es Porsche bei Verfeinerungen der Modellpalette sein liess.

    Konsolidierung à la France

    Mit der Vereinigung von Peugeot, Citroën und Talbot unter einem Dach (PSA) war die französische Autowelt über Nacht sozusagen zu zwei Lagern zusammengeschrumpft. Am Genfer Salon 1980 konnte man von einer Vereinheitlichungstendenz im PSA-Lager noch wenig sehen, aber zu erwarten war sie schon damals.

    Citroën GSA (1980) - nach zehn Jahren nun endlich mit Heckklappe, die Modellreihe wurde bereits 1970 vorgestellt - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Neben dem neuen 305 Break zeigte Peugeot vor allem die bereits im Vorfeld verbesserte Palette, während Citroën den neuen GSA mit Hecklappe in den Mittelpunkt stellte. Bei Talbot gab es französische (Simca-) und britische (Sunbeam-) Modelle zu sehen, die teilweise verbessert worden waren.

    Renault präsentierte neben dem neuen Fuego die bereits im Vorjahr in vielen Punkten verbesserten Baureihen, darunter auch den Alpine A310 V6, der nun mit Fünfganggetriebe aufwartete.

    Viel (fast) Neues aus Japan

    Echte Neuheiten gab’s aus Nippon 1980 nur begrenzt, allerdings waren viele der präsentierten Modelle für die europäischen Besucher trotzdem neu.

    Datsun Bluebird 180 B (1980) - Europapremiere der eneuerten Baureihe - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    So wurde die ganze Datsun-Bluebird-Baureihe mit Limousine, Kombi und Coupé erstmals in Europa gezeigt.

    Toyota Corolla (1980) - neue Modellreihe mit viertüriger Limousine, fünftürigem Kombi und zweitürigem Coupé mit Heckklappe - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Auf dem Toyota-Stand gab es die erneuerte Corolla-Palette inklusive dem sportlichen Liftback-Coupé zu sehen. Auch der Crown war überarbeitet worden.

    Mitsubishi Lancer (1980) - Neuheit aus Japan, mit 1,25- und 1,6-Liter-Motor mit 55 bis 68 PS - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Der Lancer von Mitsubishi war zwar in Japan schon seit März 1979 im Verkauf, in die Schweiz kam er aber erst im Oktober, so dass die Salonbesucher zum ersten Mal auf die europäisch anmutenden Karosserien blicken konnten. Gezeigt wurde auch die Rallye-Version des Lancer.

    Bei Mazda gab’s vor allem Detailverbesserungen, bei Honda die erst seit kurzem lieferbare neue Civic-Reihe zu sehen.

    Subaru 1800 SRX Swingback (1980) - Coupé mit Heckklappe und variablem Kofferraum - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Subaru zeigte als Neuzeit den 1600 SRX Swingback mit Vorderradantrieb (!).

    Toyota Family Wagon (1980) - Luxus-Familenfahrzeug auf Lite Ace Basis als Show Car - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Eher dem Kapitel Prototypen waren der Mitsubishi Super Space Wagon und der Toyota Lite Ace Family Wagon zuzuschreiben.

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    Briten als Nischenanbieter

    Der einstige Glanz der Briten, als sie in den Fünfziger- und frühen Sechzigerjahren die dominierende Autonation darstellten, war 1980 schon lange verblasst. Mit dem langsamen Niedergang von British Leyland waren es vor allem die Nischen-Anbieter, die die britische Flagge in Genf hochhielten.

    TVR Tasmin (1980) - elegantes Coupé als Neuheit, im Hintergrund der TVR 3000 S als zweisitziges Cabriolet - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Erstmals zeigte sich offiziell TVR in Genf, vorgestellt wurde der neue keilförmige Tasmin mit Ford-Köln-V6-2.8-Liter-Motor.

    Bei Lotus gab’s neben dem neuen Esprit Turbo auch die anderen Modelle zu sehen.

    Bei Triumph begutachteten viele Salonbesucher erstmals das TR7 Cabriolet, während der Spitfire unverändert weitergebaut wurde.

    Jaguar XJ (1980) - modernisiert, man beachte die historische Kulisse - Genfer Autosalon 1980
    © Archiv Automobil Revue

    Rolls-Royce, Bentley, Jaguar und Co zeigten die bekannten Modelle, bei Leyland standen zwar die Modelle Austin Allegro und Morris Marina in Genf, die grosse Hoffnung hiess aber Mini Metro und der wurde erst für den Herbst 1980 erwartet.

    Amerikaner immer kompakter

    Dass die Erdölreserven knapper werden könnten, das zeigte sich in Genf vor allem beim Fahrzeugangebot aus den USA. Ein Grossteil der Ausstellungsfläche von General Motors gehörte den kompakten “X-cars”, u.a. dem Chevrolet Citation, Buck Skylark, Oldsmobile Omea und Pontiac Phoenix. Gemeinsam war diesen Autos der Frontantrieb und kompakte V6-Motoren, aber auch eine reichhaltige Ausstattung und relativ günstige Preise.