Derby (1921-1933) - konkurrenzfähige Cyclecars aus Paris
Zusammenfassung
Rund 10'000 Automarken und -konstrukteure hat es gegeben – die meisten sind verschwunden. Eine dieser verschwundenen Marken ist Derby, die sich, von Bertrand Montet ins Leben gerufen, erfolgreich auf das Segment der Cyclecars stürzte. Verschiedenste Konstruktionen, ein wenig durchschaubare Motorenpolitik und das Ableben des Gründers begründeten den Niedergang, der durch einen Besitzerwechsel aber noch bis 1933 herausgezögert wurde.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Erfolg mit Cyclecars
- Rennsport als Katalysator
- Immer grösser und stärker
- Ein kurzer zweiter Frühling
Geschätzte Lesedauer: 4min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Derby Automobile stammten aus Courbevoie sur Seine bei Paris. 1912 gründete Bertrand Montet „les Etablissement Bertrand Montet“. Die französische Armee war sein wichtigster Auftraggeber. Nach Kriegsende suchte Montet ein neues Betätigungsfeld und fand es, wie so viele andere auch, im Automobilbau. Erfolg mit Cyclecars Die Cyclecars kamen in Mode: Leichte, keine 350 kg schwere, oft aus Motorradteilen zusammengebaute vierrädrige Fahrzeuge. 1921 erschien der Typ D2, bestückt mit einem Harley-Davidson-Motor (2-Zylinder in V-Form, 988 ccm, luftgekühlt). Die Motoren besorgte sich Montet aus Beständen der amerikanischen Armee. Derby nannte er seine Automarke. Sein Partner Georges Goëtt verkleidete das primitive Chassis mit einer zweiplätzigen Torpedo-Carrosserie und die beiden hofften, die neue Marke am „Salon de l’auto“ in Paris bekannt zu machen. Der D2 war fürchterlichen Vibrationen unterworfenen, der Start am ersten Rennen floppte.
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