DKW 1928–1966 – Kleinmotor und Zweitakt
Zusammenfassung
Rund 10'000 Automarken und -konstrukteure hat es gegeben – die meisten sind verschwunden. Eine von diesen verschwundenen Marken ist DKW, die von 1928 bis 1966 existierte. Zentral für DKW war der Zweitaktmotor und zusammen mit dem Vorderradantrieb baute man sehr konkurrenzfähige Autos, die manches Stadtbild prägten.
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Leseprobe (Beginn des Artikels)
«Des Knaben Wunsch» oder «Das kleine Wunder», wie immer man DKW interpretierte, der Ursprung lag in einem winzigen Zweitaktmotor, der zu Spiel- und Bastelzwecken gebaut wurde: Hersteller war der aus Dänemark nach Zschopau eingewanderte Däne Jörgen Skafte Rasmussen (1878–1964), der diesen Kleinmotor zum Fahrradhilfsmotor und ab 1922 zur Kraftquelle der alsbald meistgebauten Motorräder weiterentwickelte.Ab 1928 wurden von DKW in Berlin zudem Personenwagen hergestellt, und ab 1931 entstanden in Zwickau kleine Zweizylinderwagen mit Frontantrieb, die DKW zum internationalen Begriff werden liessen. Mit dem 1929 erfolgten Aufkauf der Audi-Werke hatte sich Rasmussen allerdings übernommen, und 1932 wurden DKW, Audi, Horch und Wanderer in die Auto Union AG zusammengeführt.Die DKW mit Vorderradantrieb und Zweizylinder-Zweitaktmotor (584 und 692 cm3) sicherten sich ein ausgezeichnetes Renommee. Nach dem Krieg fanden sie in Ostdeutschland ihre Nachfolge in den Ifa und später Wartburg, während in Ingolstadt eine neue Auto Union geschaffen wurde (sie ging 1958 an Daimler-Benz und von dort 1964 an Volkswagen). Ab 1950 wurden DKW-Wagen nach Vorkriegsrezept weitergebaut (von 1957 bis 1963 unter der Marke Auto Union). 1957 kam der topmodern geformte kleine DKW Junior hinzu. In neuzeitlichem Stil zeigte sich ab 1964 auch der Auto-Union-Nachfolger DKW F 102. Aus diesem ging 1966 der neue Audi mit Vier- statt Zweitaktmotor hervor.





































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