Der Karmann Ghia gilt als einer der schönsten Volkswagen, die je gebaut wurden, 1955 vorgestellt, wurde er zum Erfolg für die Volkswagen AG. In 19 Jahren wurden rund 360'000 Coupés in Osnabrück bei Karmann produziert. Wirklich?
Nein, nicht nur bei Karmann! Von 1957 bis 1960 wurden 1'098 Karmann Ghia Coupés auch in der Schweiz montiert. Bei der Automontage Schinznach-Bad AG, einer Schwestergesellschaft des Schweizer VW Importeurs AMAG, liefen die eleganten Coupés neben Modellen der Chrysler Corporation vom Band.
Die Rohkarossen und die anderen Komponenten wurden von Karmann, resp. VW in die Schweiz geliefert, wo die Fahrzeuge dann lackiert und zusammengebaut wurden, zum Teil mit Schweizer Materialien ergänzt. Die Schweizer Karmanns waren für den Schweizer Markt bestimmt. Aber inige fanden im Laufe der Jahre auch den Weg in andere Länder, mindestens eines sogar in die USA.
Neben der guten Fertigungsqualität, die die Schweizer Fahrzeuge auszeichneten, waren diese an zwei Details von allen anderen Karmann Ghia unterscheidbar: Einerseits die Produktionsplakette der Automontage mit Laufnummer, etc., andererseits die Gravur «Montage Suisse» um das VW Emblem auf der Frontmaske.
Vor bald 70 Jahren endete die Montage wieder. Wieviele der 1098 Schweizer Autos haben überlebt? Wo stehen sie heute? Dieser Frage geht die AMAG Classic, ein Bereich des Schweizer VW-Importeurs AMAG, nach und hat deshalb ein Register ins Leben gerufen, wo die bekannten, noch existierenden Autos aufgelistet werden sollen. Aktuell sind der AMAG Classic fünf Fahrzeuge bekannt, von denen sie für zwei die Freigabe hat, diese zu publizieren.


































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