Ein Tal, das sich öffnet – und mich sofort in seinen Bann zieht
Ich wusste nicht, was mich erwartet, als ich den Starterknopf des MGA Roadsters zog und der kleine britische Sportwagen zum Leben erwachte. Doch schon die ersten Kilometer durch Porto machten klar: Diese Oldtimerreise würde anders sein. Intensiver. Persönlicher. Näher dran an dem, was Reisen eigentlich ausmacht. Als wir die Stadt hinter uns ließen und dem Flusslauf des Douro entgegenfuhren, merkte ich schnell, warum dieses Tal zu den schönsten Weinbaulandschaften Europas zählt. Berge, Terrassen, Schiefer, Licht – alles schien miteinander zu fließen.
Und Vintage Tours versprach, uns abseits der bekannten Pfade zu führen. Genau das hatten wir gesucht.
Wer ist Vintage Tours – und warum ist diese Tour so besonders?
Unsere Gastgeber, Valeska und Matthias Haux, empfingen uns, als würden sie uns seit Jahren kennen. Beide lieben Portugal – das spürt man sofort. Seit mehr als 20 Jahren reisen sie im eigenen Oldtimer durch das Land, unter anderem durch das Douro-Tal. Sie kennen Orte, die man nur findet, wenn man wirklich neugierig ist und sich viel Zeit nimmt, um Land und Leute wirklich kennenzulernen.
Diese Tour, sagten sie, sei das Destillat all ihrer Reisen durch das Douro Tal. Die schönsten Strecken. Die versteckten Weingüter. Die Momente, die man sonst nie erleben würde. Sie sollten recht behalten.
Warum der MGA Roadster? – Weil sich das Douro-Tal so am intensivsten anfühlt
Ich hatte nie zuvor in einem MGA Roadster gesessen. Aber schon nach wenigen Minuten verstand ich, warum Vintage Tours ausgerechnet dieses Modell ausgewählt hat. Der MGA Roadster ist niedrig, offen, puristisch – er verbindet Dich direkt mit der Straße. Jede Kurve, jeder Wechsel zwischen Sonne und Schatten, jeder Höhenmeter wird spürbar. Und der MGA Roadster erzeugt ein Lächeln – wo immer wir anhalten, werden wir auf unsere Flotte angesprochen und man spürt, wie sich die Menschen über den Anblick dieser Oldtimer freuen, die übrigens in Portugal eine lange Tradition haben.
Bei unserer Fahrt durch das Douro-Tal ist jede Kurve ein kleines Ereignis. Der Wagen gleitet mühelos über schmale Bergstraßen, tanzt förmlich durch Serpentinen und belohnt jede offene Gerade mit seinem tiefen, klassischen Motorsound. Diese Vintage Tour ist nicht einfach eine Fahrt – sie ist ein Erlebnis. Ein Dialog zwischen Mensch, Maschine und dieser beeindruckenden, endlos wirkenden Landschaft.
Das Douro-Tal – Weinberge, Schiefer, Geschichte und ein Fluss, der alles prägt
Was mich am meisten beeindruckt hat, war die Vielfalt, die ich auf dieser Reise erlebt habe. Die terrassierten Weinberge, die wie kunstvolle Skulpturen die Hänge hinaufsteigen. Die dunklen Schieferböden, die seit Jahrhunderten Portwein und Spitzenweine hervorbringen. Und der Fluss, der sich durch das Tal windet und uns immer wieder neue Perspektiven eröffnet.
Dank der Routenführung von Vintage Tours durften wir diese Vielfalt aus Blickwinkeln erleben, die man als normaler Besucher nie erreicht. Hoch oben über dem Tal, wo der Douro wie ein Silberband schimmert. Dann wieder nah am Wasser, wo die steilen Hänge förmlich über einem aufsteigen. Und immer wieder machen wir an Orten halt, die man nicht in Reiseführern findet – Aussichtspunkte, kleine Dörfer, alte Weinberge, versteckte Wege.
Besondere Momente – von uralten Felsgravuren bis zu barocken Palästen
Ein Höhepunkt war für mich der Besuch von Vila Nova de Foz Côa. Tausende Jahre alte Felsgravuren, offen im Tal, als hätten die Menschen damals gewusst, dass ihre Kunst eines Tages wiederentdeckt wird. Pferde, Auerochsen, Ziegen – Linien, einfach und doch voller Energie. Ein Platz, der still macht und innehalten lässt.
Ein anderer Moment, der sich eingeprägt hat, war ein privates Essen, das Vintage Tours für uns in der historischen Küche des Palácio de Mateus organisiert hat. Dieser barocke Palast ist ein Juwel – und plötzlich sitzt man hier, unter alten Steinbögen und vor einem riesigen Kamin und darf bei einem Glas Wein die typische regionale Küche verkosten. Kein Tourist weit und breit. Diese Erfahrung war wirklich einzigartig.
Und natürlich beeindruckte uns auch der Palácio do Freixo in Porto, ein Werk von Nicolau Nasoni – ein barockes Meisterstück und Zeitzeuge des Reichtums dieser Region im 18. Jahrhundert.
Die Strecken – hunderte Kilometer Erkundung, damit die Gäste von Vintage Tours das Beste erleben
Was mich am meisten begeistert hat: Wie viel Vorarbeit in dieser Tour steckt. Matthias erzählte uns, dass sie hunderte Kilometer selbst mehrfach abgefahren sind, um eine Route zu entwickeln, die dem Fluss folgt, auch dort, wo es eigentlich keine Straße direkt am Fluss mehr gibt. Das spürt man. Denn die Straßen, auf denen wir fahren, sind wie geschaffen für den MGA Roadster: kurvig, abwechslungsreich, weitgehend unbefahren.
Man fährt über Hochebenen, vorbei an alten Quintas, durch stille Landschaften. Dann die Fahrt durch die weiten Seitentäler – und plötzlich öffnet sich wieder der Blick auf den majestätischen Douro mit seiner unendlichen Weite. Es sind diese Momente, in denen man versteht, warum das hier keine gewöhnliche Oldtimerreise ist.
Die Hotels – Komfort mit Seele
Jeder Tag endete in einem Hotel, das mehr war als ein Ort zum Schlafen. Boutique-Hotels und Quintas mitten in der Weinlandschaft. Mit Pools, Blick über die Terrassen, feiner Küche und Weinen, die direkt dort entstehen, wo man übernachtet. Es fühlte sich an, als würde man in das Douro-Tal eintauchen – nicht nur über die Straßen, sondern auch über seine Gastlichkeit.
Frühling oder Herbst – Der Douro erzählt zwei Geschichten
Ich hatte das Glück, das Douro-Tal zweimal zu erleben. Einmal im Frühling, wenn Mandel- und Kirschbäume blühen und ein zartes Grün die Hügel überzieht. Das Licht ist klar, der Wind frisch – perfekt für die Fahrt in einen britischen Roadster. Und einmal im Herbst, als das Weinlaub rot glühte und das ganze Tal wirkte, als würde es in Flammen stehen. Das Licht war weicher, sanfter, fast golden.
Beide Jahreszeiten waren magisch – und beide vollkommen verschieden. Wenn mich jemand fragt, wann die beste Zeit für eine Vintage Tour ist, sage ich deshalb: „Frühling für die Leichtigkeit. Herbst für die Tiefe. Und beides für unvergessliche Momente.“
Mein Fazit: Eine Oldtimer Tour, die bleibt – im Kopf, im Herzen, in jeder Kurve
Am Ende dieser Oldtimer Reise hatte ich das Gefühl, das Douro-Tal wirklich erlebt zu haben. Nicht nur gesehen. Der MGA Roadster, die Landschaft, die Menschen, das Licht – alles fügte sich zu einer Geschichte zusammen, die ich noch lange erzählen werde. Vintage Tours zeigt nicht nur das Douro-Tal, Vintage Tours vermittelt ein Gefühl. Und ich bin froh, dass ich im Cockpit dieses kleinen Roadsters genau das erleben durfte.
Weitere Informationen gibt es auf der Website des Oldtimer-Reiseanbieters.


















































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