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Ruote da sogno - SCW 2018: Ruote da sogno - SCW 2018
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Neue Stossdämpfer für den letzten luftgekühlten Porsche

11. April 2018
Text:
Bilstein/Porsche/PR
Fotos:
Bilstein / Porsche 
(12)
 
12 Fotogalerie

Porsche Testingenieur Waldi Hoffmann zaubert am Volant. Der Routinier kontrolliert mit ruhiger Hand die zart einsetzende Tendenz seines Testwagens zum Übersteuern und ringt die Nordschleife mit einer Leichtigkeit nieder, als sei sie nur eine x-beliebige Landstraße: „Was sich auf dem Ring bewährt, das funktioniert nämlich überall auf der Welt“, posaunt er sein Fazit gegen die Fahrgeräusche. Sein silbernes Gefährt ist kein neues Modell, sondern die vor knapp 25 Jahren erstmals präsentierte Baureihe 993.

Der beiden Porsche 993 bei Testfahrten mit den neuen Bilstein-Stossdämpfern auf der Nordschleife des Nürburgrings
© Copyright / Fotograf: Bilstein / Porsche

Vor gut zwei Jahren sahen pessimistische Fans deren Zukunft eher auf dem Abstellgeleis statt auf der Rennstrecke. Es drohte nämlich der Originalersatz für die Serienschwingungsdämpfer auszugehen, da der ursprüngliche Hersteller die Produktion der Ersatzteile eingestellt hatte. Doch diese Situation freilich hätte Porsche Classic nie zugelassen. Stattdessen setzt man sich vor etwas über zwei Jahren mit Ingenieuren von Bilstein zusammen und tüftelte an einer Lösung. Am Ende wurde aus der Not eine Tugend und dank neuer Technik und originaler Abstimmung fährt der 993 heute besser als je zuvor. Dies bestätigt auch der Blick hinter die Kulissen beim Fahrversuch auf dem Nürburgring, den Porsche gewährt.

Von Könnern abgestimmt und getestet

„Die Dämpfer sprechen subtiler an, die Traktion ist spürbar gesteigert und bei Wechselfederung bleiben die Karosseriebewegungen milder als mit dem Serienfahrwerk“, bilanziert Waldi Hoffmann, der hier schon genauso lange unterwegs ist wie die Baureihe 993 – und zwar ein Vierteljahrhundert. Er muss es also wissen: „Es ist recht beachtlich, was für neue Talente das moderne Dämpfersystem zusammen mit modernen Reifen aus dem Modell 993 herauskitzeln kann.“ Nachdem Bilstein die Technik für die neue Abstimmung der Vorderachse auf Upside-Down-Technologie mitsamt Einrohrgasdruckdämpfern umgestellt hatte, war die Grund-Charakteristik auf Anhieb begeisternd. Die Fachtermini mögen zunächst etwas technisch und trocken klingen, bieten in der Praxis aber ganz großes Gefühlskino. Tickets dafür lassen sich ausschließlich bei den Porsche Zentren lösen, welche die Dämpferlösung exklusiv vertreiben.

Bilstein-Stossdämpfer für den Porsche 993 Turbo
© Copyright / Fotograf: Bilstein / Porsche

Bei der fahrwerktechnischen Optimierung eines Klassikers muss man aber natürlich Augenmaß walten lassen. Den 993 mittels neuer Technologie in puncto Speed ins Raketenzeitalter zu boosten wäre sicher möglich, aber nicht unbedingt reizvoller gewesen. Der 993 besaß als Besonderheit vorne wie hinten einen separaten Fahrschemel und galt als komfortabelster Porsche aller Zeiten, ohne dass man Zugeständnisse bei der Sportlichkeit hätte machen müssen – und das sollte so bleiben. In Raketen hingegen reist es sich selten auch bequem. Weil die Bilstein-Technologie in der Lage ist, große Ventilquerschnitte im Dämpfer besonders flott und gut dosiert freizugeben, arbeitet das Porsche 993-Dämpferkit in der Serienabstimmung sogar subtiler und feinfühliger als zuvor. Waldi Hoffmann: „Man kann dies vor allem bei Querfugen in der Fahrbahn erleben. Die Abstimmung fährt sich vergleichsweise sanfter und komfortabler – und taugt dennoch für den Besuch auf der Rennstrecke, wo eine enorm hohe Fahrsicherheit bis hoch an den Grenzbereich geboten wird.“

Vom Rennsport auf die Strasse

Aber apropos Rennstrecke: „Wir haben hier die Finessen nutzbar gemacht, die früher beinahe ausschließlich im Rennsport eingesetzt wurden“, erläutert Bilstein-Fachmann Rainer Popiol, der an den Abstimmungsarbeiten beteiligt war. Der 993 war dem Unternehmen dabei modelltechnisch keineswegs fremd. Immerhin hatte Bilstein in den 90er Jahren bereits die besonders sportlichen RS Modelle der Baureihe ab Werk mit Dämpfern ausgestattet. Waren damals in der Serie noch Zweirohr-Gasdruckdämpfer zum Einsatz gekommen, sind es nun Einrohrdämpfer: Dies ist die rennsporttypische Bauweise, die bei Kühlung und Höhe des Gasdrucks entscheidende Vorteile bietet, so dass die Performance auch bei großer Belastung nicht nachlässt und eine Verschäumung des Dämpferöls praktisch ausgeschlossen ist.

Der rote Porsche 993 Turbo bei Testfahrten mit den neuen Bilstein-Stossdämpfern auf der Nordschleife des Nürburgrings
© Copyright / Fotograf: Bilstein / Porsche

Ein weiterer zentraler Vorteil der Entwicklung ist die hohe Haltbarkeit, die so ein System aus Einrohrdämpfern bewirkt: Weil in ihrem Inneren spezielle Gleitlager mit Hochleistungs-Fett-Dauerfüllung arbeiten, kommen sie praktisch nicht mehr in die Jahre. Forever young? Das trifft schließlich auch auf den Porsche 993 selbst zu, der das beste Rüstzeug zum Evergreen unter den Sportwagenlegenden mitbringt.

Die neuen Bilstein-Stossdämpfer für verschiedene Porsche 993 Modelle
© Copyright / Fotograf: Bilstein / Porsche

Weitere Informationen dazu gibt es auf der Website von Bilstein.

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