Anlässlich der Pebble Beach Automotive Week 2024 präsentierte RM/Sotheby’s zusammen mit Mercedes-Benz den Mercedes-Benz W 196 R von 1954 des Indianapolis Motor Speedway Museum, der gegen Ende des Jahres versteigert im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart versteigert werden soll.
Es ist dies einer von elf Wagen, die das Indianapolis Motor Speedway Museum auf den Markt bringt, um den Fortbestand zu sichern und sich auf eine Zukunft mit mehr Indianapolis-Fokus vorzubereiten.
Neben dem Mercedes-Benz W 196 R von 1954 (Chassis 9) kommen folgende Autos unter den Hammer:
- Ferrari 250 LM von 1964 - Sieger der 24 Stunden von Le Mans 1965
- Ford GT40 Mk II von 1966 - Teilnehmer der 24 Stunden von Le Mans 1966
- Chevrolet Corvette SS Project XP64 von 1957 - Pole Position in Sebring 1957
- Mercedes-Benz Brookland-Semmering von 1908 - für das Bergrennen am Semmering gebaut
- Benetton B191 F1 von 1991 - u.a. von Michael Schumacher in Südafrika 1992 gefahren
- Itala von 1907 - nahm vermutlich 1907 am US-Grand-Prix in Savannah teil
- Bugatti 35 B Grand Prix von 1928 - seit 1960 im Bestand des Museums
- Laurin & Klement Racer von 1911 - vermutlich der erste Rennwagen mit aktiver Aerodynamik
- The Spirit of America - Rekordfahrzeug
- Mercedes 22/40 “Colonial Car” Touring von 1911 - mit Orignalkarosserie
Der Silberpfeil mit Chassisnummer 9
Der teuerste der elf Wagen dürfte vermutlich der Silberpfeil sein, der auf USD 50 bis 70 Millionen geschätzt wurde. Bis zur Versteigerung wird eine Herstellerexpertise von Mercedes-Benz Classic die Originalität, Authentizität und einzigartige Historie verifizieren.
Der Rennwagen mit der Fahrgestellnummer 9 wurde nach der Saison 1954 fertiggestellt und zunächst als Variante mit frei stehenden Rädern aufgebaut. Für den formelfreien Großen Preis von Buenos Aires am 30. Januar 1955 erhielt das Fahrgestell einen 3-Liter-Motor. Juan Manuel Fangio erreichte vor seinem Heimpublikum in beiden Läufen zwei zweite Plätze, die ihm den Gesamtsieg sicherten. Für die weitere Saison erhielt das Fahrzeug regelkonform zur Formel 1 den 2,5-Liter-Motor. Am 11. September 1955 fuhr Stirling Moss den Wagen beim Saisonabschlussrennen in Monza, für den Hochgeschwindigkeitskurs wurde er mit der Stromlinienkarosserie versehen. An siebter Position liegend fiel Moss nach 28 Runden aus. Nach Abschluss der Rennaktivitäten 1955 wurde das Fahrzeug dem damaligen Werksmuseum übergeben. 1965 erhielt das Indianapolis Motor Speedway Museum diesen Mercedes-Benz W 196 R von der damaligen Daimler-Benz AG als Schenkung.
Marcus Breitschwerdt, CEO Mercedes-Benz Heritage GmbH erklärt: „Die Mercedes-Benz Silberpfeile glänzen noch Jahrzehnte nach ihren Einsätzen und Erfolgen. Mercedes-Benz Heritage unterstützt die geplante Auktion mit seiner ganzen Produkt- und Heritage- Kompetenz: Das Indianapolis Motor Speedway Museum lässt den Auktionserlös in eine grundlegende Erneuerung seiner Ausstellung fließen, um mit zeitgemäßen Angeboten die Faszination Motorsport für Fans aus aller Welt lebendig zu halten. Die Versteigerung im Mercedes-Benz Museum wird einer der spannendsten Momente des Jahres sein.“
Rob Myers, Chairman und CEO der RM Group of Companies, ergänzt: „RM Sotheby’s und Mercedes-Benz Classic haben seit Jahren eine herausragende Beziehung. Vor allem haben wir gemeinsam daran gearbeitet, das ,Uhlenhaut-Coupé‘ auf den Markt zu bringen. Jetzt kommt in Zusammenarbeit mit dem Indianapolis Motor Speedway Museum etwas genauso Besonderes: ein Mercedes-Benz W 196 R, der von zwei der ganz Großen gefahren worden ist – von Juan Manuel Fangio und Stirling Moss. Der Verkaufserlös kommt einem guten Zweck zugute, der das Vermächtnis des Indianapolis Motor Speedway Museums durch verschiedene Projekte weiterführt und eine Stiftung für das Museum zur Erweiterung und Pflege seiner Sammlung gründet, um so die langfristige Rentabilität der Organisation sicherzustellen.“
Der Le-Mans-Ferrari 250 LM
Noch keine offizielle Preisschätzung gibt es zum Ferrari 250 LM. Es ist aber nicht undenkbar, dass der Ferrari sogar noch teurer wird als der Mercedes.
Schliesslich siegten Masten Gregory und Jochen Rindt damit bei den 24 Stunden von Le Mans. Zudem nahm der Wagen auch bei den 24 Stunden von Daytona teil im Jahr 1966 und startete insgesamt sogar dreimal in Le Mans.
Dass er 1966 auch noch am Autosalon in New York gezeigt wurde, ist dann wohl fast schon nebensächlich.
Der Wagen befindet sich seit 1972 in der Sammlung des Museums und dürfte einer der wichtigsten Ferraris aller Zeiten sein.
Die elf Wagen werden an verschiedenen Auktionen unter den Hammer kommen, der Mercedes-Benz W 196 R wie bereits erwähnt vorausichtlich im Rahmen einer Versteigerung im Mercedes-Benz Museum.





























































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