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Maserati würdigt den Sieg des Tipo 300S beim GP von Venezuela vor 65 Jahren

Erstellt am 6. November 2020
, Leselänge 3min
Text:
Maserati/ZG
Fotos:
Maserati 
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Bonhams 
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Archiv Bernhard Brägger 
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Archiv - Courtesy Bonhams 
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Archiv 
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Am 6. November 1955 fuhr der Maserati Tipo 300S mit Juan Manuel Fangio am Steuer beim GP von Venezuela als erster ins Ziel und läutete den Beginn von zwei Jahren grosser Erfolge ein, die das Ansehen des Dreizacks auf internationaler Ebene beflügelten.

Heute gedenkt Maserati dieses wichtigen Sieges, um die starke Verbindung zur Welt des Motorsports zu unterstreichen. Denn Maserati wurde auf der Rennstrecke geboren, ausgestattet mit einer einzigartigen Rennsport-DNA, die auf der Kühnheit der Brüder Maserati und der Bravour der Fahrer beruhte. Auf den Strassen und Rennstrecken der ganzen Welt wurde der Dreizack mit seinen Siegen zu einem Inbegriff italienischer Exzellenz.

Bild Maserati 300 S (1956) - Juan Manuel Fangio am GP Portugal 1957
Maserati 300 S (1956) - Juan Manuel Fangio am GP Portugal 1957

Der Rennsport war seit jeher der natürliche Nährboden für Maserati. Der Mythos der Marke entstand im Wettkampf, und auch jetzt, mit der neuen Ära, geht die Marke von ihren Wurzeln aus. Mit dem neuen Supersportwagen MC20 kehrt Maserati in die Welt des Rennsports zurück.

Der Maserati Tipo 300S

Der Tipo 300S entstand 1955 als Weiterentwicklung des A6GCS/53 und war bis 1959 das Aushängeschild von Maserati im internationalen Rennsport. Bereits 1954, mit der Entwicklung des Prototyps 250S, der zunächst mit einem 230 PS starken 2,5-Liter-Motor ausgestattet war, begann das technische Team von Maserati damit, den Hubraum und die Leistung zu erhöhen. Das Ergebnis war ein 6-Zylinder Reihenmotor mit 3,0 Litern Hubraum, leistungsstärker und performanter als der Vorgänger, aber mit weniger mechanischen Belastungen dank des geringeren Verdichtungsverhältnisses und einer relativ niedrigen Drehzahl, trotz der höheren Kolbengeschwindigkeit.

Bild Maserati Tipo 300 S (1955) - Der Sechszylinder-Motor
Maserati Tipo 300 S (1955) - Der Sechszylinder-Motor

Die übrige Motorarchitektur entsprach der des Reihensechszylinders mit 2,5 Litern Hubraum, einschliesslich zweier oben liegender Nockenwellen und Doppelzündung. Die Konstruktionskonzepte der F1 waren auf einen GT-Sportwagen übertragen worden, und in Zukunft sollten die gleichen Mechaniken auch für die Serienproduktion übernommen werden.

Aus technischer Sicht war der 300S ein Meisterwerk. Die Sitze der grossdimensionierten Ventile und die Aussparungen für die beiden Zündkerzen für die Doppelzündung waren im halbkugelförmigen Brennraum des Motors gut sichtbar. Die vorderen Aufhängungen bestanden aus Doppelquerlenkern und einer Schraubenfeder mit koaxialem Teleskopstossdämpfer. Die Bremstrommel schliesslich war ein wahres Kunststück: Das Leichtmetallgussteil hatte radiale Rippen und Bohrungen zur Wärmeableitung.

Das Fahrgestell wurde ebenfalls modifiziert, um auf die stärkeren Belastungen infolge des erhöhten Gewichts zu reagieren, mit einem Rahmen aus ovalen und runden Rohrteilen.

Das Äussere, mit einer schnittigen Karosserie von Fantuzzi, erschien solide und doch attraktiv proportioniert. Die grosse Lufteintrittsöffnung an der Front trug den traditionellen, von Aluminiumprofilen umrahmten Dreizack, und der Fahrersitz war durch eine kleine Windschutzscheibe geschützt. Seitlich angebrachte, gerippte Lüftungsöffnungen sorgten dafür, dass die Luft im Motorraum nicht stagnierte. Zwei Auspuffrohre verliefen unten an der linken Wagenseite und endeten in der Nähe des Hinterrads. Schliesslich war das Heck etwas voluminöser, weil es den 150-Liter-Kraftstofftank, den 20 kg schweren seitlichen Ölbehälter und das Reserverad beherbergte.

Mitte der 1950er Jahre kamen neue Erkenntnisse zur Aerodynamik auf, und deshalb wurde die Karosserie des 300S noch während seiner Lebensdauer einer Reihe von Verbesserungen unterzogen, um die Effizienz zu steigern.

Von Beginn an erfolgreich

Der 300S zeigte sofort nach seinem Debüt 1955 seine sportlichen Qualitäten, und sein Erfolg auf zahlreichen Rennstrecken war der Grund für zahlreiche Aufträge von Rennteams und Gentlemen-Fahrern. Giulio Alfieri führte eine Reihe experimenteller Verbesserungen am Fahrzeug ein, um es immer konkurrenzfähiger zu machen, wie z.B. die Benzineinspritzung. Der Wagen war bei italienischen und internationalen Rennen sehr erfolgreich und wurde für zwei Saisons zum besten Modell der Marke.

1955 gewann der Tipo 300S den GP von Venezuela mit Juan Manuel Fangio am Steuer, doch das Jahr mit den meisten Triumphen war 1956, als er die Sportwagen-Weltmeisterschaft nur knapp verpasste. Die Zuverlässigkeit des Motors und das perfekte Ansprechverhalten des Fahrwerks waren die beiden Hauptmerkmale, die dem Tipo 300S seinen Erfolg ermöglichten.

Bild Maserati Tipo 300 S (1955) - Eine Illustration des Tipo 300 S
Maserati Tipo 300 S (1955) - Eine Illustration des Tipo 300 S

1956 gewannen Stirling Moss und Carlos Menditeguy an Bord ihres 300S das 1000-Kilometer-Rennen von Buenos Aires. Im selben Jahr gewann Pietro Taruffi die Targa Florio in der Klasse über 2000 Kubikzentimeter. Schliesslich, ebenfalls 1956, errang der Wagen beim 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring einen glänzenden Sieg, wobei sich Stirling Moss, Jean Behra, Pietro Taruffi und Harry Schell am Steuer abwechselten.

Der neue, leistungsfähigere 450S wurde 1957 eingeführt, obwohl der 300S bis 1959 in Produktion blieb.

Von 1955 bis 1959 wurden insgesamt 27 Tipo 300S gebaut.

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von Cardillac
11.11.2020 (03:41)
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Konfuser, schlecht redigierter PR-Text - das geht besser, Zwischengas!
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