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Jaguar mit sechs XK 120, drei C- und einem D-Type an der Mille Miglia 2014

Erstellt am 13. Mai 2014
, Leselänge 4min
Text:
Werner Bartholai
Fotos:
Jaguar / Werk 
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Bei der 32. Auflage der Mille Miglia (15.-18. Mai) bringt Jaguar Heritage Racing ein Rekordaufgebot von zehn Jaguar der Fünfzigerjahre an den Start. Zusätzlich zu sechs Jaguar XK 120 ragen drei Exemplare des 260 PS starken C- Type und ein über 370 PS starker "Long Nose" D-Type für die Top-Besatzung Martin Brundle/Bruno Senna heraus. 

Bild Jaguar-Armada mit XK 120, C- und D-Type für die Mille Miglia 2014
Jaguar-Armada mit XK 120, C- und D-Type für die Mille Miglia 2014

Mit Startaufgebot

Neben weiteren "gelernten" Rennfahren wie Le Mans- Sieger Andy Wallace oder Lenkrad-Profis wie Jaguar Cheftester Mike Cross treten bekannte Persönlichkeiten aus der Film-, Musik- und Unterhaltungsbranche die über 1.700 Kilometer lange Fahrt an. 

Zwischen Brescia, Rom und wieder Brescia auf Jaguar unterwegs sind unter anderem die schottische Sängerin Amy Macdonald, Hollywood-Star Jeremy Irons, der legendäre amerikanische Talkshow-Moderator, Komiker und Auto- Sammler Jay Leno sowie der belgische Singer/Songwriter Milow. 

Die bekannteste Oldtimer-Gleichmässigkeitsprüfung schlechthin

La Corsa più bella del Mondo - die seit 1977 ausgetragene "Nuova Mille Miglia" gilt als wohl schönste Veranstaltung im jährlichen Oldtimer-Kalender. Vier Tage führt sie durch die schönsten Landschaften Nord- und Mittelitaliens. Eine anspruchsvolle, aber unvergessliche Route. Flankiert von abertausenden Fans. Im Gegensatz zum von 1927 bis 1957 ausgetragenen Original ist die moderne Ausgabe eine Gleichmässigkeits-Prüfung. Dabei kommt es nicht auf reine Schnelligkeit, sondern auf das präzise Einhalten einer bestimmten Zeitvorgabe an. Zugelassen sind alle Fahrzeuge, die auch schon an der ursprüngliche Mille Miglia teilgenommen haben.

Vorletzter gebauter D-Type "Long Nose"

Das stärkste Auto im zehn Wagen starken Aufgebot hat Jaguar zwei absoluten Profis anvertraut: Martin Brundle, Le Mans-Sieger 1990, 158-facher Grand Prix-Pilot und heute als Formel-1-TV-Kommentator tätig, bewegt zusammen mit Bruno Senna, dem Neffen des grossen Ayrton, einen D-TYPE "Long Nose". Genauer gesagt das vorletzte, im März 1956 gebaute Exemplar. Der durch seine charakteristische Heckflosse berühmt gewordene D-TYPE gewann zwischen 1955 und 1957 dreimal die 24 Stunden von Le Mans und leistete in seiner letzten Ausbaustufe 275 PS.

Der Mille-Miglia-Wagen mit Chassisnummer XKD 605 siegte 1956 mit Hamilton/Bueb bei den 12 Stunden von Reims und lief in Le Mans auf Platz sechs ein. Nach dem Rückzug Jaguars aus dem Motorsport trat das Fahrzeug in den Farben des amerikanischen Cunningham-Teams (Blau/Weiss) 1957 bei den 12 Stunden von Sebring an - und lief mit der Paarung Hawthorn/Bueb auf Platz drei ein. 

1961 kehrte der Jaguar erstmals nach England zurück. Wieder lackiert in British Racing Green, ging er als Leihgabe an das Museo Carlo Biscaretti di Ruffia in Turin, wo er dann fast 20 Jahre verbrachte. 

Danach ging es endgültig zurück an den Geburtsort - das Jaguar Werk in Browns Lane. Dieser sehr originalgetreue D-TYPE trägt noch immer seine für Le Mans 1956 vorgeschriebene Windschutzscheibe, einen Beifahrersitz samt -tür und das ursprüngliche polizeiliche Kennzeichen 393 RW.

Dreimal C-Type

Der Vorgänger des D-Type - der Jaguar C-Type - siegte 1951 und 1953 in Le Mans und war das erste Rennauto der Welt mit Scheibenbremsen. 

Für die Mille Miglia 2014 rollt Jaguar drei dieser rund 260 PS starken Sportwagen an die Startrampe in Brescia. Hinter dem Steuer werden Andy Wallace, der Leadsinger der Rockgruppe AC/DC, Brian Johnson und der belgische Kult-Sänger und - Songwriter Milow sitzen. 

Ein Sechser-Pack XK

Im Anfang der 1950er Jahren von der berühmten Ecurie Ecosse eingesetzten Ex-Sir James Scott-Douglas XK 120 Baujahr 1951 nimmt mit Jay Leno Amerikas wohl berühmtester Talkmaster Platz. Der 64jährige Sohn einer schottischen Mutter und eines italienischen Vaters ist anerkannter Liebhaber klassischer Fahrzeuge und ein begeisterter Jaguar Sammler.

In dem Ex-Duncan Hamilton-XK 120 Roadster mit amtlichem Kennzeichen LXF 731 startet das Ehepaar Elliot und Erin Gleave zur grossen Runde durch "Bella Italia". "Er" ist ein britischer Rapper/Sänger und besser unter seinem Künstlernamen "Example" bekannt. "Sie" ist eine australische TV-Moderatorin, die den Musiker bei einem Interview für MTV kennenlernte.

Im zu seiner Glanzzeit von Jim Swift Anfang der 1950er Jahre bei Rennen eingesetzten XK 120 Roadster wird Oscar- und Golden Globe-Preisträger Jeremy Irons die "1.000 Meilen" angehen. Der Brite ist einer der gefragtesten Charakterdarsteller Hollywoods und Europas und war zuletzt 2013 in Nachtzug nach Lissabon und in dem amerikanischen Fantasy-Film Beautiful Creatures (Eine unsterbliche Liebe) im Kino zu sehen.

Ebenfalls in einem XK zu sehen sein wird die schottische Sänger- und Songwriterin Amy Macdonald. Sie nimmt im Cockpit eines XK140 Platz, der früher einmal in der Garage des erfolgreichen britischen Rennfahrers David Hobbs stand.

Jin ehemaliges Weltrekordauto hat Jaguar seinem bekannt schnellen Vehicle Integrity Chief Engineer, Mike Cross, anvertraut. Das rechtsgelenkte "Fixed Head Coupé" mit polizeilichem Kennzeichen LWK 707 ist das berühmte "Seven days, Seven nights"-Auto, das 1952 mit Stirling Moss und drei weiteren Piloten in Monthléry bei Paris über siebe Tage und Nächte lang zahlreiche Rekorde für Jaguar errang.

Im bei der Mille Miglia 2013 noch von Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis (Lincoln) gefahrenen Jaguar XK120 sitzt diesmal ein gemischtes Doppel: Bestseller-Autor David Blakeley und seine künftige Ehefrau Jodie Kidd, Ex-Model, Schauspielerin und Fernseh-Moderatorin.

Der am 22. Oktober 1948 in London enthüllte XK 120 gilt als einer der schönsten Jaguar aller Zeiten. Auf und neben der Piste betörte er mit harmonisch fliessenden Linien, langer Motorhaube und sahnigem 3,4 Liter-Reihen-Sechszylinder. Das Design schien den Körperbau und das Jagdverhalten des vierbeinigen Vorbilds aus Amazonien 1:1 in Aluminium nachzubilden. 

Die hinteren Kotflügel schoben sich wie bei der Raubkatze zum Vorwärtssprung zusammen, während sich die vorderen schon weit nach vorne streckten. 160 PS verhalfen dem XK 120 zu einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h.

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