Ganz besondere Raritäten bei der Artcurial Versteigerung “Automobiles Sur Les Champs”

Erstellt am 28. April 2013
, Leselänge 3min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Artcurial 
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Zum fünften Mal wird am 10. Juni 2013 Artcurial Motorcars in Paris anlässlich der Auktion “Automobiles Sur Les Champs” rund 80 Automobile versteigern und die bereits angekündigten Fahrzeuge lassen Sammlern und Interessen schon jetzt das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Wegen des erwarteten grossen Interesses ist man umgezogen und hausiert dieses Jahr im Prestige-Theater Du Rond-Point.

Den Artcurial-Leuten ist es gelungen, drei besondere Sammlungen anbieten zu können, nämlich jene des Karosseriebauers André Lecoq, die ASA-Sammlung der Familie Nora und die Kollektion eines ungewöhnlichen französischen Amateurs, der (noch) nicht genannt wurde.

Vier von rund 95 ASA zu verkaufen

Die Familie Nora begründete einst die Marke ASA, die in den Sechzigerjahren kleine Sportwagen baute, die man damals gerne “Ferrarina” (kleiner Ferrari) nannte. Technisch mit Hilfe von Giotti Bizzarrini anspruchsvoll gebaut und mit einer hübschen Karosserie versehen, sollten die kompakten Vierzylinder-Coupés und -Cabriolets namens ASA 1000 GT den damaligen Sportwagenmarkt aufmischen, doch der Erfolg war der jungen Marke nicht hold. Daran änderte auch der mit einem Sechszylinder versehene Nachfolger ASA Roll-Bar (oder 613 RB) nichts, der gerade einmal dreimal produziert wurde.


Artcurial Versteigerung "Automobiles Sur les Champs" am 10. Juni 2013 - Drei der vier angebotenen ASA-Sportwagen
Copyright / Fotograf: Artcurial

In Paris werden drei Coupés und der 613 RB, der 1966 in Le Mans teilnahm, angeboten, eine Gelegenheit, die sich wohl nicht allzu schnell wiederholen dürfte. Allerdings lassen die Schätzpreise nicht auf ein Schnäppchen hoffen, denn der 613 RB wurde beispielsweise auf 280’000 bis 340’000 Euro eingeschätzt, was angesichts der Le-Mans-Teilnahme und der Seltenheit auch durchaus realistisch erscheint.


ASA RB 613 (1966) - angetreten in Le Mans, Schätzpreis 280'000 bis 340'000 Euro - angeboten an der Artcurial Versteigerung "Automobiles Sur les Champs" am 10. Juni 2013
Copyright / Fotograf: Artcurial

Die Sammlung von André Lecoq

Andé Lecoq (1930-2012) war DIE Referenz für französischen Karosseriebau. Seine Firma “Carosserie Leqoq” wurde 1963 in St. Quen in der Nähe von Paris gegründet und war bekannt für perfekte und kunstvolle Restaurierungen.


Bugatti 57 Ventoux (1938) - aus der Sammlung von André Lecoq - Schätzpreis 250'000 bis 350'000 Euro - angeboten an der Artcurial Versteigerung "Automobiles Sur les Champs" am 10. Juni 2013
Copyright / Fotograf: Artcurial

Nach seinem Tod gelangen nun einige seiner persönlichen Fahrzeuge auf den Markt, darunter ein Bugatti 57 Ventoux von 1938 (Schätzpreis Euro 250’000 bis 350’000), ein Horch 853 A Cabriolet von 1939 (Schätzpreis Euro 280’000 bis 360’000), ein Delahaye 135 MS Coach Chapron von 1947 (Schätzpreis 70’000 bis 130’000), ein Mercedes Benz 320 Cabriolet B von 1939 (Schätzpreis Euro 250’000 bis 350’000), ein BMW 327/328 Cabriolet von 1938 (Schätzpreis Euro 100’000 bis 150’000) und ein Packard 1105 Super 8 Cabriolet von 1934 (Schätzpreis Euro 120’000 bis 180’000).


Delahaye 135 MS (1947) - aus der Sammlung von André Lecoq - Schätzpreis 70'000 bis 130'000 Euro - angeboten an der Artcurial Versteigerung "Automobiles Sur les Champs" am 10. Juni 2013
Copyright / Fotograf: Artcurial

Diese Fahrzeuge werden alle ohne Mindestverkaufspreis (sanx prix de réserve) angeboten, doch die Geschichte zeigt, dass dies für Artcurial kein Hindernis ist, hohe Preise zu realisieren.

Sammlung eines französischen Liebhabers

Aus der Sammlung eines anonymen französischen Auto-Liebhabers kommen dreizehn teilweise interessante Raritäten unter den Hammer, darunter ein DB Le Mans Cabriolet von 1961, eine weisse Alfa Romeo Giulietta SS von 1961 sowie ein silbergraues Jaguar E Serie 1 Coupé von 1963 und ein rotes Serie-1-Cabriolet. Auch ein Morgan, die Kombiausführung des Fiat 500, ein MG B und ein Citroën SM werden ausgerufen werden.

Weitere Raritäten und noch einiges zu erwarten

Während sich die Lot-Liste langsam füllt, lässt das zweiplätzige Bugatti 57 Coupé mit Gangloff-Aufbau die Freunde eleganter Sonderkarosserien schon jetzt träumen.


Bugatti 57 Coupé 2 Places par Gangloff (1938) - einzigartig, hier zu sehen am Concours d'Elegance Villars Palace von anno dazumals - angeboten an der Artcurial Versteigerung "Automobiles Sur les Champs" am 10. Juni 2013
Copyright / Fotograf: Artcurial

Weitere Raritäten wie ein Citroën 11B Cabriolet von 1938 oder ein Ferrari 330 GT 2+2 runden das Angebot ab.


Ferrari 330 GT (1965) - Schätzpreis 130'000 bis 160'000 Euro - angeboten an der Artcurial Versteigerung "Automobiles Sur les Champs" am 10. Juni 2013
Copyright / Fotograf: Artcurial

Noch können Fahrzeuge angemeldet werden. Weitere Informationen finden sich auf der Website von Artcurial.

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