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Es lebe der Mischverkehr - Oldtimer und autonom fahrende Autos in Koexistenz

26. Januar 2018
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Bruno von Rotz 
(9)
 
9 Fotogalerie

Am 25. Januar 2018 fand zum 20. Mal der Info-Abend des Jaguar Drivers' Clubs Switzerland in Zusammenarbeit mit dem Swiss Car Register statt. Gastgeber war die Emil Frey Classics in Safenwil.

Über 300 gespannte Zuschauer
© Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Das Thema war und ist brisant: Classic Car Quo Vadis. Nach einführenden Worten von Christian Jenny, der die Zielkonflikte bei der Förderung und Regulierung neuer Antriebs- und Verkehrskonzepte aufzeigte und kritische Fragen nach der Auswirkung des autonom fahrenden Automobils auf klassische Fahrzeuge aufwarf, relativierte Urs P. Ramseier die Brisanz der Thematik, denn schliesslich seien solche Innovationsschübe wie aktuell beobachtet schon früher passiert, z.B. als der “Haber-Motor” vom Automobil abgelöst wurde.

Christian Jenny leitet den Abend ein
© Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Dann betrat Professor Walter Brenner die Bühne. Als Autor eines Buches zum Thema Autonomes Fahren, welches sich aktuell gerade im Druck befindet, konnte er aus dem Vollen schöpfen. Er legte dar, warum das autonom oder zumindest das teilautonom fahrende Automobil schon bald zum Alltag gehören wird. Mehr Sicherheit, Zeitersparnis, verbesserte Ökologie und mehr soziale Gerechtigkeit seien in abnehmender Wichtigkeit die Treiber für die zunehmende Automatisierung des Strassenverkehrs. Dazu komme ein enormer Preiszerfall bei den verwendeten Technologien. Allerdings sei die heute verfügbare Computertechnik noch nicht in der Lage, die maximale Autonomie des Fahrzeugs in allen Verkehrssituationen zu ermöglichen, aber bis 2035 könnte es dann soweit sein. Bis dahin und vermutlich noch weiter darüber hinaus, werde es aber “Mischverkehr” geben, auf denen auch Autos ohne jegliche Automatik-Funktionen noch auf den Strassen seien.

Mini, Jaguar SS 100 und Vorkriegs-Bentley
© Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Werner Jäger, Vize-Direktor beim schweizerischen Bundesamt für Strassen (ASTRA), nahm den Ball gekonnt von seinem Vorredner auf und beruhigte die anwesenden Oldtimer-Enthusiasten bereits mit seiner Einleitung: An der Veteranenzulassung werde sich nichts ändern. Gesetzliche, haftungsspezifische und zulassungstechnische Hürden beim autonom fahrenden Automobil seien zu lösen, das selbstfahrende Auto werde kommen. Aber es werde das historische Fahrzeug nicht verdrängen, obwohl natürlich in weiterer Zukunft Einschränkungen für alte Autos auf Hauptverkehrsadern denkbar seien.

Tribelhorn - frühes Elektroauto (Verkehrshaus Luzern)
© Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Felix Aschwanden vom SHVF wies dann noch auf den Unterschied zwischen dem historischen Automobil und gewöhnlichen alten Autos hin, denn nur erstere würden Privilegien wie Ausnahmen von Fahrverboten und vergünstigte Verkehrsabgaben geniessen. Die positive Stimmung im Volk müsse beibehalten werden, damit der Oldtimer überleben könne.

Jaguar SS 100, gestartet am Berner Grand Prix
© Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Über 300 Zuschauer horchten schliesslich gespannt den Schlussworten von Jenni und Ramseier, um sich nachher interessanten Benzingesprächen und “Älpner Magronen" zu widmen. Ein gelungener Abend!

Neueste Kommentare

 
 
ga******:
31.01.2018 (13:52)
Glaubt den wirklich jemand, dass es bei den Fahrverboten für historische Fahrzeuge um den Umweltschutz geht? Nicht einmal bei den Gebrauchsfahrzeugen bin ich mir da so sicher.
Genauso fragwürdig ist die Augmentation für das automatisierte Fahren, denn das Geschäft mit den im Hintergrund abgesaugten persönlichen Daten läuft zum Teil auch schon bei manchen der heutigen Autos recht gut. Orwells 1984, war noch harmlos was sich da abspielt und abspielen wird und wir machen freudig mit, weil es sooo praktisch ist und die Sicherheit sooo gesteigert wird.
phantom:
29.01.2018 (17:52)
War ein sehr gelungener Abend.

Als Werner Jäger, Vize-Direktor(ASTRA, gleich eingangs erwähnte: "An der Veteranenzulassung wird sich nichts ändern," war die Erleichterung den Anwesenden förmlich anzumerken. Werner Jäger sagte aber auch, Einschränkungen könnten von Seiten Umweltschutz kommen. Da müssen wir ein Auge drauf halten, wie Beispiele im Ausland zeigen, zB. Belgien. Nicht überall, wie in Deutschland, können nämlich Oldtimer in Umweltzonen einfach so einfahren. In Antwerpen dürfen Oldtimer über 40 Jahre rein, gegen eine Bezahlung von 200.-- / Jahr. Oldtimer über 30 Jahre dürfen 6 oder 7 x rein, gegen eine Bezahlung von 30.-- pro Mal. wenn ich mich richtig erinnere. Tragisch: laut einer Studie stammt über 50 Prozent der Verschmutzung Antwerpens vom dortigen Hafen!
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