Das erste praxistaugliche Automobil, ein Benz, kam im November 1892 in den ungarischen Teil der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Neun Jahre später, im Jahr 1901 – vor 125 Jahren – wurde in Budapest das erste Nummernschild eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch ein Automobilclub gegründet. Und die ungarische Post versuchte, die noch nicht existierende lokale Industrie mit mehr oder weniger großem Erfolg anzukurbeln. Sportveranstaltungen waren bis 1909 rar, bis Prinz Heinrich von Preußen überzeugt werden konnte, die letzte Etappe seines jährlichen Tourenrennens nach Ungarn zu verlegen. Dies veranlasste den Ungarischen Automobilclub (später Königlicher Ungarischer Automobilclub) dazu, zwischen 1912 und 1914 ähnliche Touren und Tourenrennen auf dem Gebiet des Königreichs Ungarn und darüber hinaus zu organisieren. Nach kleineren Versuchen wurde 1909 das erste richtige ungarische Automobilwerk eingeweiht. 1913 schloss die Ungarische Eisenbahnwagen-Gesellschaft einen Vertrag mit Praga – so entstand Rába. Bei all dem darf man den Einfluss des Adels auf den ungarischen Fahrzeugbestand nicht vergessen.
Das Obige ist nur eine sehr kurze Zusammenfassung, eine Momentaufnahme der ersten rund 20 Jahre des ungarischen Automobilwesens von 1892 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914. Pal Negyesi forscht seit über 30 Jahren zur Geschichte des ungarischen Automobilwesens, und einige neuere Erkenntnisse haben ihn dazu veranlasst, einen Blick auf die Anfänge zu werfen und zu sehen, wie alles begann und was es dazu geb. Schnell wurde klar, es gibt eine ganze Menge anFotos, Geschichten, Gerüchte, Berichte, Statistiken und vielem mehr.
Ein E-Book sollte dieses Wissen und diese Dokumente zusammenfassen. Um es zu finanzieren, wurde eine spendenbasiertes eBook-Projekt gestartet, das noch vor Weihnachten 2026 veröffentlicht werden soll.
Und alsbald kam der Wunsch nach einer englisch-sprachigen Version auf. Obwohl die ungarische Autoindustrie keinen sehr grossen Einfluss auf die Welt hatte, sind die Anfänge offenbar ein spannendes Kapitel. Pal Negyesi beschloss, auch für eine englische Version eine Spendenaktion zu starten. Wer das eBook bestellen möchte, kann dies mit einer Überweisung von EUR 5 oder USD 6 tun (man kann auch mehr spenden). Das Ergebnis soll ein 96-seitiges Werk über die Anfänge der ungarischen Motorisierung sein. Bis 15. Juni 2026 möchte Pal Negyesi EUR 1000 sammeln, aktuell ist schon mehr als die Hälfte davon in den Büchern.
Zahlungen können via Bank-Transfer, Paypal oder Kreditkarte erfolgen. Weitere Informationen gibt es auf der Website zum Buch.


















Kommentare