Man nehme den modernsten Zeitmesser der Welt, setze ihn in den vielleicht schönsten Sportwagen aller Zeiten und platziere das Ganze inmitten von 1200 Jahren bayerischer Klostergeschichte. Eine Apple Watch, ein 300 SL und das Klostergut Polling – wie passt das zusammen? Dieser scheinbare Widerspruch löst sich südwestlich von München auf. Eingebettet in die historische Kulisse des Klostergutes Polling trifft hier bayerische Tradition auf ingenieurtechnische Präzision. In den von Grund auf sanierten Gebäuden der „Alten Ziegelei“ hat Hans Kleissl einen Ort geschaffen, der weit mehr ist als eine bloße Werkstatt: Es ist das Zuhause von HK-Engineering.
Ein Betrieb, der weltweit als einzigartig gilt, da er sich konsequent einer einzigen Aufgabe verschrieben hat: der Perfektionierung und Erhaltung des Mercedes-Benz 300 SL. Nun trifft der Mythos des Flügeltürers in einer außergewöhnlichen Kooperation auf die Moderne, und ein ganz besonderes Exemplar rückt dabei in den Mittelpunkt.
Der Bewahrer
Hans Kleissl versteht sich weniger als Händler, sondern als Bewahrer. Für ihn gehören historische Technik und Architektur untrennbar zusammen. Als er das verfallene Klostergut in Polling entdeckte, erkannte er den idealen Ort für seine Arbeit. Mit der aufwendigen Sanierung des Areals folgte er einer Vision, die er bereits Ende der siebziger Jahre formulierte: „Historische Fahrzeuge im passenden Ambiente“. Diese Idee war ihrer Zeit voraus. Jahrzehnte bevor Konzepte wie das „Meilenwerk“ die Oldtimer-Szene revolutionierten, verstand Kleissl bereits, dass ein Kunstwerk einen passenden Rahmen braucht.
Die Monokultur der Perfektion
Das Herzstück seines unternehmerischen Schaffens bildet der 300 SL. Die Basis hierfür legte Hans Kleissl schon 1979, als er während der Restaurierung seines eigenen 300 SL Roadsters wertvolle Erfahrungen sammelte. Daraus entwickelte er eine klare Philosophie: Nur durch strikte Spezialisierung und den damit stetig wachsenden Erfahrungsschatz lässt sich ein technischer Qualitätsstandard erreichen, der dem hohen Anspruch dieser Fahrzeuge gerecht wird. Als Kleissl diesen Gedanken konsequent umsetzte, leistete er Pionierarbeit. HK-Engineering war weltweit das erste Unternehmen, das sich ausschließlich auf die Restaurierung, Instandhaltung und den Verkauf des Mercedes-Benz 300 SL konzentrierte.
Diese Fokussierung auf einen einzigen Fahrzeugtyp ermöglichte über 35 Jahre hinweg das Ansammeln eines Wissensschatzes, der heute als Maß aller Dinge gilt. Die Maxime „Passion, Perfektion und Tradition“ ist in Polling keine leere Phrase, sondern betrieblicher Alltag. Um den Qualitätsstandard zu sichern, entschied sich Kleissl für den schwierigen Weg der Autarkie: Alles findet in der hauseigenen Manufaktur statt. Vom Motorenbau über die hochkomplexe Einspritzpumpen-Abteilung bis hin zum Karosseriebau und der Lackiererei. Mitarbeiter aus der ganzen Welt, jeder ein Meister seines Fachs, arbeiten hier Hand in Hand.
Besonders hervorzuheben ist die hauseigene Sattlerei. Hier werden Sitze, Innenverkleidungen und Verdecke in alter Handwerksmanier aufbereitet. Der dortige Sattlermeister gilt als einer der Besten seines Faches, ein Detail, das für die jüngste Geschichte des Hauses noch von entscheidender Bedeutung sein wird.
Anatomie einer Legende
Warum aber dieser Aufwand für ein einziges Automodell? Um das zu verstehen, muss man in die 1950er Jahre zurückblicken. Kein Sportwagen jener Ära löst bis heute eine solche Faszination aus wie der 300 SL (W 198). Seine Entstehungsgeschichte ist ein Lehrstück über Ingenieurskunst und ein Symbol des deutschen Wirtschaftswunders.
Der Vater des ursprünglichen Rennsportwagens W 194, auf dem der spätere Straßenwagen basierte, war Rudolf Uhlenhaut. Ein Multitalent und Ingenieur, der auf der Rennstrecke so schnell fuhr wie seine eigenen Formel-1-Piloten. Seine geniale Idee war der Gitterrohrrahmen: extrem leicht und verwindungssteif, aber mit einem konstruktiven Nachteil. Der Rahmen zog sich zu hoch durch die Flanken des Fahrzeuges. Die Folge: Herkömmliche Türen wurden unmöglich. Die Lösung waren die nach oben öffnenden Einstiege. Was heute als Markenzeichen des „Gullwing“ gilt, war damals eine reine technische Notwendigkeit.
Dass der Wagen überhaupt in Serie ging, verdankt die Welt dem US-Amerikaner Max Hoffman. Der Importeur drängte den Daimler-Benz-Vorstand, den Rennwagen, der 1952 die Carrera Panamericana gewonnen hatte, für die Straße zu bauen. Am 6. Februar 1954 wurde der W 198 in New York präsentiert. Der Rest ist Geschichte.
Ein Stück Mythos am Handgelenk
Die Brücke in die Gegenwart schlägt eine Partnerschaft, die analoge Ästhetik mit digitaler Technologie verbindet. An dieser Schnittstelle agiert die Münchner Marke Bandwerk.
Das 2015 von Jonas Burgmann gegründete Unternehmen hat sich mit einer puristischen Idee etabliert: der Fertigung von Apple Watch Armbändern aus originalen Interieur-Materialien klassischer Fahrzeuge. Das Konzept konserviert Automobilgeschichte in tragbarer Form, streng limitiert und gefertigt aus originalen Innenausstattungen von Ikonen der Marken Porsche, BMW oder auch Ferrari und Cadillac.
In Zusammenarbeit mit HK-Engineering entstand nun die „Sonderedition Gullwing“. Für diese Kollektion wurden die charakteristischen blauen und roten Karostoffe des 300 SL verarbeitet, die direkt aus den Beständen der Pollinger Sattlerei stammen.
Um diese Verbindung zu zelebrieren, entstanden beeindruckende Aufnahmen mit einem Fahrzeug, das genau diese Ästhetik verkörpert. Im Fokus steht ein Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer aus dem Jahr 1955, eines von nur zehn jemals gebauten Exemplaren in der Farbe „Mittelblau“ (DB 350).
Die Historie dieses Fahrzeugs ist lückenlos: Ausgeliefert am 20. Juni 1955 nach New York, befand sich der Wagen laut Register über Jahrzehnte im Erstbesitz von Ronald G. Brock in Arizona. Mit einer Gesamtlaufleistung von unter 50.000 Meilen präsentiert sich der 300 SL als außergewöhnlich originales Exemplar. 1991 wechselte der Flügeltürer nach Italien in die Hände des weltbekannten Sammlers Umberto Panini, in dessen Kollektion er bis 2022 verblieb. Anschließend gelangte das Fahrzeug zu HK-Engineering. Dort wurde es einer behutsamen Restaurierung unterzogen, erhielt eine originale Nitrolackierung im seltenen Mittelblau und eine Auffrischung des hellgrauen Lederinterieurs mit den charakteristischen blaukarierten Sitzen, stets unter der Prämisse maximaler Originalität.
Exklusiv für unsere Leser
Die streng limitierte „Sonderedition Gullwing“ ist ab sofort über die Website von Bandwerk verfügbar. Sie ist kompatibel für die Apple Watch Modelle: Ultra 1-3, Series 7-11 in den Größen 46mm, 45mm & 42mm (Das Uhrenarmband kann auch an Uhren mit einem 24mm Anschlag montiert werden, ein Federsteg-Werkzeug wird benötigt.)
Wir freuen uns, unseren Lesern einen besonderen Vorteil anbieten zu können: Mit dem Code ZWISCHENGAS15 erhalten Sie 15 % Rabatt auf diese Edition sowie auf das gesamte Sortiment der Bandwerk-Sondereditionen. Wer bis zum 17. Dezember bestellt, erhält sein Armband noch rechtzeitig vor Weihnachten.
Zum Produkt: Bandwerk Sonderedition Gullwing








































