Deutschlands grösste Bugatti-Sammlung bekommt Verstärkung – und diesmal geht es nicht um Karosserien, sondern um das, was darunter steckt.
Im nordbadischen Altlussheim gibt es für Bugatti-Kenner ein neues Kapitel zu entdecken. Ergänzend zu den 17 historischen Fahrzeugen zeigt das Deutsche Bugattimuseum im Museum Autovision ab sofort eine eigene Motorenausstellung. Zehn Aggregate spannen den Bogen über mehr als ein Jahrhundert Markengeschichte.
Von der Grossserie bis zum Hypersportwagen
Den Anfang macht der T13-Motor von 1910, jenes Triebwerk, mit dem Firmengründer Ettore Bugatti erstmals in Grossserie ging. Der Typ 13 gilt als erstes Automobil, das ausschliesslich den Namen Bugatti trug. Bis 1920 entstanden rund 435 Exemplare. Am anderen Ende der Zeitachse steht der moderne W16. Das 8,0-Liter-Aggregat mit vier Turboladern treibt Fahrzeuge wie den Bugatti Chiron an und zählt zu den Kraftquellen der schnellsten strassenzugelassenen Autos der Welt. Ein seriennaher Chiron-Prototyp erreichte am 2. August 2019 in Ehra-Lessien exakt 490,484 km/h. Der reguläre Chiron ist den Reifen zuliebe bei 420 km/h abgeregelt. Dass gerade dieser Motorentyp in Altlussheim zu sehen ist, kommt nicht von ungefähr. Zu den jüngsten Neuzugängen der Sammlung zählten zuletzt bereits ein originaler 16-Zylinder aus dem Veyron sowie ein Zwölfzylinder des EB 110 aus der kurzen italienischen Bugatti-Ära.
Didaktik als Markenzeichen
Wie von der AUTOVISION gewohnt, ist die Schau didaktisch aufbereitet. Zu jedem der zehn Motoren informiert ein Grossdisplay über Technik und Hintergründe. Das passt zum Konzept des ganzen Hauses. Statt der üblichen Aufstell-Schildchen setzt das Museum durchgehend auf grossformatige Displays, Animationen und Info-Stationen, die die Exponate mit Wissen anreichern. Damit dürften auch ausgewiesene Technik-Enthusiasten kaum Wünsche offenlassen.
Grösste Bugatti-Schau Deutschlands
Das Bugattimuseum ist längst eine Attraktion für sich. Als Teil des 2002 eröffneten Museum AUTOVISION gilt die Bugatti-Ausstellung heute als zweitgrösste Europas und zeigt neben den Automobilen, darunter der legendäre T 57 Atlantic, reichlich Technik. Aufgebaut hat die Sammlung Museumsgründer Horst Schultz, der ab 2012 mit der Restauration eines T57 Galibier zum zehnjährigen Jubiläum den Grundstein legte. Die neue Motorenschau fügt dieser Fahrzeugsammlung nun die passende technische Tiefe hinzu.
Zwei Ausstellungen, ein Ticket
Die Motorenausstellung ist fester Bestandteil der Hauptausstellung, ein zusätzlicher Sonderausstellungseintritt wird nicht erhoben.
Info
Deutsches Bugattimuseum im Museum AUTOVISION
Adresse: Hauptstrasse 154, D-68804 Altlussheim
Öffnungszeiten: Do/Fr/So 10–17 Uhr, Sa 13–17 Uhr
Telefon: +49 6205 307661
E-Mail: [email protected]
Web: www.bugattimuseum.com · www.museum-autovision.de



































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