Zum 80. Geburtstag von Bristol meldet sich die längst Konkurs gegangene Marke mit einem Continuation Modell am „Salon Privé“ im Blenheim Palace zurück: Ein neuer Bristol Fighter, der auf einem originalen, unbenutzten Fahrgestell aufgebaut. Beim Fighter handelt es sich um das letzte Serienmodell, das von Bristol ab 2004 bis 2011 produziert wurde, vermutlich entstanden damals nicht viel mehr als ein Dutzend Exemplare.
Bristols Wurzeln
Der zweisitzige Supersportwagen mit Flügeltüren wird von einem 8,0-Liter-V10-Motor angetrieben, der aus der Dodge Viper bekannt ist. Serienmäßig sind 525 PS, es soll eine Tuningversion mit 600 PS geben, die deutlich über 300 km/h schnell ist. Das langgestreckte und flache Design erinnert an Bristols Wurzeln in der Luftfahrt; jedes Element wird mit Liebe zum Detail und Fokus auf Funktionalität konstruiert.
Vier weitere, neue Fighter sollen unter Verwendung originaler, unbenutzter Fahrgestelle, Zeichnungen und Bauteile fertiggestellt werden. Preise gibt es nur auf Anfrage. Der alte Preis lag bei rund 325‘000 Euro, doch bei der limitierten Neuauflage wird mit einem deutlichen Aufschlag gerechnet.
Rückkehr der Marke
Nachdem bekannt gegeben wurde, dass Paul King, Eigentümer von Bristol Cars, die Wiederbelebung der Marke leitet und Richard Hackett – während der Ära des Fighters die rechte Hand des Bristol-Chefs Tony Crook – als Vorsitzender (Chairman) zurückkehrt, stellt sich die Frage nach einem Neuanfang – oder einem Markttest mit den fünf Continuations. Bristol Cars spricht von einem „ersten Kapitel zur Rückkehr der Marke“.
Die Wurzeln von Bristol Cars gehen bis zu Harold J. Aldington zurück, dem BMW-Importeur für das britische Empire, der den BMW 328 als Frazer Nash-BMW verkaufte. Und nach dem Krieg sich die Konstruktionspläne der Modelle 326, 327 und 328 aneignete. Mit BMW-Chefingenieur Fritz Fiedler gründete er 1946 Bristol Cars als Tochter der Bristol Aeroplane Company.
Erstes Modell war 1947 der Bristol 400, der technisch weitgehend auf BMW-Vorkriegsmodellen basierte und im Motorsport erfolgreich werden sollte: 1948 gewann er die Rallye Polen, erreichte Platz drei bei der Rallye Monte Carlo und belegte bei der Mille Miglia den zweiten Platz seiner Klasse sowie Rang drei im Gesamtklassement.




































































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